An der Köpenicker Straße 48 in Berlin-Mitte hat ein Neubauprojekt eine neue Nutzung erhalten. Im Gebäude „coe48“ sind aus ursprünglich geplanten Gewerbeflächen nun 90 Serviced Apartments, ein Coworking-Bereich und neue Gemeinschaftsflächen entstanden.
Köpenicker Straße 48
© Titelbild: Klemens Renner / Tchoban Voss Architekten
An der Köpenicker Straße 48 in Berlin-Mitte ist ein neues Kapitel für ein jüngeres Bauprojekt aufgeschlagen. Das von Trockland entwickelte Gebäude „coe48“, das ursprünglich als Wohn- und Gewerbeprojekt mit Büroflächen geplant war, wird inzwischen teilweise anders genutzt: Der Serviced-Apartment-Anbieter Homaris hat dort die „K48 Studios“ eröffnet.
Das Gebäude an der Ecke Köpenicker Straße und Wilhelmine-Gemberg-Weg wurde nach Plänen des Architekturbüros Tchoban Voss realisiert und liegt in einem Quartier, das in den vergangenen Jahren einen starken Wandel erlebt hat. Zwischen Spree, East Side Gallery und Mediaspree treffen hier ehemalige Industriegebäude, Kreativwirtschaft und neue Wohn- und Gewerbebauten aufeinander.
Während der Entwicklung des Projekts wurden die ursprünglich vorgesehenen Gewerbeflächen angepasst. Gemeinsam mit Trockland entwickelte Homaris die Flächen zu einem Serviced-Apartment-Haus weiter. Auf rund 3.000 Quadratmetern entstanden sieben Geschosse mit insgesamt 90 Apartments, die sich sowohl an Geschäftsreisende als auch an Gäste für längere Aufenthalte richten.
Köpenicker Straße: Flexibles Wohnen auf Zeit statt klassischer Büronutzung
Während Büroflächen in vielen Berliner Lagen weiterhin unter dem Druck einer zurückhaltenden Nachfrage stehen, gewinnen flexible Nutzungskonzepte an Bedeutung. Das Projekt zeigt, wie Gebäude auch nach Abschluss der ursprünglichen Planung auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren können.
Bei der Gestaltung der Apartments setzte Homaris unter anderem auf kompakte Grundrisse und eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Raumhöhen. In einigen Einheiten kommen Hochebenen zum Einsatz, die zusätzliche Nutzflächen schaffen. Ergänzt wird das Angebot durch digitale Buchungsmöglichkeiten und eine Ausstattung, die auf kurze wie längere Aufenthalte ausgelegt ist.

Blick in eines der Serviced Apartments der „K48 Studios“ im Neubau „coe48“ an der Köpenicker Straße. Die Einheiten sind für kurze und längere Aufenthalte konzipiert und verfügen über kompakte Grundrisse. / © Foto: HOMARIS
Neben den Apartments wurden erstmals bei einem Homaris-Standort zusätzliche Gemeinschafts- und Arbeitsbereiche integriert. Im Erdgeschoss entstand ein rund 42 Quadratmeter großer Coworking Space, im Untergeschoss befindet sich ein Community-Bereich mit Lichthof. Zudem gibt es ein Café im Gebäude, das von einem externen Betreiber geführt wird.
Neues Nutzungskonzept für ein Berliner Innenstadtprojekt
Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielten bei der Weiterentwicklung eine Rolle. Das Gebäude erhielt eine LEED-Platin-Zertifizierung, die unter anderem Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Aufenthaltsqualität bewertet.
Die helle Fassade, bodentiefe Fenster sowie Erker und Balkone prägen den Neubau an einer Stelle, an der in den vergangenen Jahren eine städtebauliche Lücke geschlossen wurde. Aus einer ursprünglich vorgesehenen Büronutzung ist ein gemischtes Konzept aus temporärem Wohnen, Arbeiten und gemeinschaftlichen Angeboten entstanden. Damit reiht sich das Projekt in eine wachsende Zahl Berliner Immobilien ein, bei denen Nutzungen angesichts veränderter Marktbedingungen neu gedacht werden.
Quellen: Homaris, Thomas Daily, konii
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