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Direkt am Nikolaifleet in der Hamburger Innenstadt entsteht ein urbanes Stadtquartier mit Wohnungen, Boardinghouse, Büros sowie Flächen für Handel und Gastronomie. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2030 vorgesehen.

© Visualisierung Titelbild: Bruno Fioretti Marquez Architekten, PONNIE Images

 

In zentraler Lage an der Straße Neß, unweit des Hamburger Rathauses und in unmittelbarer Nähe zum Mahnmal St. Nikolai, nimmt eines der derzeit größten städtebaulichen Entwicklungsprojekte der Hansestadt Gestalt an. Auf dem Gelände der einstigen Commerzbank-Gebäude plant die Bilton Real Estate GmbH das sogenannte Nik-Quartier – ein gemischt genutztes Ensemble, das Wohnen, Arbeiten und urbane Aufenthaltsqualität miteinander verbinden soll.

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Die Grundstücksfläche umfasst rund 6.800 Quadratmeter. Bereits 2023 wurden die Bestandsgebäude abgerissen. Im Sommer desselben Jahres ging die Fläche vom Immobilienunternehmen Procom an die Bilton Real Estate GmbH über, die in der Umgebung bereits mit dem Burstah-Viertel einen ähnlichen Nutzungsmix realisiert hat. Nun liegt eine finale Planung für das neue Quartier vor.

Hamburger Innenstadt: 100 Wohnungen am Fleet und 200 Apartments im Herzen der Stadt

Ein zentrales Element der Quartiersentwicklung ist der Wohnungsbau. Rund 100 Mietwohnungen mit zwei bis drei Zimmern sind geplant, ein Drittel davon soll öffentlich gefördert entstehen. Bilton-Geschäftsführer Adam Filipiak betonte gegenüber dem Hamburger Abendblatt, dass die Belebung der Innenstadt durch zusätzlichen Wohnraum ein zentrales Ziel des Projekts sei.

Ergänzend zu den regulären Wohnungen ist ein Boardinghouse mit rund 200 Apartments vorgesehen. Dieses Angebot richtet sich an Berufstätige auf Zeit sowie an touristische Gäste. Für den Betrieb der Einrichtung wird aktuell ein Partner gesucht. Das Boardinghouse soll sich im gleichen Gebäudekomplex befinden wie die Wohnungen.

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Moderne Büroflächen und urbane Erdgeschossnutzung im Herzen der Hamburger Altstadt

Neben dem Wohnanteil sieht die Planung auch einen umfangreichen Bürokomplex vor. Auf etwa 16.000 Quadratmetern sollen moderne Arbeitswelten für Unternehmen entstehen. Laut Filipiak sei die Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen in zentraler Lage weiterhin hoch. Gespräche mit potenziellen Mietenden liefen bereits.

Die Erdgeschosse der Neubauten werden für Gastronomie und Einzelhandel genutzt. Auf etwa 3.500 Quadratmetern sollen Geschäfte und Restaurants angesiedelt werden. Terrassen mit Blick auf das Nikolaifleet sollen den öffentlichen Raum zusätzlich beleben und auch Passantinnen und Passanten ins Quartier ziehen.

Wohnungen am Fleet: Architektonische Qualität und Baubeginn ab Ende 2025

Das architektonische Konzept stammt vom Berliner Büro Bruno Fioretti Marquez in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Büro Schenk Fleischhaker. Bereits 2019 hatten die beiden Architekturbüros den zweistufigen Wettbewerb für sich entschieden. Der Fokus liegt aktuell auf einer Überarbeitung der Fassadengestaltung, um den städtebaulichen Charakter des Quartiers weiter zu schärfen. Filipiak betonte, dass das Nik-Quartier auch architektonisch einen Gewinn für die Hamburger Innenstadt darstellen solle.

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Noch steht auf dem Grundstück eine temporäre Expo-Halle, in der derzeit eine Ausstellung zur Titanic gezeigt wird. Diese Halle soll im November 2025 zurückgebaut werden. Der Bauantrag für das Quartier ist bereits eingereicht, und Bilton plant, ab Ende des Jahres mit der Erstellung der Baugrube zu beginnen. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für das Jahr 2030 vorgesehen.

Quellen: Hamburger Abendblatt, Bruno Fioretti Marquez Architekten, PONNIE Images, Bilton Real Estate GmbH, Schenk Fleischhaker Architekten

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