Bis Ende 2028 sollen in Berlin mehr Wohnungen entstehen als in jeder anderen deutschen Stadt. Eine bundesweite Analyse zeigt, wie groß der Abstand zu München, Hamburg und weiteren Metropolen ausfällt.

Berlin liegt mit großem Abstand an der Spitze der deutschen Metropolen. Die Grafik zeigt die Zahl der geplanten Wohnungen bis Ende 2028 im Vergleich zu München, Hamburg und weiteren Großstädten. / © Grafik: GeoMap by Real Estate Pilot
© Foto Titelbild: WBM / Claudius Pflug / Grafik: GeoMap by Real Estate Pilot
Berlin diskutiert seit Jahren über fehlenden Wohnraum, lange Planungsverfahren und stockende Bauprojekte. Eine neue bundesweite Auswertung richtet den Blick nun auf die Vorhaben, die bereits eine aktive Projektphase erreicht haben. Dabei zeigt sich, wie stark sich der geplante Wohnungsbau in Deutschland auf wenige deutsche Großstädte und wirtschaftsstarke Regionen konzentriert.
- Anzahl der Projekte: 416 aktive Wohnbauprojekte
- Geplante Wohnungen: 43.520
- Betrachteter Zeitraum: Geplante Fertigstellungen bis Ende 2028
- Stand der Analyse: Juli 2026
Nach Angaben der Real Estate Pilot AG sollen in Berlin bis Ende 2028 insgesamt 43.520 Wohnungen entstehen. Die Daten verteilen sich auf 416 aktive Wohnbauprojekte. Damit erreicht die Hauptstadt nicht nur die höchste Zahl geplanter Wohnungen, sondern auch die größte Zahl erfasster Vorhaben unter den deutschen Metropolen. Die Analyse berücksichtigt ausschließlich konkrete Wohnbauprojekte, die sich in einer aktiven Phase befinden und für die Angaben zur geplanten Wohnungszahl vorliegen.
Neue Wohnungen in Berlin: Mehr als doppelt so viele wie in München
Der Abstand zum zweiten Platz fällt deutlich aus. München kommt auf 19.486 geplante Wohnungen in 293 Projekten. In Berlin sollen damit rund 24.000 Wohnungen mehr entstehen. Hamburg belegt mit 16.526 Wohnungen in 288 Projekten den dritten Rang. Die Berliner Projektpipeline ist nach dieser Auswertung somit mehr als doppelt so groß wie die Münchner und mehr als zweieinhalbmal so groß wie die Hamburger.
Hinter den drei führenden Städten rückt das Feld enger zusammen. Düsseldorf erreicht 8.611 geplante Wohnungen in 132 Projekten. Leipzig kommt trotz 161 aktiver Vorhaben auf eine etwas niedrigere Gesamtzahl von 8.595 Wohnungen. Frankfurt am Main folgt mit 7.903 Wohnungen in lediglich 92 Projekten.
Die Zahlen zeigen, dass die reine Anzahl der Bauprojekte wenig über deren Größenordnung aussagt. In Frankfurt entfallen rechnerisch deutlich mehr Wohnungen auf ein einzelnes Projekt als in Leipzig.

Die GeoMap von Real Estate Pilot zeigt, in welchen Regionen Deutschlands bis Ende 2028 die meisten Wohnungen entstehen sollen. Berlin liegt im bundesweiten Vergleich an der Spitze. / © Grafik: GeoMap by Real Estate Pilot
Wohnungs-Neubau: Berlin an der Spitze, doch Fertigstellungen gingen zuletzt zurück
Die amtlichen Zahlen für Berlin zeigen dennoch ein gemischtes Bild. Im Jahr 2025 meldeten die Bauaufsichtsbehörden 11.027 fertiggestellte Wohnungen. Das waren 28,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon entstanden 9.524 Wohnungen in Neubauten. Weitere 1.503 Wohnungen kamen durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden hinzu.
Gleichzeitig stieg die Zahl der Baugenehmigungen erstmals seit acht Jahren wieder. Im Jahr 2025 wurden in Berlin 13.754 Wohnungen genehmigt. Das entsprach einem Plus von 40,7 Prozent gegenüber 2024. Insgesamt 11.634 dieser Wohnungen sollen in neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden entstehen. Ihr Anteil an allen genehmigten Wohnungen lag bei 84,6 Prozent. Von Januar bis Mai 2026 meldete das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weitere 3.386 genehmigte Wohnungen. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum war das ein Zuwachs von 6,5 Prozent.
Quellen: Real Estate Pilot AG, Konii, Statistisches Bundesamt, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
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Ja , aber nur geplant ! , die Realität sieht wahrscheinlich noch düsterer aus , da Berlin nur Wohnungen für wichtige Mitarbeiter plant – also niemals für Normalos ! , und ob die das können ist noch Fraglich Büros ja , aber fürs Volk nein !