Die beiden stillgelegten Brunnen auf dem Wittenbergplatz sind vorerst Geschichte. Statt leerer und abgesperrter Becken wachsen dort nun Stauden, Gräser und Frühblüher. Eine Sanierung der Brunnen steht jedoch weiterhin aus.

Vorstellung der neuen Bepflanzung vor einem der begrünten Brunnen auf dem Wittenbergplatz.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck stellten gemeinsam mit Vertretern des Bezirks und der BID die neue Bepflanzung der stillgelegten Brunnen auf dem Wittenbergplatz vor. / © Foto: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

© Fotos: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

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Wo zuletzt Bauzäune und leere Becken das Bild prägten, wächst jetzt wieder etwas: Die beiden stillgelegten Zierbrunnen auf dem Wittenbergplatz sind bepflanzt worden. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat die Brunnenschalen mit Stauden, Gräsern und Frühjahrsblühern versehen. Die neue Gestaltung wurde am 31. August offiziell vorgestellt.

Für die Bepflanzung wurden unter anderem Funkien, Chinaschilf, Steppen-Salbei, Prachtscharte und Großes Windröschen ausgewählt. Ergänzt werden sie durch Zwiebelpflanzen wie Krokusse, die bereits im Frühjahr Nahrung für Insekten und Bienen bieten sollen. Die Pflanzenauswahl soll über weite Teile des Jahres für Blüten und unterschiedliche Strukturen sorgen.

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„Das Pilotprojekt zeigt mit welchen – manchmal auch unkonventionellen – Ideen die Aufenthaltsqualität auf Plätzen erhöht werden kann.“ – Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck

Brunnen am Wittenbergplatz bleiben vorerst außer Betrieb

Die Begrünung ist allerdings keine dauerhafte Umnutzung der Brunnenanlage. Sie dient zunächst als Zwischenlösung, weil eine grundlegende Sanierung derzeit nicht absehbar ist. Beide Brunnen sind seit längerer Zeit außer Betrieb und weisen bauliche und technische Schäden auf.

Für eine Sanierung müssten unter anderem die Wassertechnik, Leitungen, Abdichtungen und Brunnenschalen erneuert werden. Auch die künstlerischen Elemente der Anlagen wären betroffen. Hinzu kommen die Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Nach Angaben des Bezirksamts fehlen für einen solchen Eingriff zudem die notwendige Spezialexpertise und die finanziellen Mittel.

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Brunnen am Wittenbergplatz, vor der Stilllegung

So sah einer der Brunnen auf dem Wittenbergplatz vor seiner Stilllegung und der heutigen Umgestaltung als Pflanzbeet aus. / © Foto: Wikimedia Commons, OTFW Berlin, CC BY-SA 3.0

Mehr Grün für den zentralen Platz am Ku’damm – Brunnensanierung steht noch aus

Mit der Bepflanzung können die bisherigen Bauzäune entfernt und die beiden Becken wieder in die Gestaltung des Wittenbergplatzes einbezogen werden. Das Bezirksamt übernimmt die Erstbepflanzung, während die BID Ku’damm-Tauentzien GmbH künftig für Pflege und Finanzierung der Bepflanzung zuständig ist.

Die Pflanzen sind derzeit noch vergleichsweise klein und sollen sich im Laufe der Vegetationsperiode weiterentwickeln. Für das kommende Frühjahr wird mit einem stärkeren Blühaspekt gerechnet. Gleichzeitig bleibt eine spätere Sanierung der Brunnen grundsätzlich möglich.

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Weitere Veränderungen auf dem Wittenbergplatz sind bereits angekündigt. Unter anderem sollen neue Bänke die Aufenthaltsqualität verbessern. Die BID plant zudem, sich künftig stärker um die Platz- und Grünflächen zu kümmern. Eine Wiederinbetriebnahme der Brunnen ist damit allerdings noch nicht verbunden.

Wittenbergplatz

Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

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5 Kommentare

  1. Franz 1. September 2026 at 20:00 - Reply

    Ob die Brunnen dadurch besser werden? Es ist ein Armutszeugnis.

  2. Michael Sacre 2. September 2026 at 09:26 - Reply

    So eine Lösung wäre in London oder Paris undenkbar. Da würden die Brunnenanlagen schnell wieder instand gesetzt und gepflegt werden. Eine Bepflanzung ist natürlich besser als jahrelange Schmuddelecken in der City West. Berlin bleibt leider drittklassig.

  3. Peter 3. September 2026 at 09:28 - Reply

    Die Verunkrautung institionalisiert…

  4. Peter 3. September 2026 at 09:30 - Reply

    Institutionalisiert wollte ich sagen

  5. Andreas 10. September 2026 at 06:54 - Reply

    Einfach nur noch armselig, wie Billiges als Non plus Ultra verkauft wird, frei nach dem Motto, der Bürger ist dämlich!

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