Die neuesten Zahlen zur Baukonjunktur zeichnen ein angespanntes Bild für den deutschen Wohnungsmarkt. Während die Fertigstellungen weiter deutlich zurückgehen, bleibt der Bauüberhang auf einem historisch hohen Niveau.

Das Statistisches Landesamt Berlin-Brandenburg berichtet, dass in Berlin 2025 rund 11.000 Wohnungen fertiggestellt wurden, wobei der Neubau deutlich zurückging und zugleich der Anteil von Wohnungen aus Umbauten bestehender Gebäude spürbar zunahm. / © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 206.600 Wohnungen fertiggestellt. Das entspricht einem Rückgang um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistisches Bundesamt mitteilt. Gleichzeitig liegt der Bauüberhang bei rund 760.700 Wohneinheiten und damit weiterhin auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Jahr zuvor.
Die Branche verweist auf die zeitliche Verzögerung zwischen Genehmigungen und Fertigstellungen. Projekte aus schwächeren Genehmigungsjahren gelangen nun auf den Markt, während die strukturelle Unterauslastung im Neubau fortbesteht.
Berlin: Rückgang im Neubau, Umbau gewinnt an Gewicht
Auch in Berlin zeigt sich die Entwicklung deutlich. Nach Angaben des Statistisches Landesamt Berlin-Brandenburg wurden im Jahr 2025 rund 11.000 Wohnungen fertiggestellt. Das bedeutet ein spürbares Minus im Neubausegment, während die Zahl der Wohnungen in bestehenden Gebäuden deutlich gestiegen ist.
Mit 9.524 fertiggestellten Neubauwohnungen sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Gleichzeitig hat sich die Zahl der durch Umbau entstandenen Wohnungen mehr als verdoppelt. Besonders viele Fertigstellungen wurden aus den Bezirken Treptow-Köpenick, Pankow und Lichtenberg gemeldet.
Bauhauptgewerbe mit gemischten Signalen, Norddeutsche Bundesländer ebenfalls im Rückgang
Im Bauhauptgewerbe zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Während der Umsatz im März 2026 leicht zulegte, gingen die Auftragseingänge im gleichen Zeitraum spürbar zurück. Im Dreimonatsvergleich setzt sich der Rückgang fort. Damit bleibt die Perspektive für neue Bauvorhaben gedämpft.
Auch in Hamburg und Schleswig-Holstein setzt sich der Abwärtstrend fort. In Hamburg wurden 2025 rund 5.976 Wohnungen fertiggestellt, ein Rückgang um 28 Prozent. Schleswig-Holstein kommt auf 8.942 Wohnungen, was einem Minus von 19 Prozent entspricht. Nach Einschätzung des BFW Landesverband Nord e.V. wirken sich hohe Baukosten und komplexe Verfahren auch hier auf die Neubautätigkeit aus.
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Presseportal, BFW Landesverband Nord e. V.
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Ende 2025 soll es einen Bauüberhang von 760.700 genehmigten, noch nicht fertiggestellten Wohnungen gegeben haben.
Es könnte also gebaut werden aber es rechnet sich nicht.
Es sind die ineffizienten Prozesse im Wohnungsbau:
Geringe operativen Leistungsfähigkeit und Produktivität (McKinsey)
https://www.mckinsey.de/news/presse/infrastruktur-und-wohnen-deutsche-ausbauziele-in-gefahr
Geringer Wertschöpfungsgrad von ca.30% (Roland Berger)
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Exorbitanten Fehlerquote (BauInfoConsult),
https://bauinfoconsult.de/presse-fehlerkosten-am-bau-in-2021-mit-rund-165-milliarden-immer-noch-zu-hoch/