An der Wuhlheide-Brücke in Oberschöneweide hat der sichtbare Abriss der verbliebenen Rampen begonnen. Zuerst verschwindet die östliche Rampe in Richtung Köpenick.

Mehrere Baumaschinen stehen an der Wuhlheide-Brücke bereit. Während des Abrisses bleibt die Fahrbahn im Bereich der Kreuzung deutlich verengt. / Foto: © ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Wuhlheide-Brücke in Oberschöneweide ist nun deutlich zu sehen, was sich Ende August erst angekündigt hatte. Schwere Baumaschinen arbeiten auf der ehemaligen Auffahrt, große Teile der Fahrbahn sind bereits aufgebrochen. Damit beginnt die letzte sichtbare Phase beim Abriss des früheren Brückenbauwerks.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Kreuzung Rummelsburger Straße / Treskowallee / Edisonstraße / An der Wuhlheide
- Projektstatus: Abriss der verbliebenen Rampen läuft
- Offizieller Baubeginn: Juli 2026
- Voraussichtliche Bauzeit: vier Monate
Noch vor wenigen Tagen standen die beiden Rampen der ehemaligen Brücke weitgehend unverändert zwischen den abgesperrten Fahrbahnen. Inzwischen hat sich das Bild deutlich verändert. Auf der östlichen Rampe arbeiten Abrissbagger, Teile der Fahrbahnplatte und des darunterliegenden Betons liegen bereits als Bruchmaterial auf dem Bauwerk und davor.
Oberschöneweide: Zwei 90 Meter lange Rampen werden abgebrochen
Der Umfang der Arbeiten ist beträchtlich. Die verbliebenen Rampen stammen aus dem Jahr 1989 und bestehen aus Widerlagern und Stützwänden aus Stahlbeton. Nach Angaben der Senatsverwaltung sind die beiden Bauwerke jeweils 90 Meter lang und 9,50 Meter breit. Zusammen umfassen sie rund 1.710 Quadratmeter.
Der eigentliche Brückenüberbau ist dagegen bereits seit mehr als einem Jahr Geschichte. Wegen gravierender Risse und erheblicher Materialdefizite hatte Berlin die Brücke 2025 kurzfristig gesperrt. Die Verwaltung sah die Tragfähigkeit und damit die Sicherheit des Bauwerks nicht mehr gewährleistet. Anschließend wurden Überbau und Pfeiler im Rahmen einer Notmaßnahme entfernt.

Auf der östlichen Rampe der Wuhlheide-Brücke in Oberschöneweide hat der Abriss begonnen. Ein Bagger arbeitet bereits auf dem aufgebrochenen Beton. / Foto: © ENTWICKLUNGSSTADT
Wuhlheide-Brücke: Warum die Rampen zunächst stehen blieben
Die Rampen gehörten damals ausdrücklich nicht zu dieser Notmaßnahme. Bei ihnen bestand nach Angaben der Verwaltung keine vergleichbare unmittelbare Gefahr. Deshalb konnte ihr späterer Rückbau regulär vorbereitet und mit der künftigen Gestaltung der Kreuzung verbunden werden.
Offiziell laufen die Arbeiten seit dem 27. Juli. Zunächst konzentrierte sich das Geschehen jedoch auf Baustelleneinrichtung, Absperrungen und die veränderte Verkehrsführung. Der nun sichtbare Betonabriss folgt damit mehrere Wochen nach dem formalen Start der Maßnahme. Die Verkehrsinformationszentrale führt die Baustelle derzeit bis zum 11. November 2026. Die Senatsverwaltung selbst nennt weiterhin eine voraussichtliche Dauer von vier Monaten.

Auch auf den Flächen neben der früheren Wuhlheide-Brücke laufen Bauarbeiten. Der Rückbau der Rampen ist mit Arbeiten an den angrenzenden Verkehrsflächen verbunden. / Foto: © ENTWICKLUNGSSTADT
Nach dem Abriss wird die Kreuzung An der Wuhlheide umgebaut
Mit dem Verschwinden der Rampen endet die Maßnahme noch nicht. Auf den frei werdenden Flächen sollen durchgängige Mittelstreifen entstehen. Außerdem plant Berlin eine Zufahrt zum Einzelhandel aus der stadteinwärts führenden Fahrbahn. Die Fußwegquerungen im Kreuzungsbereich sollen wieder regelgerecht hergestellt werden. Hinzu kommt eine Verlängerung der Linksabbiegespur von der Rummelsburger Straße in die Treskowallee.
Während dieser Arbeiten bleibt der Autoverkehr auf der Rummelsburger Straße und An der Wuhlheide auf höchstens einen Fahrstreifen je Richtung beschränkt. Eine großräumige Umleitung ist nicht vorgesehen.
Abriss der Wuhlheide-Brücke in Oberschöneweide
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Verkehrsinformationszentrale Berlin
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One Comment
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Genau in der ersten Stunde, nachdem damals die Brücke gesperrt wurde, wusste ich – niemals wird dort wieder einen Ersatzbau geben.
Der Osten leistete sich den Luxus, aber dazu ist einfach zu wenig Verkehr.
Nichtmal zu Stossueiten ist dort nennenswerter Satu.