Auf dem früheren Gelände der Beiersdorf-Zentrale in Eimsbüttel plant die TROMA ein neues Quartier mit bis zu 850 Wohnungen, Gewerbe, Kitas, Gastronomie und Mobilitätskonzept.

Auf dem ehemaligen Gelände der Beiersdorf-Zentrale zwischen Unnastraße und Quickbornstraße in Eimsbüttel soll ein neues Stadtquartier mit 850 Wohnungen entstehen. / © Foto: Beiersdorf AG
© Titelbild / Visualisierung: Duplex Architekten
Auf dem ehemaligen Beiersdorf-Areal zwischen Unnastraße und Quickbornstraße soll eines der größten Wohnungsbauprojekte in Eimsbüttel entstehen. Die TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung plant bis zu 850 Mietwohnungen, zwei Hochhäuser, Gewerbe, Kitas und neue öffentliche Wege durch das Quartier.
- Bezirk: Hamburg-Eimsbüttel
- Lage: Zwischen Unnastraße und Quickbornstraße
- Frühere Nutzung: Standort der Beiersdorf-Zentrale
- Investition: rund 700 Millionen Euro
- Erste Wohnungen: ab 2031 geplant
- Fertigstellung: bis 2035
Damit geht ein lange diskutiertes Stadtquartier in die nächste Phase. Das rund 34.000 Quadratmeter große Gelände wurde frei, nachdem Beiersdorf 2023 seine neue Unternehmenszentrale am Standort in der Beiersdorfstraße bezogen hatte.
Die Eigentümerin TROMA, die Beiersdorf-Pensionskasse, hat das Projekt nach einer erneuten Prüfung freigegeben. Nach Angaben der Projektpartner wurde das Vorhaben in den vergangenen zwei Jahren umfassend überarbeitet. Dabei passten die Verantwortlichen unter anderem das Wohn- und Nutzungskonzept, die Mobilitätsplanung, die Energieversorgung sowie die Freiraumgestaltung an die veränderten Rahmenbedingungen auf dem Bau- und Immobilienmarkt an. Die Grundidee des Quartiers blieb dabei erhalten.

Die Visualisierung zeigt einen der geplanten Hochpunkte im neuen Quartier auf dem ehemaligen Gelände der Beiersdorf-Zentrale in Eimsbüttel. Das Hochhaus mit begrünten Balkonen ergänzt die neuen Wohngebäude und ist Teil des Projekts mit 850 Wohnungen. / © Visualisierung: Duplex Architekten
Beiersdorf-Zentrale in Eimsbüttel wird zum neuen Wohnquartier
Die TROMA will rund 700 Millionen Euro investieren. Geplant sind ausschließlich Mietwohnungen. 20 Prozent davon sollen öffentlich gefördert werden. Das Quartier richtet sich an verschiedene Gruppen: Familien, Alleinstehende, Seniorinnen und Senioren, Studierende sowie Auszubildende. Außerdem sind Serviced Apartments vorgesehen. Damit verändert sich das frühere Büroareal deutlich.
Der Entwurf stammt von Duplex Architekten. Das Büro hatte 2023 den hochbaulichen Wettbewerb gewonnen. Die städtebaulichen Grundlagen stammen aus einem früheren Verfahren von ASTOC Architects and Planners und LAND Germany. In die Planung flossen außerdem Ergebnisse der Bürgerbeteiligung „Stadtmacherei Eimsbüttel“ ein.

Grüne Innenhöfe und gemeinschaftliche Freiflächen prägen das neue Quartier mit 850 Wohnungen auf dem ehemaligen Gelände der Beiersdorf-Zentrale in Eimsbüttel. / © Visualisierung: Duplex Architekten
850 Wohnungen, Gewerbe und zwei Hochhäuser in Eimsbüttel
Das neue Beiersdorf-Quartier soll nicht nur Wohnungen bieten. Vorgesehen sind auch Nahversorgung, Gastronomie, Gewerbe, Arbeitsflächen, kulturelle Angebote und Kitas. Laut NDR sollen fünf Blöcke entstehen. Die Wohnblöcke erreichen überwiegend fünf bis acht Geschosse und orientieren sich damit an der Höhe der bisherigen Verwaltungsgebäude. Zusätzlich plant die TROMA zwei Hochhäuser mit bis zu 14 Geschossen.
Auch die Wegeführung soll sich ändern. Zwei Hauptwege öffnen das Areal künftig für den Stadtteil. Das Hamburger Abendblatt nennt zudem eine Quartiersgasse, die Unnastraße und Quickbornstraße verbinden soll. Damit entsteht eine neue Verbindung im dicht bebauten Umfeld von Hoheluft-West und Eimsbüttel. Grüne Innenhöfe, Freiräume und gemeinschaftliche Bereiche sollen das Quartier ergänzen.
Das Freiraumkonzept sieht mehrere begrünte Innenhöfe, einen durchgehenden Grünzug sowie gemeinschaftlich nutzbare Dachterrassen vor. Zusammen mit den neuen öffentlichen Wegeverbindungen soll das bislang abgeschlossene Firmengelände stärker mit dem umliegenden Stadtteil verknüpft werden.

Der Masterplan sieht fünf Baufelder, eine neue Quartiersgasse und begrünte Freiräume für das neue Quartier auf dem ehemaligen Beiersdorf-Areal in Eimsbüttel vor. / © Visualisierung: Duplex Architekten
Mobilitätskonzept mit Quartiersgarage und Fahrradparkhaus
Ein wichtiger Punkt ist das Mobilitätskonzept. Geplant sind gebündelte Parkmöglichkeiten, Angebote für geteilte Mobilität und eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Ziel ist es, den ruhenden Verkehr weitgehend unter die Erde zu verlagern. Dadurch entstehen oberirdisch mehr Flächen für Grün, Aufenthalt und Fußgänger. Ergänzt wird das Konzept durch Angebote für geteilte Mobilität sowie ein großes Fahrradparkhaus.
Der Zeitplan bleibt in Teilen offen. Bevor der eigentliche Hochbau beginnen kann, muss zunächst das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen werden. Anschließend soll der Rückbau der bisherigen Gebäude frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2027 starten. Die ersten Wohnungen sollen ab 2031 bezugsfertig sein. Die vollständige Entwicklung des neuen Stadtquartiers erfolgt anschließend in mehreren Bauabschnitten.
Ehemalige Beiersdorf-Zentrale in Eimsbüttel
Quellen: Beiersdorf AG, NDR, Hamburger Abendblatt
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Bin seit über drei Jahren Wohnung suchend und wohne zur Zeit bei fördern und Wohnen in der Wohnunterkunft mit vier Kindern