Im Frankfurter Europaviertel bleibt eines der auffällig angekündigten Hochhausprojekte weiter im Wartestand. An der Europa-Allee 65 bis 67 soll mit dem „Nion“ ein markanter Büroturm entstehen.

Grün, Grüner, „Nion“: Im Frankfurter Europaviertel soll ein 26-stöckiger, üppig begrünter Hochhausturm entstehen. Auf der Südseite ist zudem ein öffentlich zugänglicher Park vorgesehen, der über gestufte Terrassen in das Atrium des Gebäudes übergeht. / © Visualisierung: Groß & Partner, UNStudio
© Visualisierungen: Groß & Partner, UNStudio
Im Frankfurter Frankfurt am Main Europaviertel bleibt eine der markant angekündigten Hochhausentwicklungen weiter hinter dem Zeitplan zurück. An der Europa-Allee 65 bis 67 soll mit dem Projekt „Nion“ ein rund 106 Meter hoher Büro- und Geschäftsturm entstehen. Trotz früher Ankündigungen ist das Areal derzeit weiterhin nur vorbereitet, konkrete Bautätigkeiten sind bislang kaum erkennbar.
Geplant ist ein Hochhaus mit einer Bruttogeschossfläche von rund 45.000 Quadratmetern. Darin sollen sowohl Büroflächen sowie ergänzende Einzelhandelsnutzungen im Sockelbereich entstehen. Ursprünglich war die Fertigstellung bereits für Anfang dieses Jahres vorgesehen. Warum sich der Zeitplan verzögert, ist bislang unklar.
26 Stockwerke vorgesehen: Projekt „Nion“ möchte im Europaviertel durch üppige Begrünung hervorstechen
Entwickelt wird das Hochhaus von der Groß & Partner Projektentwicklungsgesellschaft, die auch als Eigentümerin des Grundstücks auftritt. Den architektonischen Entwurf für den Wolkenkratzer verantwortet das Amsterdamer Architekturbüro UNStudio, das unter anderem bereits das Frankfurter Hochhausprojekt FOUR mitgestaltet hat.
Das Gebäude soll 26 oberirdische Geschosse umfassen und architektonisch stark auf eine Verbindung von Stadt, Grünraum und Hochhaus reagieren. Besonders prägnant ist das Konzept der intensiven Begrünung: Sowohl Nord- als auch Südseite des Turms sollen begrünt werden. Auf der Südseite ist zudem ein öffentlich zugänglicher Park vorgesehen, der über gestufte Terrassen in das Atrium des Gebäudes übergeht.
Grünes Hochhausprojekt „Nion“: Projektentwickler rechnen mit DGNB-Platin Zertifizierung
Die Gestaltung des „Nion“ sieht vor, dass sich das Grün des angrenzenden Parks optisch über die Fassade bis hinunter zur Europa-Allee zieht. Diese „grünen Fugen“ sollen sich im Inneren des Gebäudes fortsetzen und dort besondere Aufenthaltsbereiche schaffen.
Ergänzt wird das Konzept durch Dachterrassen sowie eine abgeschrägte Fassadengeometrie. Für das Projekt ist zudem eine Zertifizierung nach DGNB Platin vorgesehen. Die Konstruktion basiert auf einer flexiblen Skelettstruktur in Stahlbetonbauweise mit modularer Ausbauweise.
Timeline bislang unklar: „Nion“-Architekturwettbewerb wurde bereits im Jahr 2021 entschieden
Der architektonische Wettbewerb rund um das „Nion“ wurde bereits im Jahr 2021 entschieden, wobei UNStudio als eines von zwei Siegerbüros hervorging. Nach einer anschließenden Überarbeitungsphase wurde der Entwurf zur weiteren Planung ausgewählt. Der Baustart war ursprünglich für 2023 vorgesehen, die Fertigstellung sollte Anfang dieses Jahres erfolgen.
Bis heute hat sich auf der Baustelle jedoch nur begrenzt etwas getan. Das Gelände ist zwar vorbereitet und mit Bauzäunen, Containern und Projektschildern ausgestattet, sichtbare Bauaktivitäten bleiben bislang aus.
Das Projekt „Nion“ liegt direkt gegenüber dem ebenfalls im Bau befindlichen Sparda-Bank-Tower und wäre ein weiterer prägender Baustein im wachsenden Europaviertel. Während das Umfeld zunehmend verdichtet wird, ist aktuell unklar inwiefern mit zeitnahen Entwicklungen zu rechnen ist.

Das „Nion“ soll direkt gegenüber des Sparda-Bank-Towers entstehen. Dieser etwas höhere Wolkenkratzer steht aktuell kurz vor der Fertigstellung. / © Visualisierung: Groß & Partner, UNStudio

Neben einer öffentlichen parkanlage möchte das „Nion“ auch mit grünen Dachterrassen überzeugen. / © Visualisierung: Groß & Partner, UNStudio
Quellen: Skyline Atlas, Groß & Partner, SMV Bauprojektsteuerung, immobilien manager, united network studio
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


