Auf der gesperrten A 100 zwischen Ringbahn- und Westendbrücke wird jetzt auch die Strecke selbst erneuert. Während an beiden Brücken weitergebaut wird, beginnen auf rund 900 Metern Arbeiten an Fahrbahn, Stützwänden und Leitungsanlagen.

Der Ersatzneubau der Ringbahnbrücke am Autobahndreieck Funkturm zählt zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten der A100. Während der Bauarbeiten bleibt der Umleitungsverkehr für viele Straßen in Charlottenburg ein zentrales Thema. / © Foto: TIME CODE MEDIA
© Titelbild: DEGES
Auf der ohnehin gesperrten A 100 wird jetzt auch die Strecke zwischen Ringbahn- und Westendbrücke grundlegend erneuert. Auf rund 900 Metern beginnen Arbeiten an der Fahrbahn, an Stützwänden sowie an Entwässerungs- und Leitungsanlagen. Damit wird die bestehende Baustelle zwischen Messedamm und Spandauer Damm nochmals ausgeweitet.
Die neuen Arbeiten laufen parallel zu den Ersatzneubauten der beiden Brücken. Nach Angaben der DEGES sollen dadurch spätere zusätzliche Sperrungen vermieden werden. Die nördliche Richtungsfahrbahn der A 100 ist seit März 2025 nicht mehr durchgängig befahrbar. Die Wiedereröffnung des Abschnitts ist weiterhin für Sommer 2027 vorgesehen.
A 100: Diese Arbeiten an Brücken und Strecke laufen parallel
An der neuen Ringbahnbrücke ist der Bau inzwischen deutlich vorangeschritten. Im Juli wurden die sechs vormontierten Stahlteile des neuen Überbaus eingehoben. Damit steht die wesentliche Stahlkonstruktion an ihrem künftigen Platz über den Gleisanlagen. Aktuell dauern unter anderem Arbeiten an den Stützwänden an.
Auch an der Westendbrücke wird weiter gebaut. Dort laufen derzeit Leitungs- und Unterbauarbeiten. Das nördliche Widerlager des alten Bauwerks wird seit Anfang August abgebrochen und soll voraussichtlich bis Ende Oktober zurückgebaut sein. Weitere Leitungsumverlegungen sind bis Anfang Oktober vorgesehen, teilweise auch nachts und am Wochenende.
Charlottenburg: 900 Meter Autobahn werden erneuert
Zwischen den beiden Brücken beginnt nun die grundhafte Erneuerung der Autobahn. Neben dem eigentlichen Fahrbahnaufbau werden mehrere Stützwände, die Straßenentwässerung, eine Kabelschutzrohrtrasse und die Straßenausstattung erneuert beziehungsweise instandgesetzt. Die Arbeiten finden überwiegend werktags und tagsüber außerhalb der Randzeiten statt. Teilweise ist mit erhöhtem Baulärm zu rechnen.
Dass die Arbeiten jetzt parallel zu den Brückenbauprojekten starten, ist bewusst geplant. Weil die Fahrbahn ohnehin gesperrt ist, kann der rund 900 Meter lange Abschnitt gleichzeitig saniert werden. Eine erneute Sperrung nach Abschluss der Brückenarbeiten soll damit vermieden werden.

So soll der Verkehr künftig wieder fließen: Die Visualisierung zeigt die erneuerte A100 am Autobahndreieck Funkturm mit der neuen Ringbahnbrücke im Berliner Westen. / © DEGES
A 100 soll im Sommer 2027 wieder durchgängig sein
Die neue Ringbahnbrücke entsteht an gleicher Stelle wie das abgerissene Bauwerk und wird künftig drei Fahrstreifen erhalten. Auch die Westendbrücke wird parallel neu gebaut. Beide Brücken sollen etwa gleichzeitig mit der Erneuerung des dazwischenliegenden Autobahnabschnitts fertiggestellt werden.
Für die gesamte nördliche Richtungsfahrbahn zwischen Messedamm und Spandauer Damm nennt die DEGES weiterhin den Sommer 2027 als Ziel. Dann soll die A 100 in diesem Bereich wieder durchgängig befahrbar sein. Bis dahin bleibt der Abschnitt eine der größeren laufenden Infrastrukturbaustellen im Berliner Autobahnnetz.
Ringbahnbrücke
Westendbrücke
Quellen: DEGES, Autobahn GmbH des Bundes, Verkehrsinformationszentrale Berlin
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