Nach dem Abriss der Wuhlheide-Brücke in Treptow-Köpenick stehen noch die Rampen. Der Abriss ist geplant und es gibt auch Ideen, wie die Kreuzung künftig umgebaut werden soll.

Die Wuhlheide-Brücke in Oberschöneweide wurde im Mai 2025 abgerissen. Seitdem stehen nur noch die Rampen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Fast ein Jahr nach dem Abriss der Wuhlheide-Brücke in Treptow-Köpenick prägen noch immer zwei Rampen das Bild an der stark befahrenen Kreuzung zwischen Rummelsburger Straße, An der Wuhlheide und Treskowallee. Die Brücke musste im Mai 2025 kurzfristig wegen akuter Einsturzgefahr zurückgebaut werden. Seitdem stellt sich für Anwohner und Verkehrsteilnehmer die Frage, wie es mit der Kreuzung weitergeht.
Die verbliebenen Rampen sind kein Zufall. Nach Angaben der zuständigen Senatsverwaltung greifen die Bauwerke konstruktionsbedingt in den Baugrund ein. Ein isolierter Abriss wäre nur mit erheblichen Eingriffen in die umliegenden Verkehrsflächen möglich.
Wuhlheide-Brücke: Abriss der Rampen im Sommer 2026
Die Planung sieht vor, den Abriss der Rampen im Sommer 2026 umzusetzen. Dieser Schritt ist Teil eines umfassenden Umbaus des Verkehrsknotens in Treptow-Köpenick. Ziel ist es, Bauarbeiten zu bündeln und die Belastung für den Verkehr möglichst gering zu halten.
Die bisherige Infrastruktur entspricht in Teilen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Insbesondere die Fahrstreifenbreiten gelten als nicht regelkonform. Durch die Kombination aus Rampen-Abriss und Umbau sollen diese Defizite gleichzeitig behoben werden.
Neue Verkehrsführung an ehemaliger Wuhlheide-Brücke geplant
Konkret plant die Verkehrsverwaltung mehrere Anpassungen. Unter anderem sollen die Mittelstreifenbereiche neben den bisherigen Rampen miteinander verbunden und der Fahrbahn zugeschlagen werden. Dadurch entsteht zusätzlicher Platz für den Straßenverkehr.
Zudem ist vorgesehen, im Bereich der Kreuzung eine zusätzliche Linksabbiegerspur von der Rummelsburger Straße in die Treskowallee einzurichten. Bestehende Abbiegespuren sollen verlängert werden. Gleichzeitig werden die Fahrstreifen so angepasst, dass künftig zwei regelkonforme Spuren zur Verfügung stehen.

Die Rampen der Wuhlheide-Brücke werden im Sommer 2026 werden abgerissen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Kein Neubau der Wuhlheide-Brücke vorgesehen
Ein Neubau der Wuhlheide-Brücke ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen. Innerhalb der Verwaltung wird diese Option nicht als notwendig eingeschätzt. Auch alternative Konzepte wie ein Kreisverkehr wurden diskutiert, befinden sich jedoch nicht in konkreter Planung.
Offen bleibt auch die Frage einer möglichen Straßenbahnverlängerung. Eine Verbindung von der Wuhlheide in Richtung Ostkreuz wird weiterhin als Option betrachtet, ist jedoch nicht Bestandteil des aktuellen ÖPNV-Bedarfsplans. Die geplanten Umbauten schließen eine spätere Umsetzung allerdings nicht aus.
Finalen Entwurf für ehemalige Wuhlheide-Brücke gibt es nicht
Der vollständige Abriss der ehemaligen Brücke wird mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro beziffert. Die weiteren Maßnahmen am Verkehrsknoten befinden sich derzeit im Genehmigungs- und Abstimmungsprozess.
Ein finaler Entwurf für die künftige Verkehrsführung liegt noch nicht vor. Nach Abschluss der Planungen sollen die entsprechenden Unterlagen veröffentlicht werden.
Wuhlheide-Brücke (Oberschöneweide)
Quellen: Berliner Kurier, Tagesspiegel
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