Im Berliner Südosten verdichten sich mehrere große Sportprojekte; von der Alba-Arena bis zum Union-Campus, auch die VSG Altglienicke sucht nach einem geeigneten Standort für einen Stadion-Neubau. Entwickelt sich der „Boom-Korridor Südost“ rund um den BER damit auch zu einem neuen Berliner Sport-Hotspot?

Während neue Wohnquartiere wachsen, rückt ein weiterer Faktor in den Fokus: großmaßstäbliche Sportprojekte, wie der geplante Bau einer neuen Alba-Halle. Der Südosten Berlins könnte sich damit neu positionieren. / © Visualisierung: Erstellt mit Open AI / Collage ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: IMAGO / Günter Schneider

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Der Berliner Südosten gehört seit Jahren zu den dynamischsten Entwicklungsräumen der Hauptstadt. Zwischen Adlershof, Köpenick und dem Umfeld des Flughafens BER entstehen neue Wohnquartiere, Gewerbestandorte und Infrastrukturen.

Doch zunehmend rückt ein weiterer Aspekt in den Fokus: die Entwicklung großmaßstäblicher Sportinfrastruktur. Verdichten sich hier aktuell mehrere Projekte, die den Raum langfristig als Sportstandort profilieren könnten?

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Neue Alba-Arena in Adlershof: Impuls durch NBA Europe, Vorteil BER

Ein zentrales Vorhaben ist die geplante Arena des Basketball-Bundesligisten Alba Berlin in Adlershof. Die Halle soll rund 15.000 Zuschauer fassen und perspektivisch auch für internationale Wettbewerbe, etwa im Kontext einer möglichen NBA Europe, geeignet sein.

Der Standort ist dabei kein Zufall: Die Nähe zum Flughafen BER, die gute Anbindung und die wachsende Bedeutung Adlershofs als Wissenschafts- und Technologiestandort schaffen ideale Voraussetzungen für ein solches Projekt. Zudem ist der Standort mit S-Bahn und Tram hervorragend infrastrukturell erschlossen.

Zugleich könnte die Arena über den Sport hinaus wirken. Großveranstaltungen, Konzerte und internationale Events würden den Standort weiter aufwerten. Auch im Kontext einer möglichen Olympia-Bewerbung des Berliner Senats wird die Halle ganz sicher als Baustein einer modernen Sportinfrastruktur gesehen.

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1. FC Union Berlin: Ausbau rund um die Alte Försterei

Parallel dazu treibt der 1. FC Union Berlin die Weiterentwicklung seines Standorts in Köpenick voran. Neben dem geplanten Ausbau der Alten Försterei wurde bereits ein neues Trainingszentrum auf den Weg gebracht, das künftig zentrale Funktionen bündeln soll.

Ergänzt wird dies durch ein umfassendes Verkehrskonzept, das die Erreichbarkeit des Stadions verbessern und die Belastung für den umliegenden Kiez reduzieren soll. Damit entsteht rund um die Alte Försterei ein wachsender Sportcampus, der nicht nur für den Profifußball relevant ist, sondern auch infrastrukturelle Impulse für den gesamten Bezirk setzen soll.

Geplanter Ausbau des Stadions an der Alten Försterei: Der 1. FC Union möchte nicht nur die Kapazität seines Stadions erhöhen, sondern ein ganz neues Quartierszentrum errichten. / © Visualisierung: 1. FC Union Berlin

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VSG Altglienicke: Perspektiven für einen aufstrebenden Klub

Ein drittes Beispiel liefert die VSG Altglienicke. Der Regionalligist kämpft seit Jahren mit fehlender Infrastruktur und unklaren Stadionperspektiven. Gleichzeitig zeigt der sportliche Erfolg, dass auch im Berliner Südosten noch weiteres Potenzial für höherklassigen Fußball vorhanden ist.

Sollte es gelingen, dem Verein langfristig eine geeignete Spielstätte zu sichern, könnte dies die sportliche Entwicklung des Standorts zusätzlich stärken. Und natürlich sucht die VSG, beheimatet im Bezirk Treptow-Köpenick, nach einem Standort, der sich im Berliner Südosten befindet.

Treptow-Köpenick und BER-Region: Sport als Teil des „Boom-Korridors Südost“?

Die Projekte verdeutlichen, dass sich der sogenannte „Boom-Korridor“ im Berliner Südosten nicht mehr allein auf Wohnen und Gewerbe beschränkt. Vielmehr könnte durch ein weiteres Großprojekt wie die neue Alba-Halle ein vielschichtiger Entwicklungsraum entstehen, in dem Sport eine zunehmend wichtige Rolle spielt.

Die Kombination aus wachsender Bevölkerung, guter Verkehrsanbindung und der Nähe zum BER schafft dafür günstige Rahmenbedingungen. Ob daraus tatsächlich ein neuer Sport-Hotspot entsteht, hängt von der konsequenten Umsetzung der Projekte ab. Die aktuellen Entwicklungen deuten jedoch darauf hin, dass der Südosten Berlins künftig auch sportlich stärker in den Fokus rücken könnte.

Alba-Halle
Alte Försterei
Flughafenregion BER

Quellen: 1. FC Union Berlin, Alba Berlin, VSG Altglienicke, VSG Altglienicke

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One Comment

  1. a.t. 26. März 2026 at 14:53 - Reply

    Zum Korridor gehört auch noch der Wissenschaftsstandort Adlershof dazu.

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