Auf dem ehemaligen Brachgelände an der Bisamstraße in Berlin-Mahlsdorf schreiten die Bauarbeiten für ein neues Wohnquartier sichtbar voran. Erste Baumaterialien sind angeliefert, mehrere Baugruben bereits ausgehoben. Bis 2027 sollen hier 248 Wohnungen in nachhaltiger Bauweise entstehen.

Auf dem rund zehn Hektar großen Gelände zwischen Bisamstraße und Stralsunder Straße laufen seit dem Frühjahr 2025 die vorbereitenden Arbeiten. Der Aushub schreitet voran, erste Baumaschinen sind im Einsatz und Materialien wie Dämmstoffe wurden bereits geliefert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Auf dem Gelände zwischen Bisamstraße, Stralsunder Straße und Seidenschwanzstraße hat sich in den letzten Wochen einiges getan. Die ersten Bagger sind im Einsatz, mehrere Baugruben sind bereits ausgehoben und der Boden ist für die weiteren Arbeiten vorbereitet worden. Auf der Baustelle sind nicht nur die Zufahrten eingerichtet, sondern auch erste Maschinen und Materialien wie Dämmplatten eingetroffen.
Die visuelle Veränderung des Areals ist deutlich zu erkennen. Große Erdhügel am Rand des Geländes zeigen, dass die Erdarbeiten in vollem Gange sind. Die logistischen Vorbereitungen für den Bau haben begonnen.
DEGEWO plant Wohnraum für viele Zielgruppen: Wohnungen in verschiedenen Größen und Ausstattungen
Das Bauvorhaben umfasst 35 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 248 Mietwohnungen. Diese sollen Platz für Familien, Paare, Alleinlebende und ältere Menschen bieten. Die Wohnungsgrößen reichen von 52 bis 141 Quadratmeter und verteilen sich auf zwei bis fünf Zimmer.
Das Konzept sieht eine soziale Mischung vor. Mehr als die Hälfte der Wohnungen wird öffentlich gefördert. Zudem sind 108 Einheiten barrierefrei geplant, um auch Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ein passendes Wohnangebot zu machen. Jede Wohnung soll mit einem Balkon oder einer Terrasse ausgestattet werden.
Quartier in Mahlsdorf mit Fokus auf Nachhaltiger Bauweise: Energieeffizienz und umweltfreundliche Technik
Neben dem sozialen Anspruch verfolgt das Projekt auch hohe ökologische Ziele. Alle Gebäude werden im Effizienzhaus-40-Standard errichtet, was einen besonders geringen Energiebedarf bedeutet. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Wärmeversorgung durch Geothermie.
Darüber hinaus sollen Photovoltaikanlagen auf den begrünten Dächern Strom erzeugen. Das Regenwasser wird über die Gründächer gespeichert, was das Mikroklima im Quartier verbessern soll. In Kombination mit der Holz-Hybrid-Bauweise entsteht ein nachhaltiger Gebäudekomplex, der auf langfristige Umweltverträglichkeit setzt.
Beteiligung und Kritik aus dem Umfeld: Anwohnende fordern weniger Verdichtung an der Bisamstraße
Obwohl die Planungen durch Beteiligungsverfahren begleitet wurden, sehen Anwohnende das Projekt kritisch. Die Bürgerinitiative Bisamstraße, die sich aus über 400 Personen zusammensetzt, kritisiert vor allem die dichte Bebauung.
Nach Auffassung der Initiative hätte eine Bebauung mit Einfamilienhäusern besser zum Charakter des Viertels gepasst. Außerdem äußern Anwohnende Bedenken hinsichtlich der künftigen Verkehrsbelastung und der Veränderung des gewachsenen Umfelds. Die DEGEWO betont dagegen, dass das Projekt dringend benötigten Wohnraum schafft und durch die Mischung aus gefördertem und freifinanziertem Wohnraum soziale Vielfalt fördern soll.
Ergänzende Infrastruktur für das neue Quartier: Kita, Grünflächen und Anbindung an den Verkehr
Mit dem Neubauprojekt entsteht nicht nur Wohnraum, sondern auch neue Infrastruktur. Im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags hat die DEGEWO bereits eine Kita mit 80 Plätzen und eine öffentliche Grünfläche mitfinanziert. Weitere Flächen sind für eine Schule und eine Jugendfreizeiteinrichtung vorgesehen, um das künftige Wohngebiet auch für Familien attraktiv zu gestalten.
Darüber hinaus sollen 51 Grundstücke für Einfamilienhäuser im Erbbaurecht vergeben werden. Der Ausbau der Stralsunder Straße verbessert außerdem die Verkehrsanbindung. Damit erhält das Quartier nicht nur neue Wohnungen, sondern auch eine funktionale Anbindung und ergänzende Nutzungen, die dem Alltag der neuen Bewohnerinnen und Bewohner dienen sollen.
Zeitplan für die Fertigstellung des Quartiers an der Bisamstraße: Bezug ab Sommer 2027 geplant
Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für den Sommer 2027 vorgesehen. Bis dahin wird das Projekt in mehreren Etappen umgesetzt. Auch wenn es kritische Stimmen aus der Nachbarschaft gibt, zeigen die aktuellen Fortschritte auf der Baustelle, dass hier ein konkreter Beitrag zur Entlastung des Berliner Wohnungsmarkts geleistet wird. Angesichts des anhaltenden Wohnungsmangels stellt das Neubauvorhaben in Mahlsdorf einen wichtigen Schritt dar, um das Angebot an bezahlbarem Wohnraum in der Stadt auszubauen.

Erste Dämmmaterialien liegen bereit, um in den kommenden Bauphasen verbaut zu werden. Die Gebäude werden im besonders energiesparenden Effizienzhaus-40-Standard errichtet. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Entlang der Straßenfront sind die Bauflächen gesichert und die Erdarbeiten in vollem Gange. In mehreren Abschnitten entstehen hier bis 2027 insgesamt 248 Wohnungen in 35 Mehrfamilienhäusern. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: DEGEWO, Bürgerinitiative Bisamstraße
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Die von der CDU aufgehetzte Anwohnerschaft, insbesondere diejenigen, die dort selbst erst wenige Jahre wohnt, ist von Anfang an durch die Konservativen um Mario Czaja geblendet worden. Jetzt, wo die CDU selbst in Verantwortung ist, kriegt sie sie nicht mehr eingefangen. Die CDU hat wissentlich Unfrieden im Bezirk gestiftet, weil ihnen der Kampf um Macht wichtiger als ein verträgliches Auskommen aller ist.