Der Wettbewerb für den Bildungs- und Erinnerungsort „Checkpoint Charlie“ geht in die zweite Phase. 14 Entwürfe werden bis September 2026 weiterbearbeitet.

Das Kontrollhäuschen am „Checkpoint Charlie“ gehört zu den bekanntesten Symbolen der Berliner Mauer und steht im Mittelpunkt der geplanten Neugestaltung des Bildungs- und Erinnerungsortes. / © Foto: depositphotos.com
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Der Wettbewerb für den Bildungs- und Erinnerungsort „Checkpoint Charlie“ erreicht die nächste Stufe. Nach der ersten Jurysitzung stehen 14 Entwürfe fest, die nun vertieft ausgearbeitet werden. Das Verfahren soll klären, wie der historische Ort an der Friedrichstraße künftig Erinnerung, Bildung und öffentlichen Raum verbinden kann.
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Adresse: Friedrichstraße/Zimmerstraße
- Projekt: Bildungs- und Erinnerungsort „Checkpoint Charlie“
- Verfahren: offener, zweiphasiger, interdisziplinärer Realisierungswettbewerb
- Preisgericht: September 2026
Am 16. Juni 2026 schloss das Preisgericht die erste Wettbewerbsstufe ab. Die elfköpfige Jury unter Vorsitz des Landschaftsarchitekten Axel Lohrer wählte 14 Entwürfe aus, die nun vertieft weiterbearbeitet werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hatte das Verfahren im April 2026 gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie der Stiftung Berliner Mauer gestartet.
„Checkpoint Charlie“: Wettbewerb soll Stadtraum und Erinnerung verbinden
Der frühere Grenzübergang Friedrichstraße/Zimmerstraße gehört zu den bekanntesten historischen Orten Berlins. Nach Angaben des Landes Berlin besuchen ihn jährlich rund vier Millionen Menschen. Zugleich kritisiert die Verwaltung seit Jahren, dass die heutige räumliche Situation der geschichtlichen Bedeutung des Ortes nicht gerecht werde. Der Wettbewerb soll deshalb kein einzelnes Denkmal schaffen, sondern ein zusammenhängendes Konzept für Stadtraum, Erinnerung und Vermittlung liefern.
Das Wettbewerbsgebiet umfasst die Platzflächen östlich und westlich der Friedrichstraße. Hinzu kommen der historische Grenzstreifen entlang der Zimmerstraße sowie erhaltene Brandwände mit Spuren des DDR-Grenzregimes. Diese Elemente gehören zum Denkmalbereich und zur denkmalgeschützten Gesamtanlage Berliner Mauer. Die Entwürfe sollen diesen historischen Zusammenhang besser lesbar machen und zugleich einen öffentlichen Raum schaffen, der für Berlinerinnen und Berliner sowie internationale Besucher funktioniert.
Wettbewerb um „Checkpoint Charlie“: Zweite Phase läuft bis September 2026
Im Zentrum steht eine neue Ausstellung im öffentlichen Raum. Sie soll historische Inhalte verständlich vermitteln, den Ort in die Geschichte der deutschen Teilung einordnen und internationale Verständlichkeit sichern. Geplant sind Ausstellungsflächen, dialogische Vermittlungsangebote und ein Informationspavillon. Die Stiftung Berliner Mauer soll den künftigen Bildungs- und Erinnerungsort „Checkpoint Charlie“ betreuen und kuratieren.
In der zweiten Phase des Wettbewerbs müssen die ausgewählten Teams ihre Konzepte inhaltlich, gestalterisch und funktional schärfen. Die Abgabe der überarbeiteten Arbeiten ist für den 11. August 2026 vorgesehen. Das Preisgericht tagt am 9. September 2026 erneut. Danach soll der Siegerentwurf bekannt gegeben werden, der als Grundlage für die weitere Planung dient.
Nach Abschluss des Wettbewerbs sollen alle Arbeiten öffentlich gezeigt werden. Die Ausstellung eröffnet am 12. Oktober 2026 im Neuen Stadthaus. Vom 13. bis 23. Oktober 2026 sind die Beiträge dort im Otto-Suhr-Saal zu sehen. Der Eintritt ist frei, die Ausstellung soll barrierefrei zugänglich sein. Langfristig soll die Umsetzung der Neugestaltung ab 2028 beginnen.
„Checkpoint Charlie“
Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, meinBerlin, Stiftung Berliner Mauer
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Möge es endlich besser und würdevoller werden.
Wie wär’s, zur Abwechslung in unser aller Zukunft zu investieren, statt ein weiteres Mal in ewiges Gedenken?