Die Wuhletalbrücke in Berlin-Marzahn-Hellersdorf ist nach mehreren Jahren Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben. Der Ersatzneubau war notwendig, da das alte Bauwerk erhebliche Schäden aufwies. Mit der Inbetriebnahme erhält der Bezirk eine wichtige Verkehrsverbindung zurück, die sowohl für Anwohnerinnen und Anwohner als auch für die regionale Wirtschaft von Bedeutung ist.

Staatssekretär für Mobilität und Verkehr Arne Herz mit Bezirksbürgermeisterin Nadja Zirkovic bei der Einweihung der neuen Wuhletalbrücke. / © Foto: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
© Fotos: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
Am 4. September 2025 wurde die neue Wuhletalbrücke in Berlin-Marzahn-Hellersdorf für den Verkehr freigegeben. Die Brücke liegt im Zuge der Märkischen Allee und stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Bundesstraße B 158, der Autobahn A 10 und dem Berliner Stadtgebiet dar. Sie spielt damit nicht nur für den Alltagsverkehr eine Rolle, sondern auch für die Anbindung zahlreicher Gewerbegebiete im Bezirk.
Das Vorgängerbauwerk war 1984 errichtet worden, doch nach jahrzehntelanger Nutzung zeigten sich erhebliche Schäden. Besonders die verbauten Spannstähle galten als problematisch. 2019 musste die Brücke deshalb vollständig gesperrt werden. Anfang 2022 folgte der Abriss bis auf die Fundamente.
Ersatzneubau in Verbundbauweise: 13,2 Millionen Euro Investition und vier Jahre Bauzeit an der Märkischen Allee
Der nun fertiggestellte Ersatzneubau wurde in Verbundbauweise aus Stahlträgern und Beton errichtet. Die Brücke ist 39,70 Meter lang und 22,50 Meter breit, ihre Fläche umfasst 883 Quadratmeter. Die Baukosten beliefen sich auf rund 13,2 Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundes- und Landesmitteln.
Die Bauzeit erstreckte sich von Ende 2021 bis September 2025. Während der Bauarbeiten kam es mehrfach zu Sperrungen, unter anderem beim Einbau der Stahlträger. Der Verkehr wurde in dieser Zeit über provisorische Umleitungen geregelt.
Bedeutung für Mobilität und Wirtschaft: Wuhletalbrücke stärkt Verkehrs- und Gewerbeanbindung in Marzahn-Hellersdorf
Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic erklärte, die Brücke sichere sowohl die Mobilität als auch die wirtschaftliche Entwicklung in Marzahn-Hellersdorf. Aufgrund massiver Schäden sei der Ersatzneubau zwingend erforderlich gewesen, um die Standsicherheit zu gewährleisten und die wichtige Verkehrsverbindung wiederherzustellen. Sie dankte allen Beteiligten für die Zusammenarbeit bei dem Infrastrukturprojekt.
Die Märkische Allee zählt zu den stark frequentierten Straßen Berlins und wird regelmäßig auch von Schwerlast- und Großraumtransporten genutzt. Mit der neuen Brücke ist die Durchlässigkeit für diese Verkehrsarten nun wieder dauerhaft gesichert.
Mehr Platz für Rad- und Fußverkehr: Neubau berücksichtigt auch künftige Straßenbahntrasse
Bei der Planung des Neubaus wurden nicht nur der motorisierte Verkehr, sondern auch Fuß- und Radwege berücksichtigt. Die neue Brücke bietet separate Radstreifen mit einer Breite von 2,50 Metern sowie beidseitige Gehwege. Damit erfüllt das Bauwerk die Anforderungen des Berliner Mobilitätsgesetzes und schafft zusätzliche Querungsmöglichkeiten für den nicht-motorisierten Verkehr.
Darüber hinaus wurde in der Planung auch eine mögliche Straßenbahntrasse entlang der Wuhletalstraße berücksichtigt. Somit bleibt das Bauwerk flexibel für künftige Erweiterungen im öffentlichen Nahverkehr.
Abbau des Sanierungsstaus: Wuhletalbrücke als Beispiel für Investitionen in die Berliner Infrastruktur
Die Freigabe der Wuhletalbrücke steht exemplarisch für den Abbau des Instandsetzungsrückstaus bei Brückenbauwerken in Berlin. Auch in Marzahn-Hellersdorf sind weitere Maßnahmen im Gang, die mit Einschränkungen im Straßenverkehr verbunden sind. Sie gelten jedoch als notwendige Investition in die Infrastruktur des Bezirks.
Die Wiedereröffnung der Wuhletalbrücke schafft damit nicht nur eine direkte Entlastung für den Verkehr im Nordosten der Stadt, sondern verdeutlicht zugleich den Stellenwert kontinuierlicher Sanierungen im Berliner Straßennetz.

Die Wuhletalbrücke verbindet die Bundesstraße B 158 von der Autobahn A 10 mit dem Berliner Stadtgebiet und sorgt zugleich für die Anbindung zahlreicher Gewerbegebiete. / © Foto: SenMVKU
Quellen: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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