In Berlin-Friedrichshain wurde mit dem Me and All Hotel Berlin East Side ein neues Hotelprojekt der Hyatt-Hotelgruppe eröffnet, in einem bereits bestehenden Gebäude an der Schillingbrücke. Das Hotel versteht sich als Teil des kreativen und populären Quartiers zwischen Spreeufer und Ostbahnhof.

Zwischen Schillingbrücke und Ostbahnhof ist mit dem Me and All Hotel ein weiteres Projekt entstanden, das auf die kulturelle Dichte und Lagegunst des Quartiers setzt. / © Foto: Wikimedia Commons, Assenmacher
© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Spyrosdrakopoulos
In unmittelbarer Nähe zur East Side Gallery hat das Me and All Hotel Berlin East Side am 16. September seine Türen geöffnet. Der Standort liegt in Berlin-Friedrichshain, am nördlichen Ufer der Spree und damit an der Grenze zu Kreuzberg. Die Schillingbrücke, die die Spree an dieser Stelle überspannt, verläuft direkt am neu eröffnete Hotel entlang.
Hyatt Me and All Hotel Berlin: Standort zwischen Schillingbrücke und Ostbahnhof
Das Hotel befindet sich in fußläufiger Nähe zu bedeutenden Berliner Sehenswürdigkeiten wie der Oberbaumbrücke, dem Ostbahnhof oder der Warschauer Brücke. Die Lage am Schnittpunkt zwischen kulturellen Institutionen, neuen Büroquartieren und touristischen Anlaufpunkten gilt aus Sicht des Hotelbetreibers Hyatt, der das neue Hotel betreiben wird, als strategisch günstig und zeugt von der anhaltenden Attraktivität des Stadtteils.
Mit insgesamt 227 Zimmern setzt das Gebäude auf ein Gestaltungskonzept, das Elemente der Ost- und Westmoderne zwischen 1950 und 1980 aufgreift. Die Gestaltung bezieht sich bewusst auf die geteilte Stadtgeschichte Berlins und kombiniert diese mit modernem Komfort. Das architektonische Konzept zielt darauf ab, sowohl funktionale Aspekte des Hotelbetriebs als auch Bezüge zum Ort zu vereinen.
Neues Hyatt-Hotel am Spreeufer: Architektur und Design mit historischem Bezug
Zentraler Bestandteil des Hotels ist ein offen gestalteter Co-Working-Bereich sowie eine großzügige Day Bar, die als Treffpunkt für Gäste und Nachbarschaft dienen soll. Die Mischung aus Arbeits-, Begegnungs- und Erholungsflächen ist Teil eines Konzepts, das Gemeinschaft und Vielseitigkeit in den Mittelpunkt stellt.
Für das Hotel wurde allerdings kein neues Gebäude errichtet, Hyatt hat sein Me and All Hotel Berlin East Side in einem Bestandsgebäude errichtet, welches nach dem Mauerfall an der Schillingbrücke errichtet worden war.
Seit 1874 überspannt die Schillingbrücke die Spree zwischen Friedrichshain und Kreuzberg / Mitte
Die Schillingbrücke überspannt seit 1874 die Spree in Berlin und verbindet Friedrichshain im Norden mit Kreuzberg und Mitte im Süden. Erbaut von der Stadt unter Leitung von Leopold Seeck, ersetzte sie eine ältere, private Holzbrücke, übernahm die Andreasstraße und wurde Teil wichtiger Verkehrsachsen.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Brücke mehrfach verbreitert und verschönert, unter anderem durch Stahlkonstruktionen für Gehwege und Reliefverzierungen an Pfeilern, um dem wachsenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden.
Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg und Jahren der Unterbrechung wurde sie zwischen 1991 bis 1994 umfassend saniert, denkmalrechtlich geschützt und in ihrer Gestalt weitgehend zur historischen Ziegelgewölbekonstruktion zurückgeführt.
Quellen: Hyatt, Deal Magazine, Wikipedia
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3 Kommentare
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Ahhh, dem Himmel sei dank! Ich dachte schon, dieser Stadt würden die Hotels ausgehen. Für den „Irrsinn“ muss dann auch gleich wieder ein Anglizismus herhalten: „Me and All“! Na, da schläft man im Hotelbett gleich viel ruhiger! Jenseits der gewagten Farbe springt einem die architektonische Meisterleistung nicht so gleich ins Auge.
Also eins ist sicher: Sollte ich irgendwann die Macht im Lande bekommen, wäre die erste Maßnahme, 90 % der Architekten im Lande die Lizenz zu entziehen. Immerhin wahrt dieser Berufsstand Kontinuität: Man hat es nie gekonnt, man kann es nicht, und man wird es nie können!
Nur weil es im Text nicht vorkommt: Der Bau war vorher schon Hotel, nämlich ein IBIS.
Erst gründlich lesen – dann kommentieren bitte 😉