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In der Potsdamer Innenstadt entsteht rund um den Alten Markt eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Brandenburgs. Mit den Blöcken III und IV kehrt die Stadt schrittweise zum historischen Grundriss zurück und ergänzt ihn um neue Wohn-, Gewerbe- und Kulturflächen.

Erika-Wolf-Straße in Potsdam

Entlang der Erika-Wolf-Straße prägen Bauzäune, Gerüste und ein Kran weiterhin den Stadtraum, während einzelne Neubauten bereits ihre endgültige Kubatur zeigen. Der winterliche Blick macht den Übergangszustand der Potsdamer Mitte deutlich: Hochbau weit fortgeschritten, der öffentliche Raum jedoch noch im Ausbau. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Mit der Neuentwicklung der Potsdamer Mitte wird das Zentrum zwischen Landtag und Nikolaikirche neu geordnet. Mehrere Baublöcke orientieren sich an der Struktur vor 1945. So soll wieder ein zusammenhängendes Quartier entstehen, das Wohnen, Arbeiten und öffentliche Nutzungen im Stadtraum miteinander verbindet.

Gebaut wird dabei nicht als reine Rekonstruktion. Das Konzept kombiniert einzelne Leitbauten mit wiederhergestellten Fassaden und zeitgenössischer Architektur. Im Erdgeschoss sind Läden, Gastronomie, Büros und kulturelle Nutzungen vorgesehen, darüber dominiert Wohnen.

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Zwischen Landtag und Nikolaikirche: Das städtebauliche Konzept der Potsdamer Mitte

Konkret betrifft die aktuelle Bauphase die Blöcke III und IV zwischen Friedrich-Ebert-Straße, Alter Markt und Bildungsforum. Im südlichen Block III entstehen 14 neue Gebäude, im nördlich anschließenden Block IV weitere 15. Beide Abschnitte folgen der historischen Parzellierung, unterscheiden sich derzeit aber deutlich im Fortschritt.

Block III ist baulich weitgehend fertiggestellt, während im Block IV noch intensiv gearbeitet wird. Die Erika-Wolf-Straße bildet die verbindende Achse zwischen beiden Quartieren. Genau hier zeigt sich der Übergang: Gerüste, Baugruben und provisorische Wege prägen den Ort noch.

Potsdamer Mitte Block III: Entwicklung vom Rohbau zum Quartier

Seit 2021 entwickelte sich das Quartier Schritt für Schritt aus der Baugrube heraus. Nach der Rohbauphase folgten Dachaufbauten, Fassadenarbeiten und schließlich der Ausbau der Gebäude. Bis Anfang 2024 waren die Baukörper vollständig ausgebildet, Gerüste wurden abschnittsweise zurückgebaut und die künftigen Straßenräume erstmals ablesbar. Zu diesem Zeitpunkt galt der Block baulich als gefasst, auch wenn die Herstellung des öffentlichen Raums noch nicht abgeschlossen war.

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Im Verlauf des Jahres 2023 verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf den Innenausbau und die architektonische Ausformulierung der Gebäude. Technische Infrastruktur, Aufzüge und Haustechnik wurden installiert, Innenwände und Oberflächen ausgeführt. Gleichzeitig erhielten die Fassaden ihre endgültige Gestalt: Sandsteinelemente, Stuckprofile und Klinker prägten die Straßenansichten, Leitbauten wie der Plögersche Gasthof bekamen ihre historische Fassung zurück.

Leitbauten, Neubauten und der noch unfertige Stadtraum in der Potsdamer Mitte

Einzelne Leitbauten greifen historische Vorbilder auf, andere Häuser setzen bewusst zeitgenössische Akzente. Kunst am Bau, Innenhöfe und ergänzende Neubauten erweitern das klassische Blockgefüge. Trotz offener Flächen und erneuter Aufgrabungen wird die städtebauliche Struktur bereits lesbar: Blockränder stehen, Blickachsen funktionieren, und der künftige Straßenraum lässt sich nachvollziehen.

Mit dem Abschluss der Baugrundarbeiten und der endgültigen Pflasterung soll die Potsdamer Mitte ihren stadträumlichen Zusammenhang zurückgewinnen. Block III und IV zeigen dabei exemplarisch, wie komplex innerstädtische Neubauprojekte sind, besonders dort, wo Infrastruktur, Gestaltung und Bauabläufe eng miteinander verzahnt sind.

Quellen: Leon Lenk Fotografie, Potsdam.de, Potsdamer Mitte, Stadtspuren

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