Am Rosenfelder Ring 86/88 in Friedrichsfelde baut die HOWOGE 173 Wohnungen in zwei achtgeschossigen Gebäuden. Die aktuellen Bilder zeigen den fortgeschrittenen Stand des klimafreundlichen Wohnungsneubaus in Lichtenberg.

In Alt-Friedrichsfelde baut die HOWOGE 173 neue Wohnungen am Rosenfelder Ring. / © Visualisierung: HOWOGE
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Über dem Rosenfelder Ring erhebt sich inzwischen ein lang gestreckter Neubau. Gerüste verdecken noch große Teile der Fassaden, doch die Dimensionen des Projekts lassen sich bereits klar erkennen. Hinter einem Supermarkt und nahe dem S-Bahnhof Friedrichsfelde-Ost entstehen 173 Wohnungen. Bis zum geplanten Einzug bleibt allerdings noch einiges zu tun.
- Bezirk: Lichtenberg
- Adresse: Rosenfelder Ring 86/88, 10315 Berlin
- Projektstatus: Im Bau
- Wohnungen: 173 (davon 86 gefördert)
- Baubeginn: Viertes Quartal 2023
- Geplante Fertigstellung: Viertes Quartal 2026
Auf der Baustelle am Rosenfelder Ring lässt sich der geplante Gebäudekomplex inzwischen nahezu vollständig ablesen. Beide Wohnhäuser haben ihre vorgesehene Höhe von jeweils acht Geschossen erreicht. Große Teile der Fenster sind eingesetzt, während Gerüste und schwarze Fassadenbahnen noch die Außenwände bestimmen. Das im Mai 2026 gefeierte Richtfest markierte den Abschluss der wesentlichen Rohbauarbeiten. Nun konzentrieren sich die Arbeiten auf Fassaden, Haustechnik, Innenausbau und Außenanlagen.

Hinter dem Supermarkt am Rosenfelder Ring wachsen die beiden neuen Wohngebäude mit insgesamt 173 Mietwohnungen in die Höhe. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
173 Wohnungen am Rosenfelder Ring: Hälfte mit Wohnberechtigungsschein
Insgesamt schafft die HOWOGE am Rosenfelder Ring 173 Mietwohnungen mit rund 10.600 Quadratmetern Wohnfläche. Das Spektrum reicht von Einzimmerwohnungen bis zu Einheiten mit fünf Zimmern. Alle Wohnungen erhalten einen eigenen Außenbereich in Form einer Loggia, eines Balkons, einer Terrasse oder eines Außensitzplatzes. Im zweigeschossigen Vorbau des vorderen Gebäudes entstehen zudem 23 Maisonettewohnungen, die sich über jeweils zwei Ebenen erstrecken.
86 Wohnungen und damit knapp die Hälfte des Bestands will das landeseigene Unternehmen an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vermieten. Nach Angaben der HOWOGE sollen dabei die WBS-Stufen 100, 140, 180 und 220 berücksichtigt werden. Das Angebot richtet sich deshalb nicht nur an Haushalte mit sehr niedrigen Einkommen. Auch Teile der mittleren Einkommensgruppen können abhängig von Haushaltsgröße und Einkommen Anspruch auf eine geförderte Wohnung haben. Der konkrete Vermietungsstart ist für Herbst 2026 vorgesehen.

Zwischen dem vorhandenen Baumbestand zeigt sich der Rohbau eines der beiden achtgeschossigen Wohnhäuser am Rosenfelder Ring. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Wohnungsneubau in Friedrichsfelde setzt auf Holz und serielle Fertigung
Die Tragstruktur der beiden Häuser am Rosenfelder Ring entsteht in Holzhybridbauweise. Dabei kombiniert das Projekt industriell vorgefertigte Holzelemente mit weiteren tragenden und technischen Bauteilen. Diese Bauweise soll den Materialeinsatz reduzieren und zugleich standardisierte Arbeitsabläufe ermöglichen. Generalübernehmer B&O setzt dafür auf seriell produzierte Elemente, die auf der Baustelle zusammengesetzt werden. Die Architektur stammt vom Hamburger Büro Winking Froh Architekten.
Zwischen den Wohnhäusern entsteht ein begrünter und weitgehend vom Autoverkehr freigehaltener Innenhof. Dort plant die HOWOGE Spiel- und Bewegungsflächen sowie Bereiche, in denen sich Bewohnerinnen und Bewohner aufhalten können. Am westlichen Rand des Grundstücks soll ein kleiner Nachbarschaftsplatz entstehen.
Die Außenanlagen folgen nach Angaben der HOWOGE dem Schwammstadtprinzip. Regenwasser soll nicht vollständig in die Kanalisation abfließen. Stattdessen soll das Grundstück Niederschläge aufnehmen, zeitweise speichern und versickern lassen. Dazu dienen begrünte Dächer, unversiegelte Flächen und die geplante Bepflanzung. Auffällig soll vor allem der Eingangsbereich werden: Die Planung sieht eine Öffnung im Vordach vor, durch die ein Baum wachsen kann. Damit erhält der Neubau ein Element, das den Übergang zwischen Gebäude und Freiraum sichtbar betont.

Der zweigeschossige Vorbau prägt die Straßenseite des HOWOGE-Projekts am Rosenfelder Ring und nimmt 23 Maisonettewohnungen auf. Durch ein Loch im Vordach soll später ein Baum wachsen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neue Wohnungen und neue Grundschule am Rosenfelder Ring
Der Wohnungsbau ist nicht das einzige größere Projekt in diesem Teil Friedrichsfeldes. Am Rosenfelder Ring 39 lässt die HOWOGE zugleich eine neue dreizügige Grundschule mit 432 Plätzen und einer Zweifeld-Sporthalle errichten. Die Schule soll nach aktuellem Plan im Sommer 2027 fertig werden. Damit wächst neben der Zahl der Wohnungen auch die soziale Infrastruktur im Quartier.
Für die Wohnungen gilt weiterhin das vierte Quartal 2026 als offizieller Fertigstellungstermin. Interessierte sollen sich ab dem geplanten Vermietungsstart im Herbst 2026 über die Internetseite des Unternehmens auf konkrete Angebote bewerben können.

Am Rosenfelder Ring 86/88 in Friedrichsfelde laufen die Fassaden- und Ausbauarbeiten für 173 neue Wohnungen der HOWOGE. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Rosenfelder Ring 86/88
Quellen: HOWOGE, Bezirksamt Lichtenberg
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


