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Wie nah kommt die Realität der Vision? In Berlin wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Neubauten fertiggestellt, vom Hochhaus bis zum Wohnquartier. In diesem Beitrag zeigt ENTWICKLUNGSSTADT zehn Beispiele, bei denen die ursprünglichen Visualisierungen den tatsächlich umgesetzten Gebäuden gegenübergestellt werden.

Edge East Side Tower
Neubau Wohnungen WBM
Schöneberger Eck
GEWOBAG Hochhaus
WBM Neubau Barnimkiez
INK Berlin
THE B
Mietwohnungen STADT UND LAND
Kalle Neukölln
The Cube Berlin

© Visualisierung Titelbild (links): CMF Capital, RKW Architektur + / Foto rechts: STRABAG GmbH, Michael Kleber

 

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Was einst als digitale Vision begann, ist heute Teil des Berliner Stadtbilds. Zahlreiche Wohn- und Gewerbeprojekte sind in den vergangenen Jahren fertiggestellt worden und füllen sich zunehmend mit Leben – als Arbeitsorte, Wohnräume oder neue Treffpunkte im Kiez. Die Berliner Architekturlandschaft hat sich dabei spürbar verändert.

Entlang der Spree und an den großen Entwicklungsachsen entstehen markante Neubauten, die die Silhouette der Stadt neu definieren. Im Osten wachsen in Marzahn und Lichtenberg neue Wohnhochhäuser in den Himmel, während in Friedrichshain und Neukölln moderne Büroensembles auf ehemaligen Industrieflächen neue Impulse setzen. Auch in Mitte und Schöneberg sind in den vergangenen Jahren neue Bürogebäude entstanden, die zeitgenössische Architektur, technische Innovation und städtische Verdichtung miteinander verbinden.

East Side Tower in Friedrichshain: Amazon bezieht Berlins höchstes Hochhaus mit 142 Metern

Visualisierung Edge East Side Tower

Mit 142 Metern ragt der East Side Tower an der Warschauer Straße über den Berliner Stadtraum hinaus, seit Mitte Juni nun auch offiziell mit Amazon als Hauptmieter. / © Visualisierung (links): bloomimages Berlin GmbH / © Foto (rechts): ENTWICKLUNGSSTADT

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Der East Side Tower an der Warschauer Straße wurde nach Plänen des dänischen Architekturbüros Bjarke Ingels Group (BIG) realisiert und 2025 fertiggestellt. Entwickelt wurde das 142 Meter hohe Hochhaus mit 36 Etagen von der Edge Technologies in Kooperation mit OVG Real Estate. Amazon hat 33 Etagen des insgesamt rund 65.000 Quadratmeter großen Gebäudes angemietet und bündelt dort künftig bis zu 2.500 Arbeitsplätze. Neben Büroflächen entstehen auch öffentliche Bereiche wie das „KiezLab“ für Bildungsinitiativen sowie gastronomische Angebote, die den Turm stärker in den städtischen Raum integrieren sollen.

Marzahn: 137 neue Mietwohnungen der STADT UND LAND deutlich vor Zeitplan fertiggestellt

Rabensteiner Straße 44a in Marzahn: grüner Neubau mit Balkonen, umgeben von Bäumen

Das elfgeschossige Wohngebäude ist unweit der Landesgrenze zu Brandenburg entstanden und fällt mit seiner grünen Außenfassade auf. / © Visualisierung (links): Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH / © Foto (rechts): ENTWICKLUNGSSTADT

In Marzahn wurde ein Neubauprojekt der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft deutlich früher als geplant fertiggestellt. Statt im Herbst konnten die 137 Mietwohnungen bereits im Sommer 2025 übergeben werden. Das elfstöckige Gebäude an der Rabensteiner Straße bietet rund 8.100 Quadratmeter Wohnfläche und setzt auf einen hohen Anteil geförderter sowie barrierefreier Wohnungen. Etwa 90 Prozent der Einheiten sind Sozialwohnungen mit einer Nettokaltmiete von 6,60 Euro pro Quadratmeter. Durch die Umnutzung einer zuvor versiegelten Parkplatzfläche entstand dringend benötigter Wohnraum, ein Beispiel dafür, wie Berlin innerstädtisch verdichtet, ohne neue Flächen zu verbrauchen.

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Smarter Büroturm am Hauptbahnhof: Der CUBE Berlin vereint Architektur und digitale Intelligenz

Wie sieht das Bürogebäude von morgen aus? Das Gebäude CUBE Berlin ist mit smarter Technik von Kieback &Peter ausgebaut, die Raumklima, Energieverbrauch und Komfort intelligent steuert. / © Visualisierung (links): Reischer, CA Immo / Foto (rechts): Kieback + Peter

Der CUBE Berlin wurde 2020 nach Plänen von 3XN Architects fertiggestellt und zählt mit seinen 10.000 Quadratmetern Bürofläche zu den markantesten Neubauten am Hauptbahnhof. Entwickelt wurde das Projekt von CA Immo, die technische Gebäudeautomation stammt vom Berliner Unternehmen Kieback & Peter. Tausende Sensoren, Aktoren und ein lernfähiges Steuerungssystem vernetzen alle Gebäudefunktionen, von Klima und Beleuchtung bis zur Sicherheit. So soll der vollständig digitalisierte Glaskubus als Vorzeigeprojekt für intelligente, energieeffiziente Büroarchitektur in der Berlin-Mitte dienen.

