Das Mauritiuskirchcenter in Lichtenberg steht leer und gilt aktuell als Lost Place. Nun sind der Abriss und ein Neubau geplant. Bis 2028 soll ein Gebäude für Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen entstehen.

Das Mauritiuskirchcenter in Lichtenberg steht kurz vor dem Abriss. Bis 2028 sollen hier neue Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Das Mauritiuskirchcenter in Lichtenberg steht seit Jahren leer und wirkt heute wie ein typischer Lost Place. Graffiti, abgesperrte Zugänge und erste Rückbauarbeiten prägen das Bild. Doch es liegen konkrete Pläne vor: Der Abriss ist vorgesehen, ein Neubau soll folgen. Ein Blick ins Innere verrät: Der Rückbau ist bereits vorbereitet.
- Bezirk: Berlin-Lichtenberg
- Adresse: Mauritiuskirchstraße 3, 10365 Berlin
- Geplante Maßnahme: Abriss und Neubau
- Nutzung künftig: Wohnen, Gewerbe, Dienstleistungen
- Geplante Fertigstellung: Ende 2028
Das Mauritiuskirchcenter liegt im Ortsteil Lichtenberg in unmittelbarer Nähe zur historischen Kirche St. Mauritius. Das Gebäude entstand Mitte der 1990er Jahre als Nahversorgungszentrum. Es sollte die Versorgung im Quartier bündeln und den Standort städtebaulich stärken.

Bauzäune sichern das Gelände des Mauritiuskirchcenters, während erste Rückbauarbeiten laufen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Blick auf entkernte Innenräume des Mauritiuskirchcenters während der Vorbereitung für den Abriss. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Mauritiuskirchcenter in Lichtenberg: Vom Einkaufszentrum zum Lost Place
Heute zeigt sich ein anderes Bild. Das Center steht leer. Fassaden sind beschädigt, viele Flächen sind mit Graffiti überzogen. Bauzäune sichern Teile des Geländes. Innenräume sind entkernt oder bereits zurückgebaut.
Ein Schild am Fenster verrät: Einbruch zwecklos, das Gebäude steht leer. „Hier ist nix zu holen“, heißt es. Hinweise auf Sicherung und Überwachung verdeutlichen unterdessen, dass das Gelände nicht zugänglich ist.
Parallel dazu veränderte sich das Umfeld. In direkter Nähe liegt das Ring-Center an der Frankfurter Allee, das gerade umfassend saniert und ausgebaut wird und das als stärker frequentierter Standort gilt. Das beeinflusst auch die Perspektiven des Mauritiuskirchcenters.

Ein Hinweisschild am Mauritiuskirchcenter in Lichtenberg erklärt, dass das leerstehende Gebäude überwacht wird. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das Mauritiuskirchcenter in Lichtenberg zeigt deutliche Spuren des Leerstands und wirkt heute wie ein Lost Place. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Abriss und neue Pläne für das Mauritiuskirchcenter: So geht es weiter
Entsprechend liegen für das Mauritiuskirchcenter konkrete Pläne vor. Das bestehende Gebäude soll vollständig abgerissen werden. Anschließend ist ein Neubau vorgesehen, der mehrere Nutzungen kombiniert.
Das Projekt verfolgt das Ziel, den Standort neu zu beleben. Geplant ist ein Nutzungsmix aus Wohnen, Arbeiten und Angeboten des täglichen Bedarfs. Im Fokus steht dabei ein Konzept für „Junges Wohnen“. Dieses soll sich an eine jüngere, urbane Zielgruppe richten.
Im Erdgeschoss sind kleinteilige Gewerbeflächen vorgesehen. Dazu zählen etwa Cafés oder Dienstleistungen für den Kiez. Ergänzend ist eine Tiefgarage geplant, um den ruhenden Verkehr zu organisieren und das Umfeld zu entlasten.

Das Gebäude des Mauritius Kirchcenters steht leer und prägt das Straßenbild in Lichtenberg. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Mixed-Use-Neubau in Lichtenberg soll bis Ende 2028 stehen
Der Baubeginn für den Neubau hängt von den erforderlichen Genehmigungen ab. Sobald diese vorliegen, soll die Umsetzung zeitnah starten. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist aktuell für Ende 2028 vorgesehen.
Nach Angaben des Bezirksamts wurde die Projektentwicklung im Vorfeld mit Behörden abgestimmt. Ziel ist eine nachhaltige Nutzung des Standorts. Die Lage im wachsenden Bezirk Lichtenberg sowie die gute Anbindung gelten als wichtige Faktoren für die Entwicklung.

Die gegenüberliegende Kirche St. Mauritius bildet einen historischen Kontrast zum Center. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Mauritiuskirchcenter (Lichtenberg)
Quellen: Bezirksamt Lichtenberg, Berliner Morgenpost
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