Am Neuen Ufer in Moabit entsteht das neue Stadtquartier „Moaville“. Geplant sind rund 500 Wohnungen, Gewerbeflächen, zwei Hochhäuser und ein autoarmes Konzept.

Die Visualisierung zeigt eine belebte Straße im neuen Quartier „Moaville“ in Berlin-Moabit mit Gewerbeflächen, Nahversorgung, Bäumen, Fußgängern und moderner Bebauung am Neuen Ufer.

Blick in das geplante Stadtquartier „Moaville“ in Moabit mit Gewerbeflächen, Nahversorgung, Fußwegen und begrünten Stadträumen am Neuen Ufer. / © Visualisierung BAUWERT AG / Grüntuch Ernst Architekten

© Titelbild / Visualisierung: BAUWERT AG / Grüntuch Ernst Architekten

ANZEIGE

In Berlin-Moabit konkretisiert die BAUWERT AG ihre Pläne für das Entwicklungsareal am Neuen Ufer. Unter dem Namen „Moaville“ soll dort ein neues, autoarmes Stadtquartier entstehen. Vorgesehen sind Wohnungen, Gewerbe, Handwerk, kreative Nutzungen, Nahversorgung, Gastronomie und öffentlich zugängliche Freiräume.

  • Bezirk: Mitte
  • Adresse: Neues Ufer 13, 19, 25, 10553 Berlin
  • Projektstatus: Bebauungsplanverfahren läuft
  • Wohnungen: rund 500 Einheiten
  • Gewerbeflächen: circa 35.000 Quadratmeter
  • Arbeitsplätze: bis zu 1.500 möglich
  • Geplanter Bauzeitraum: 2028–2031

Das Areal liegt zwischen Huttenstraße, Wiebestraße, Klarenbachstraße und dem Charlottenburger Verbindungskanal. Bisher lief das Projekt unter dem Arbeitstitel „Neues Ufer“. Nun soll der neue Name dem Vorhaben eine eigene Identität geben. Nach Angaben des Unternehmens verweist „Moa“ auf Moabit, während „ville“ für Stadt und Quartier steht.

„Moaville“ am Neuen Ufer: Wohnungen, Gewerbe und Hochhäuser in Moabit

Die Planung umfasst rund 80.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Vorgesehen sind etwa 500 Wohnungen. Davon sollen 30 Prozent mietpreisgebunden entstehen. Neben dem Wohnen plant BAUWERT rund 35.000 Quadratmeter Gewerbe– und Arbeitsflächen. Diese sollen Raum für Büros, Handwerk, kreative Nutzungen und Angebote für das Quartier bieten. Insgesamt könnten auf dem Areal bis zu 1.500 Arbeitsplätze entstehen. Ergänzend sind eine Kindertagesstätte, Gastronomie und Nahversorgung vorgesehen.

ANZEIGE

Das Konzept setzt auf kurze Wege. BAUWERT beschreibt „Moaville“ als autoarmes, nachhaltiges 5-Minuten-Quartier. Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freiraum sollen eng miteinander verbunden werden. Geplant sind außerdem Grün- und Spielflächen sowie eine dekarbonisierte Energieversorgung. Das Areal am Charlottenburger Verbindungskanal soll langfristig öffentlich zugänglich werden und stärker in den bestehenden Stadtraum hineinwirken.

Der Lageplan zeigt das geplante Stadtquartier „Moaville“ in Berlin-Moabit am Neuen Ufer. Zu sehen sind die geplanten Gebäude, Grün- und Freiflächen sowie die Anordnung entlang des Charlottenburger Verbindungskanals.

Der Lageplan des geplanten Stadtquartiers „Moaville“ am Neuen Ufer in Berlin-Moabit zeigt die vorgesehenen Baukörper, Grünflächen und der Lage am Charlottenburger Verbindungskanal. / © Visualisierung: BAUWERT AG / Grüntuch Ernst Architekten

Neues Ufer: Städtebaulicher Wettbewerb und Bebauungsplanverfahren

Die Grundlage für die Entwicklung bildet ein städtebaulicher Wettbewerb. Als Sieger ging das Berliner Büro Grüntuch Ernst Architekten hervor. Dessen Entwurf dient nun als Basis für den Bebauungsplan, der sich aktuell in Aufstellung befindet. BAUWERT strebt an, dass der Bebauungsplan 2027 in Kraft tritt. Eine endgültige planungsrechtliche Entscheidung liegt damit noch nicht vor.

ANZEIGE

Zum Konzept gehören eine zurückgesetzte Blockrandbebauung, ein Gewerbegebäude und zwei Wohnhochhäuser. Für den Projektentwickler BAUWERT ist „Moaville“ tatsächlich das erste Projekt mit Hochhausanteilen. Gleichzeitig soll der historische Gebäudebestand erhalten und in das neue Quartier integriert werden. Auch die angrenzenden Unternehmen, darunter Siemens Energy AG und BEHALA GmbH, werden in die Entwicklung eingebunden.

Neues Stadtquartier in Moabit mit öffentlichem Anspruch

BAUWERT-Gründer Jürgen Leibfried erklärt, das Unternehmen wolle nicht nur Gebäude entwickeln, sondern frühzeitig Orte mit Identität schaffen. Vorstand Daniel Herrmann ordnet das Projekt als neues Stück Stadt für Berlin ein, das einen ehemaligen Industriestandort am Wasser in ein urbanes Quartier überführen soll. Die Aussagen unterstreichen den Anspruch, „Moaville“ nicht als abgeschlossene Projektentwicklung, sondern als Teil von Moabit zu planen.

Schon 2028 könnte der Bau beginnen, die Fertigstellung wird für 2031 angestrebt. Auf der Projektwebsite www.moaville.de gibt BAUWERT bis dahin erste Einblicke in das künftige Quartier und die geplanten Nutzungen.

ANZEIGE

Quartier „Moaville“

Quelle: BAUWERT AG, Grüntuch Ernst Architekten

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.