Allee der Kosmonauten: GEWOBAG-Hochhaus mit heller Fassade und nachhaltigem Konzept prägt Marzahn

An der Allee der Kosmonauten ist ein 15-geschossiges Hochhaus mit 145 geförderten Wohnungen entstanden, das im Erdgeschoss ein Quartierscafé als Begegnungsort für die Nachbarschaft beherbergen wird. / © Visualisierung (links): VIIVA Architekten, GEWOBAG / © Foto (rechts): ENTWICKLUNGSSTADT

Das neue Hochhaus an der Allee der Kosmonauten prägt schon jetzt das Stadtbild im Berliner Bezirk Marzahn. Der 15-geschossige Bau, entworfen vom Architekturbüro Viiva Architekten unter Leitung von Ekkehart Keintzel, zeichnet sich durch seine helle, freundliche Fassade aus. Versetzte Fensterachsen und klar gegliederte Gebäudeflächen verleihen dem Turm trotz seiner Höhe eine leichte, moderne Anmutung. Die GEWOBAG ließ das Gebäude als Teil eines größeren Quartiers mit insgesamt rund 1.000 Wohnungen errichten, von denen 450 in kommunaler Hand bleiben.

Neubau der WBM im Barnimkiez: Bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum bis Ende 2025

Visualisierung Neubau BarnimkiezNeubau kurz vor der Fertigstellung in weißer Fassade.

Auf dem ehemaligen Parkplatzgrundstück an der Weinstraße sind die 33 neuen Wohnungen bereits klar erkennbar und die Fassade ist bereits fertiggestellt. / © Visualisierung (links): Lechner Immobilien Development GmbH / © Foto (rechts): ENTWICKLUNGSSTADT /

Im Friedrichshainer Barnimkiez entsteht an der Weinstraße ein Neubau der landeseigenen WBM, der 33 Wohnungen umfasst und bis Ende 2025 fertiggestellt werden soll. Während der Rohbau bereits abgeschlossen ist, laufen derzeit der Innenausbau und die Gestaltung der Außenflächen. Das von Praeger Richter Architekten entworfene Gebäude erfüllt den KfW-55-Standard, kombiniert Dach- und Fassadenbegrünung mit innovativen Baumaterialien und setzt auf serielle Bauweise zur Verkürzung der Bauzeit. So schafft die WBM neuen, barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum, der den Charakter des Barnimkiezes respektvoll ergänzt.

Neues Gewerbeprojekt „Inspire Neukölln“ bietet Raum für 2.000 Arbeitsplätze in Berlin-Britz

Grün-blauer Neubau, Gewerbekomplex "Inspire Neukölln"

Nach etwa zweijähriger Bauzeit ist das „Inspire Neukölln“ fertiggestellt. Nun gibt es in der Nähe der Grenzallee Raum für bis zu 2.000 Arbeitsplätze. / © Visualisierung (links): CMF Capital, RKW Architektur + / Foto (rechts): STRABAG GmbH, Michael Kleber

Nach rund zweijähriger Bauzeit ist das Gewerbeprojekt „Inspire Neukölln“ an der Ballinstraße 15 in Berlin-Britz fertiggestellt. Auftraggeber sind die CMF Capital GmbH und EPISO 5, die das Projekt von der Ed. ZÜBLIN AG realisieren ließen. Das Ensemble umfasst zwei sechsgeschossige Baukörper mit insgesamt 30.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche und wird vollständig fossilfrei betrieben. Mit begrünten Innenhöfen, effizienter Wärmepumpentechnik und DGNB-Platin-Zertifizierung setzt der Neubau neue Maßstäbe für nachhaltige Arbeitswelten in den Berliner Außenbezirken.

Lichtenberg: 173 neue Mietwohnungen an der Landsberger Allee fertiggestellt

Visualisierung WBM Landsberger Allee in Lichtenberg

An der Landsberger Allee, unweit der Lichtenberger IKEA-Filiale, stellt die WBM 173 neue, landeseigene Mietwohnungen fertig. / © Visualisierung (links): QUARTER BACK / © Foto (rechts): ENTWICKLUNGSSTADT /

Die landeseigene WBM hat ihr Neubauprojekt an der Landsberger Allee 313–319 in Lichtenberg abgeschlossen. In dem sechsgeschossigen Gebäude entstanden 173 Mietwohnungen mit rund 13.200 Quadratmetern Wohnfläche, davon 89 mietpreisgebunden und 87 barrierefrei. Eine Kita im Erdgeschoss sowie ein begrünter Innenhof mit Spielplatz ergänzen das soziale Quartier. Mit der Fertigstellung setzt die WBM ein weiteres Zeichen für bezahlbaren und inklusiven Wohnraum in der Hauptstadt.

