Die Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Mitte laden zur Beteiligung an der Zukunft der Potsdamer Straße ein. Im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) können Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibende und Initiativen ihre Ideen einbringen. Eine zentrale Veranstaltung findet am 17. Juli 2025 statt.
Potsdamer Straße in Berlin, Verkehr

Die Potsdamer Straße verläuft rund 2,5 Kilometer durch die Ortsteile Tiergarten und Schöneberg. Seit ihrer Anlage im Jahr 1831 verbindet sie Leipziger Straße und Hauptstraße als zentrale Verkehrsachse im Berliner Stadtbild. / © Foto: Wikimedia Commons, JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Marek-Sliwecki, CC BY-SA 4.0
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Die Potsdamer Straße verbindet nicht nur die Bezirke Mitte und Tempelhof-Schöneberg, sondern auch unterschiedliche Nutzungen, soziale Milieus und historische Schichten. Um diesen komplexen Stadtraum zukunftsfähig zu gestalten, erarbeiten beide Bezirke seit Herbst 2024 ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK).

Das ISEK soll die Grundlage für künftige Maßnahmen im Rahmen des Programms „Lebendige Zentren und Quartiere“ schaffen. Ziel ist es, die Potsdamer Straße und angrenzende Quartiere als urbanes Zentrum zu stärken, mit Raum für Wohnen, Arbeiten, Kultur und soziale Teilhabe.

Zweite Beteiligungsveranstaltung: Bezirke laden Anwohnende zum Dialog über die Zukunft der Potsdamer Straße ein

Am Donnerstag, dem 17. Juli 2025, laden die Bezirke zur zweiten öffentlichen Beteiligungsveranstaltung ein. Im Nachbarschaftstreff „HUZUR“ in der Bülowstraße können sich Anwohnende, Gewerbetreibende und Initiativen einbringen. Im Mittelpunkt steht die Diskussion über das aktuelle Leitbild, zentrale Handlungsfelder und erste Maßnahmenvorschläge.

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Das Planungsbüro FORWARD Planung und Forschung stellt den bisherigen Stand vor. Anschließend folgt ein moderierter Austausch an Thementischen, etwa zur Funktion des Zentrums, zur Gestaltung des öffentlichen Raums oder zur Nachbarschaftsentwicklung.

Ort der Identität: Bezirksstadträtin betont Rolle der Potsdamer Straße für das Quartier

Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an alle Interessierten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bereits seit dem Projektstart im Herbst 2024 wurden erste Beteiligungsschritte durchgeführt, sowohl digital als auch vor Ort.

Bezirksstadträtin Eva Majewski betonte, die Potsdamer Straße sei mehr als eine Verkehrsachse. Sie verstehe sich als Ort der Begegnung und der Identität. Das große bürgerschaftliche Engagement seit Projektbeginn unterstreiche die Bedeutung dieses Raums für die Stadtgesellschaft.

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Strukturiertes Konzept für einen historischen Ort: Das ISEK als Grundlage für den Wandel

Die Potsdamer Straße blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Als Teil der alten Reichsstraße 1 verband sie Berlin einst mit Potsdam. Im 20. Jahrhundert zählte sie zu den verkehrsreichsten Straßen Deutschlands, war aber auch von Krieg, Mauerbau und sozialer Segregation geprägt. Heute soll sie im Sinne einer integrativen Stadtentwicklung neu gedacht werden.

Das ISEK bietet dafür einen strukturierten Rahmen. Bis Ende 2025 soll ein Maßnahmenkonzept vorliegen, das auf den Ideen der Menschen vor Ort basiert. Die Bezirke sehen darin eine Chance, Potenziale zu heben, Missstände anzugehen und den Raum zwischen Kulturforum, Bülowstraße und Kleistpark weiterzuentwickeln.

Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, mein Berlin.de, Wikipedia

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3 Kommentare

  1. M.Hillen 7. Juli 2025 at 11:37 - Reply

    Unglaublich viel BlaBla und zeitgeistige Worthülsen… Sagt doch einfach, dass die Absicht besteht, die Aufenthaltsqualität und das Erscheinungsbild dieser Straße zu verbessern… ganz einfach. Und banal. Aber Berlin ist durchaus in der Lage, auch an einfachen und banalen Herausforderungen zu scheitern… Das fängt schon mit der Unfähigkeit an, eine klare und verständliche Sprache bei der Definition der Aufgabenbeschreibung und der Zielvorstellung zu benutzen. So wird das ganz bestimmt nichts..

  2. M.Hillen 7. Juli 2025 at 12:02 - Reply

    Unglaublich viel BlaBla und zeitgeistige Worthülsen…Sagt doch einfach, dass die Absicht besteht, die Aufenthaltsqualität und das Erscheinungsbild dieser Straße zu verbessern…ganz einfach. Und banal.
    Aber Berlin ist durchaus in der Lage, auch an einfachen und banalen Herausforderungen zu scheitern. Das fängt schon mit der Unfähigkeit an, eine klare und verständliche Sprache bei der Aufgabenbeschreibung und der Zielvorstellung zu benutzten. So wird das ganz bestimmt nichts…

  3. Tom 8. Juli 2025 at 18:06 - Reply

    Konsequent baulich getrennte, breite Radwege anlegen- damit sich alle Bevölkerungsschichten darauf sicher fühlen, nicht nur Kampfradler. Parkplätze reduzieren, aber Lieferverkehr und Behindertenparkplätze sicherstellen. Mehr Grün. So einfach.

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