Berlin baut seine Rolle als internationale Sportmetropole weiter aus, die Berlin Tennis Open lockten rund 40.000 Tennis-Fans an. Während das Steffi-Graf-Stadion im Grunewald in den kommenden Jahren ausgebaut werden soll, gastiert mit der Hockey Pro League bereits das nächste Weltklasse-Event in der Hauptstadt.

Die Berlin Tennis Open haben sich als wichtigstes Vorbereitungsturnier auf Wimbledon etabliert. Regelmäßig treten im Grunewald zahlreiche Top-Spielerinnen der Weltrangliste an. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Der traditionsreiche Tennisstandort im Berliner Grunewald steht vor einer neuen Entwicklungsphase. Nach dem erfolgreichen Neustart der Berlin Tennis Open im vergangenen Jahr wollen die Veranstalter in den kommenden Jahren weiter in die Anlage rund um das Steffi-Graf-Stadion investieren.
Dabei geht es nicht nur um die Austragung eines internationalen Spitzenturniers, sondern um die langfristige Stärkung Berlins als bedeutenden Tennisstandort in Europa.
Ausbau geplant: Steffi-Graf-Stadion soll deutlich mehr Zuschauer aufnehmen
Das Steffi-Graf-Stadion im Charlottenburg-Wilmersdorfer Ortsteil Grunewald ist die zentrale Spielstätte der Berlin Tennis Open und bietet derzeit rund 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz. Künftig könnte die Kapazität jedoch deutlich steigen.
Die Veranstalter prüfen die Reaktivierung der ursprünglich vorhandenen ausfahrbaren Tribünen. Dadurch ließe sich die Zuschauerzahl auf bis zu 7.000 Plätze erhöhen. Bereits seit einiger Zeit laufen technische Untersuchungen und Abstimmungen zu einer möglichen Erweiterung.
40.ooo Tennis-Fans in einer Woche: Berlin Tennis Open wachsen kontinuierlich
Die Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Das Turnier verzeichnet seit Jahren steigende Besucherzahlen und hat sich als wichtigstes Vorbereitungsturnier auf Wimbledon etabliert. In diesem Jahr konnte das Turnier, das kurz vor dem renommierten Championat in Wimbledon ausgetragen wird und daher von fast allen Top-10-Spielerinnen der Welt besucht wird, rund 40.000 Tennis-Fans anlocken.
Mehrere Veranstaltungstage waren zuletzt ausverkauft, die Nachfrage nach Tickets wächst kontinuierlich. Die Entscheidung, das Turnier in ein Rasenturnier umzuwandeln, war rückblickend tatsächlich Gold wert.
Steffi-Graf-Stadion im Grunewald: Investitionen in Infrastruktur und Aufenthaltsqualität
Nicht nur das Stadion selbst soll weiterentwickelt werden. Bereits in den vergangenen Jahren wurden zusätzliche Eingänge geschaffen und Besucherbereiche erweitert, die in der vergangenen Woche erstmalig zum Einsatz kamen.
Auch die Infrastruktur auf dem Gelände wurde modernisiert. Ziel ist es, den Aufenthalt für Gäste attraktiver zu gestalten und gleichzeitig die Abläufe während des Turniers zu verbessern.
Wimbledon-Veranstalter setzen langfristig auf Berlin
Eine besondere Rolle spielt dabei die enge Verbindung zum All England Lawn Tennis and Croquet Club, dem Veranstalter von Wimbledon.
Die Verantwortlichen betonen, dass die Unterstützung aus London entscheidend für die Entwicklung des Turniers in Berlin sei. Entsprechend groß sind die Ambitionen, den Standort langfristig auszubauen und weiter international zu positionieren.

Ausverkaufte Tribünen beim Finale der Berlin Tennis Open: Das Steffi-Graf-Stadion im Grunewald zählt inzwischen zu den relevanten Rasentennis-Standorten Europas und könnte in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Grunewald könnte zu einem der wichtigsten Tennisstandorte Europas werden
Mit der geplanten Erweiterung des Steffi-Graf-Stadions und weiteren Investitionen in die Anlage könnte der Standort in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen.
Für Berlin wäre dies ein weiterer Schritt, sich neben den großen europäischen Tennismetropolen dauerhaft als Austragungsort internationaler Spitzensportveranstaltungen zu etablieren. Dies gelingt der Hauptstadt allerdings nicht nur im Tennis.
Ab Montag: Hockey Pro League gastiert auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld in Zehlendorf
Bereits zum dritten Mal gastiert in der kommenden Woche der internationale Hockeyverband im Berliner Südwesten und trägt auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld in Zehlendorf die Pro League aus.
Die FIH Pro League ist die höchste internationale Hockey-Liga für Nationalmannschaften, sowohl für die Herren als auch für die Damen. Die besten Teams der Welt treten über mehrere Monate hinweg in einer gemeinsamen Liga gegeneinander an und sammeln Punkte für die Gesamtwertung.
Weltweite Turnierserie im Hockey: Berlin ist als Standort gesetzt
Die Spiele werden an verschiedenen Standorten rund um den Globus ausgetragen, darunter London, Dublin, Valencia, Hobart (Australien), Wavre (Belgien), Rourkela (Indien) oder Rotterdam in den Niederlanden.
Heute finden die Begegnungen meist im Rahmen mehrtägiger Turnierblöcke statt, bei denen mehrere Nationalteams an einem Ort zusammenkommen. Obwohl es bundesweit in Hamburg oder Mönchengladbach durchaus namhafte Konkurrenz für Berlin gibt, fühlt sich der Hockey-Weltverband offenbar sehr wohl im Berliner Südwesten.

Für die Austragung der Hockey Pro League werden auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld in Zehlendorf zusätzliche Tribünen errichtet. Die internationale Turnierserie gastiert bereits zum dritten Mal in Berlin. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Wichtigster Wettbewerb außerhalb von WM und Olympia
Die Pro League gilt als bedeutendster regelmäßiger Wettbewerb im internationalen Hockey außerhalb von Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Für die Nationalteams ist sie ein wichtiger Leistungsvergleich auf höchstem Niveau.
Auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld werden dafür extra temporäre Stahlrohrtribünen errichtet, um eine Arena für 3.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zu errichten. Üblicherweise träger der Berliner HC im Stadion an der Wilskistraße seine Heimspiele aus, kürzlich gelang dem Verein der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.
Hohe Nachfrage: Berlins Sportstätten müssen temporär aufgestockt werden
Wie auch beim Tennisturnier im Grunewald ist die Nachfrage nach Tickets hoch, vor allem natürlich für die Spiele der Damen- und Herren-Nationalmannschaften. Am Wochenende veranstaltet der ansässige TSV Zehlendorf 1888 noch ein eigenes Hockey-Turnier mit Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet.
So tummeln sich am kommenden Wochenende wohl rund 6.000 Feldhockey-Fans auf dem traditionsreichen Gelände, das dafür aufwendig hergerichtet wird. Der Sportstandort Berlin punktet also nicht nur bei den bereits sehr populären Sportarten wie Fußball, Basketball, Handball oder Eishockey, sondern hat noch weitere Sport-Highlights zu bieten.
Für die Sportstätten, die bislang immer aufwendig und nur temporär aufgerüstet werden müssen, wäre eine erfolgreiche Olympia-Bewerbung der Hauptstadt also ganz sicher eine willkommene Gelegenheit, um auch dauerhaft professionelle Strukturen und attraktive Sportstätten zu schaffen.
Steffi-Graf-Stadion
Ernst-Reuter-Sportfeld
Quellen: FIH Pro League, Der Tagesspiegel, Visit Berlin, Perfect Match
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