„Kalle Neukölln“: Revitalisiertes Kaufhaus bietet 40.000 Quadratmeter für Arbeit, Kultur und Gastronomie

Das Kalle Neukölln an der Karl-Marx-Straße in heller weißer Fassade.

Das frühere Kaufhaus und das angrenzende Parkhaus wurden im „Kalle Neukölln“ zu einem Gebäude verbunden, heute verknüpft durch einen Eventbereich im Erdgeschoss und eine gläserne Brücke auf der Dachterrasse. / © Visualisierung (links): MREI / Foto (rechts): ENTWICKLUNGSSTADT

Nach sechs Jahren Umbau wurde das ehemalige Karstadt-Kaufhaus an der Karl-Marx-Straße als „Kalle Neukölln“ offiziell eröffnet. Projektentwickler ist die Maruhn Real Estate Investment GmbH (MREI), die gemeinsam mit Architekt Max Dudler rund 200 Millionen Euro in die Umgestaltung investierte. Das Gebäude umfasst 40.000 Quadratmeter Fläche mit Büros, Gastronomie, Einzelhandel und einem öffentlichen Dachgarten. Zu den Mietern zählen unter anderem die Code University, The Delta Campus, Smartvillage, Rough Trade und Soundcloud – sie wollen das „Kalle Neukölln“ zu einem neuen Zentrum für Innovation, Bildung und urbanes Leben im Herzen Neukölln machen.

Gewerbestandort in Schöneberg: „Schöneberger Eck“ überzeugt mit nachhaltiger Architektur und neuen Mietern

Visualisierung vom Schöneberger Eck

Das zwölfgeschossige Büro- und Wohnensemble ‚Schöneberger Eck‘ vereint Büroflächen, Mietwohnungen und Einzelhandelsnutzungen unter einem Dach. / © Visualisierung (links): ROCKSTONE Real Estate, DGI Bauwerk Gesellschaft von Architekten mbH / Foto (rechts): ENTWICKLUNGSSTADT

Das zwölfgeschossige Gewerbeprojekt „Schöneberger Eck“ an der Martin-Luther-Straße 48–50 wurde von ROCKSTONE Real Estate entwickelt und nach Plänen von DGI Bauwerk realisiert. Der Neubau bietet rund 6.600 Quadratmeter flexible Büroflächen, ergänzt durch Wohnungen und Einzelhandel im Erdgeschoss. Zu den neuen Mietern zählen SHRS Consulting, der skandinavische Möbelhersteller FLOKK sowie ein Yoga- und Pilates-Studio; bereits zuvor hatte Budni dort Flächen bezogen. Mit seiner LEED-Platin-Zertifizierung, einer markanten Metallfassade und einem Mobilitätskonzept mit E-Ladestationen setzt das Gebäude Maßstäbe für nachhaltige Gewerbeimmobilien in Schöneberg.

Neues Büroensemble in Friedrichshain: „The B“ bietet 22.000 Quadratmeter moderne Arbeitsflächen

Visualisierung vom "The B" in der Revaler Straße

Jedes der fünf Obergeschosse umfasst etwa 3.300 Quadratmeter Bürofläche, die flexibel in bis zu vier Einheiten unterteilt werden können. Damit bietet das Gebäude vielseitig nutzbare Flächen auf insgesamt rund 22.000 Quadratmetern. / © Visualisierung (links): Townscape / Eike Becker Architekten / Foto (rechts): ENTWICKLUNGSSTADT

Das Büroprojekt „The B“ an der Revaler Straße 32 wurde vom Berliner Entwickler Townscape realisiert und nach Plänen von Eike Becker Architekten entworfen. Der sechsgeschossige Neubau umfasst rund 22.000 Quadratmeter flexibel nutzbare Büroflächen. Erste Mieter wie das Softwareunternehmen Lightspeed Pos Germany sind bereits eingezogen, während der Innenhof und die Erdgeschossflächen noch ausgebaut werden. Mit Dachterrasse, geplanter Begrünung und Gastronomieangeboten soll „The B“ die Quartiersentwicklung zwischen RAW-Gelände und Ostkreuz prägen.

 

Quellen: Townscape, Architektur Urbanistik Berlin, Eike Becker Architekten, Gateway Real Estate, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Kondor Wessels Holding GmbH, STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH, Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Berliner Morgenpost, Teupe Gruppe, GEWOBAG, WBM, Airport Region Berlin Brandenburg, Architektenkammer Berlin, ROCKSTONE Real Estate, Sowohntberlin.de, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Catella Real Estate, Praeger Richter Architekten GmbH, Lechner Immobilien Development GmbH, CMF Capital, INK, RKW Architektur +, Architektur Urbanistik Berlin, Kalle Neukölln, smartvillage, Maruhn Real Estate Investment GmbH, Kieback&Peter GmbH & Co. KG, 3XN Architects

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