Berlins Besucherzahlen bleiben hoch, doch die Übernachtungen gingen leicht zurück. Die Hauptstadt zieht vor allem internationale Gäste an. Mit Modernisierungen, Neubauten, Kiez-Kampagnen und digitalen Angeboten bereitet sich die Stadt darauf vor, Tourismus zukunftsfähig, nachhaltig und stadtverträglich weiterzuentwickeln.

„Berlins Tourismus soll durch neue Angebote für Alleinreisende, Kiez-Kampagnen in den Außenbezirken und digitale Services wieder attraktiver und einfacher erlebbar werden. /© Fotos: depositphotos.com
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2025 besuchten rund 12,4 Millionen Menschen die Spreemetropole. Das sind zwar etwas mehr Gäste als 2023, die Zahl der Übernachtungen liegt mit 29,4 Millionen aber leicht unter dem Vorjahr. Nach einem starken Aufschwung seit 2021 zeigt sich, dass Berlins Tourismus sich noch nicht ganz auf das Niveau vor der Pandemie erholt hat.
Die meisten Gäste stammen aus Deutschland, doch fast jede zweite Übernachtung entfällt auf internationale Besucher. Vor allem die USA sind dabei Spitzenreiter: Amerikaner verbrachten 2025 mehr Nächte in Berlin als Gäste aus jedem anderen Land, dicht gefolgt vom Vereinigten Königreich. Auch Besucher aus den Niederlanden, Luxemburg, China, Hongkong und Indien sorgten für spürbare Zuwächse.
Mehr als 63.000 Betten: Berlin-Mitte bleibt das Herz der Hotellerie
Große Hotels ziehen besonders internationale Gäste an. Der Bezirk Mitte, mit seinen rund 200 Unterkünften und mehr als 63.000 Betten, bleibt das Zentrum des Übernachtungsgeschehens: Fast die Hälfte aller Nächte wurde hier verbracht. Insgesamt bietet Berlins Hotellerie über 59.000 Betten, die zu rund drei Vierteln ausgelastet sind. Auch kleine Hotels, Pensionen und Gasthöfe tragen wesentlich dazu bei, dass Berlin jährlich Millionen von Übernachtungen registriert.
2026 prägen vor allem Modernisierungen großer Häuser wie Marriott, Hilton, Bristol und Esplanade das Berliner Hotelbild. Zugleich setzen Neueröffnungen wie „The Dean“ und „Me and All Hotel Berlin East Side by Hyatt“ neue Impulse, ergänzt durch Zukunftsprojekte wie den Estrel-Tower, das Ocean Berlin, die Revitalisierung des „Clayton Hotel Tiergarten“ und das Comeback des „Four Seasons“ im Hotel de Rome 2027.
Von „Berlin Pay“ bis „Berlynn“: Neue Ideen für mehr Touristenfreundlichkeit in der Hauptstadt
Berlins Senat plant, den Tourismus noch attraktiver zu gestalten, für Gäste und Einheimische. Inspiriert von Dublin und Kopenhagen sollen neue Konzepte Alleinreisende ansprechen und die Stadt erlebbarer machen. Ein Pilotprojekt namens „Berlin Pay“ wird Belohnungen für Bürger und Besucher verbinden, die sich in der Stadt engagieren, etwa beim Müllsammeln oder bei der Pflege öffentlicher Grünflächen.
Zudem will VisitBerlin die touristischen Highlights auf die Außenbezirke ausweiten: Spandau, Köpenick oder Buch sollen Besucher neugierig machen, die bereits alles in Mitte gesehen haben. Auch digitale Hilfen wie der Chatbot „Berlynn“ oder der „Berlin Convention Finder“ sollen den Aufenthalt einfacher planen und die Stadt für Großveranstaltungen attraktiver machen.
Mit diesen Schritten strebt Berlin an, langfristig wieder die symbolträchtige Marke von 30 Millionen Übernachtungen zu erreichen, ohne die Lebensqualität der eigenen Bewohner aus den Augen zu verlieren.
Quellen: Statistik Berlin Brandenburg, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, visitBerlin
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Hier mal dier Ergebnisse meiner AI Anfrage zu drei Dingen welche Berlin Geld gebracht haben oder könnten.
Seit dem Inkrafttreten des Prostituiertenschutzgesetzes am 1. Juli 2017 hat sich die Situation für Bordelle in Berlin erheblich verändert. Vor der Gesetzesänderung gab es schätzungsweise 400 bis 500 Bordelle in der Stadt. Das Gesetz erforderte eine Betriebserlaubnis für Bordelle. Bis Ende 2017 hatte jedoch nur ein einziges Bordell eine solche Erlaubnis erhalten. Aktuelle Zahlen: Der Rückgang der Bordelle ist nicht genau bezifferbar, jedoch zeigen Berichte, dass aus den ursprünglich geschätzten Bordellen nur etwa 10% der Betriebe weiterhin aktiv sind.
Die mögliche Wiedereröffnung von Bordellen in Berlin ohne Genehmigung könnte jährliche Einnahmen von schätzungsweise 6,4 bis 12,8 Millionen Euro generieren. Diese Einnahmen könnten nicht nur die Betreiber bereichern, sondern auch zur lokalen Wirtschaft, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Reduzierung des illegalen Marktes beitragen.
Wirtschaftlicher Schaden durch das Fehlen der Love Parade in Berlin
– Tourismus – Wegfall von 1,5 Millionen Besuchern – Mehrere Millionen Euro jährlich
– Einzelhandel – Verluste bei lokalen Geschäften – Bis zu 10 Millionen Euro jährlich
– Veranstaltungsorte – Verlust von Einnahmen durch vermietete Flächen – Ungefähr 4-5 Millionen Euro jährlich
– Sponsoren – Wegfall wichtiger Sponsoren – Mindestens 3 Millionen Euro jährlich
Potenzielle Einnahmen durch den Cannabisverkauf
Die Legalisierung und der Verkauf von Cannabis in Coffeeshops in Berlin könnten jährliche Einnahmen von bis zu 1 Milliarde Euro generieren, wenn man annimmt, dass ein starker Markt entsteht. Solche Einnahmen könnten nicht nur das städtische Budget stärken, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen und den illegalen Markt zurückdrängen.
Es gibt einen LP Nachfolger, siehe https://loveparade.net/rave-the-planet/ Allerdings konnte diese Veranstaltung nicht an den Erfolg anknüpfen, was wohl mehre Gründe hat und wohl auch das schwierigste Unterfangen ist.
Die Love-Parade ist seit dem Duisburg-Desaster tot. Und Ich erinnere mich nur, dass der Tiergarten unter der Veranstaltung dramatisch gelitten hat.
Was Bordelle angeht, habe ich jetzt wenig Verständnis für den „wirtschaftlichen“ Wert für die Stadt, es sei denn, die Bordelle würden öffentlich betrieben und die Prostituierten wären öffentlich angestellte! Ansonsten gibt es ja aktuelle – und blödsinnige – Vorstellungen, die Prostitution unter Strafe zu stellen – auf allen Ebenen greift mehr und mehr die piefige Moralinsäure der 50er Jahre!
Was den Cannabisverkauf angeht, könnte ich mich mit Ihren Thesen anfreunden (außer Alkohol nehme ich selbst keine Drogen zu mir). Die Prohibition in den 20ern des letzten Jahrhunderts ist kläglich gescheitert und allein das organisierte Verbrechen groß gemacht. Deswegen gebt Drogen frei, staatlich verwaltet, über Apotheken usw. Dann gäbe es auch das Problem mit dem Görlitzer Park nicht.