Wie es mit der Fischerpinte am Plötzensee weitergeht, ist noch offen. Nach dem Tod des Pächters prüft der Bezirk Mitte neue Nutzungsmöglichkeiten – mit klaren Grenzen für die Zukunft des Standorts.

Der Plötzensee in Berlin-Wedding gilt als Anlaufpunkt für Erholung und Begegnung.

Die Fischerpinte am Plötzensee, über Jahrzehnte ein niedrigschwelliger Treffpunkt am Wasser, ist nach dem Tod des Pächters derzeit geschlossen. Der Bezirk Mitte prüft nun, wie mit dem Areal künftig umzugehen ist. / © Foto: Wikimedia Commons, A.Savin, FAL

© Titelbild: Wikimedia Commons, Lukas Beck, CC BY-SA 4.0

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Die Zukunft der Fischerpinte am Plötzensee ist derzeit Gegenstand von Prüfungen im Bezirksamt Mitte. Über Jahrzehnte hinweg galt der Ort im Wedding als Anlaufpunkt für Erholung und Begegnung. Mit dem Tod des bisherigen Pächters ist diese Nutzung jedoch zunächst beendet worden.

Die Situation wird zusätzlich durch ungeklärte Eigentumsverhältnisse erschwert. Während das Grundstück dem Bezirk gehört, befinden sich die baulichen Anlagen in Fremdeigentum. Laut bestehendem Mietvertrag besteht grundsätzlich die Verpflichtung, Gebäude nach Ende der Pacht zurückzubauen.

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Diese Verantwortung ist nun Teil eines laufenden Nachlassverfahrens, das vom zuständigen Amtsgericht betreut wird. Bis zur Klärung fungiert dieses auch als Ansprechpartner für den Bezirk.

Treffpunkt am Plötzensee: Perspektiven für öffentliche und naturnahe Nutzung

Unabhängig davon prüft das Bezirksamt Optionen für eine zukünftige Nutzung des Areals. Ziel ist es, den Ort als öffentlich zugänglichen Raum zu erhalten und dabei sowohl Erholungs- als auch Naturschutzaspekte zu berücksichtigen. Im Fokus stehen Konzepte, die eine nicht-kommerzielle Nutzung ermöglichen, etwa als Treffpunkt, Aufenthaltsort oder Aussichtspunkt am Wasser.

Auch Angebote im Bereich Umweltbildung werden als mögliche Ergänzung betrachtet. Voraussetzung für jede künftige Entwicklung bleibt jedoch die Vereinbarkeit mit den geltenden naturschutzrechtlichen Vorgaben sowie dem Grünanlagengesetz. Ein ausschließlich kommerzieller Betrieb, etwa in Form eines Bootsverleihs, wird vom Bezirk ausgeschlossen.

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Zukunft der Fischerpinte: Weitere Schritte erst nach Abschluss des Verfahrens

Konkrete Entscheidungen sind erst möglich, wenn die Eigentumsverhältnisse abschließend geklärt sind. Erst dann können Gespräche mit den zuständigen Ansprechpartnern aufgenommen und weitere Schritte abgestimmt werden.

Bezirksstadtrat Christopher Schriner betont, dass es darum gehe, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen. Neben dem Erhalt der Aufenthaltsqualität müsse insbesondere den Anforderungen des Naturschutzes Rechnung getragen werden.

Plötzensee

Quellen: Bezirksamt Mitte, Weddingweiser

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2 Kommentare

  1. H.G. 24. April 2026 at 09:49 - Reply

    Schade um diesen wunderbaren Ort. Und ich verstehe nicht, warum man auf „nicht kommerzieller Nutzung“ besteht. Die Boote und die Gastronomie kamen ja schließlich der Allgemeinheit zugute und ich bin gern auf dem Plötzensee Boot gefahren. Die Betreiber sind damit sicher auch nicht reich geworden.

    Kommerz ist wohl nur noch gut, wenn es große Unternehmen und Ketten in der Innenstadt sind.🤦

  2. O.F. 24. April 2026 at 15:35 - Reply

    Muss da dem vorherigen Kommentar echt zustimmen. Mega schade um den Ort und bitter, dass man in Zukunft dort im Sommer nicht mehr ne Berliner Weiße oder nen Radler am Wasser trinken kann, wegen „komerzieller Nutzung“. Wer mal vort Ort war weiß wie wichtig der Treffpunkt für viele im Wedding war und wie familiär es zuging. Wenn das eine zu komerzielle Nutzung ist weiß ich auch nicht…

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