In Marzahn-Hellersdorf beginnt die umfassende Erneuerung eines etablierten Jugendstandorts. Mit fünf Millionen Euro Fördermitteln wird der Club „Die Klinke“ modernisiert und erweitert. Die Bauarbeiten sollen bis 2027 abgeschlossen sein.

Die Fassade des Jugendclubs „Klinke“ in Marzahn-Hellersdorf während der Sanierung. Nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2027 sollen die räumlichen Voraussetzungen deutlich verbessert sein, um das bestehende Angebot der offenen Jugendarbeit weiterzuführen und auszubauen. / © Foto: Bezirksamt-Marzahn-Hellersdorf
© Titelbild: joachimharms architekten
Mit einer Grundsteinlegung am Dienstagmittag hat in der Bruno-Baum-Straße die bauliche Erneuerung des Jugendclubs „Die Klinke“ begonnen. Vertreter des Trägers Kinderring e.V., des Bezirksamts sowie Stephan Machulik, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, nahmen an dem Termin teil. Ziel ist eine umfassende Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Standorts.
Der Club, der 1996 in einer ehemaligen DDR-Wertstoffannahmestelle eingerichtet wurde, hat sich über die Jahre als wichtiger Treffpunkt für Jugendliche und insbesondere für junge Bands etabliert. Angesichts des baulichen Zustands galt eine Sanierung seit längerem als notwendig, um den Betrieb langfristig zu sichern.
Platz für 200 Jugendliche: Investitionen und bauliche Veränderungen
Rund fünf Millionen Euro fließen aus dem Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung in das Projekt. Nach Abschluss der Bauarbeiten, die etwa zwei Jahre dauern sollen, wird das Gebäude Platz für bis zu 200 Jugendliche bieten.
Geplant ist eine grundlegende technische Erneuerung des Bestandsgebäudes. Dazu zählen unter anderem neue Elektroanlagen, eine moderne Heiztechnik sowie ein aktualisierter Brandschutz. Auch die akustischen Bedingungen werden verbessert. Ergänzend entsteht ein Neubau, der die bisherigen, statisch eingeschränkten Anbauten ersetzt.
Bruno-Baum-Straße: Neue Räume für Musik, Bildung und Begegnung
Im Erdgeschoss sind ein Veranstaltungssaal mit Bühne und Backstagebereich, ein Tonstudio sowie mehrere Probenräume vorgesehen. Hinzu kommen flexibel nutzbare Flächen wie eine Bar und eine Küche. Im Obergeschoss entstehen Räume für Seminare und kreative Angebote, darunter ein Atelier, sowie neue Sanitärbereiche.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf nachhaltigem Bauen. Geplant sind unter anderem Holzverkleidungen im Innenbereich sowie ein begrüntes Dach. Zudem wird das Gebäude künftig barrierefrei zugänglich sein – unter anderem durch einen Aufzug und breitere Türen.

Visualisierung der Neugestaltung des Jugendclubs „Klinke“ in Marzahn-Hellersdorf. Die architektonische Gestaltung fällt insgesamt eher zurückhaltend aus und setzt auf funktionale Lösungen. / © Visualisierung: joachimharms architekten
Jugendclub „Klinke“ in Marzahn-Hellersdorf soll bis 2027 fertig werden
Die Maßnahme ist eingebettet in eine langfristige Förderstrategie: Seit 2002 flossen rund 180 Millionen Euro aus dem Programm „Nachhaltige Erneuerung“ in den Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Ziel ist es, städtebauliche und infrastrukturelle Strukturen an demografische, wirtschaftliche und klimatische Veränderungen anzupassen.
Mit der Fertigstellung der „Klinke“ im Jahr 2027 soll ein zentraler Ort der Jugendarbeit nicht nur gesichert, sondern auch funktional erweitert werden.
Bruno-Baum-Straße 56
Quellen: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, „Die Klinke“
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