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Im Sommer 2025 startet in Charlottenburg-Wilmersdorf der Umbau eines wichtigen Kreuzungsbereichs. Ziel ist es, die Sicherheit im Straßenraum zu verbessern und die Verkehrsführung für Radfahrende klarer zu gestalten.
Zu sehen ist eine einseitig beparkte Straße mit breitem Fahrbereich, auf dem aktuell keine Autos fahren, aber viel Platz zum Radfahren besteht.

Handjerystraße in Friedenau: Die Fahrbahn wurde verbreitert und optisch angepasst. Radfahrende nutzen die gesamte Straße, während Autos nur noch als Anlieger zugelassen sind. Auch der Kreuzungsbereich Prinzregentenstraße und Waghäuseler Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf soll nun fahrradfreundlicher gestaltet werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Foto Titelbild: pixabay

 

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Ab dem 28. Juli 2025 beginnt im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf der Umbau der Kreuzung Prinzregentenstraße/Waghäuseler Straße. Die Maßnahme erfolgt im Auftrag des Straßen- und Grünflächenamtes und soll in erster Linie die Schulwegsicherheit erhöhen. Auch der Radverkehr soll von einer klareren und konfliktärmeren Führung profitieren.

Laut Bezirksamt wird die Baumaßnahme in zwei Abschnitten innerhalb von sechs bis acht Wochen durchgeführt. Während der gesamten Bauzeit bleibt die Durchfahrt für den motorisierten Verkehr gesperrt. Umleitungen und Wendemöglichkeiten sollen jedoch eingerichtet werden, um die Auswirkungen auf Anwohnende und den innerstädtischen Verkehr zu minimieren.

Prinzregentenstraße/Waghäuseler Straße: Bauliche Veränderungen zur Verbesserung der Sichtbarkeit

Im ersten Bauabschnitt werden Gehwegvorstreckungen an allen vier Ecken der Kreuzung hergestellt. Diese baulichen Maßnahmen sollen die Querungswege für Fußgängerinnen und Fußgänger verkürzen und gleichzeitig die Sichtverhältnisse im Kreuzungsbereich verbessern. Fuß- und Radverkehr können den Bereich weiterhin passieren, sofern gegenseitige Rücksichtnahme gewahrt bleibt.

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Auch während dieses Abschnitts bleibt der motorisierte Verkehr ausgesperrt. Der Fokus liegt hier auf der Neuordnung des Verkehrsraums zugunsten nicht motorisierter Verkehrsteilnehmender.

Neue Asphaltdecke und durchgängige Fahrradstraße in Charlottenburg-Wilmersdorf

Im Anschluss folgt der zweite Bauabschnitt, in dem die Fahrbahn eine neue Asphaltdecke erhält. In dieser Phase wird der Radverkehr über die Bundesallee umgeleitet. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann den Bereich weiterhin passieren. Radfahrende dürfen die Kreuzung überqueren, wenn sie ihr Fahrrad schieben.

Zusätzlich wird im Zuge des Umbaus der Vorrang für den Radverkehr neu geregelt. Die Fahrradstraße wird künftig ohne Unterbrechung durch den Kreuzungsbereich geführt, was eine durchgängigere und sicherere Verbindung ermöglichen soll.

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Finanzierung aus Mitteln zur Schulwegsicherung, zügige Umsetzung geplant

Die Kosten für die Baumaßnahme werden aus dem bezirklichen Etat für Schulwegsicherung gedeckt. Die geplante Verkehrsführung wurde mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde abgestimmt. Das Tiefbauamt gibt an, gemeinsam mit der beauftragten Baufirma eine zügige Umsetzung mit möglichst geringen Beeinträchtigungen anzustreben.

Das Bezirksamt appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, Verständnis für die Einschränkungen aufzubringen. Die Umgestaltung diene der nachhaltigen Verbesserung der Verkehrssicherheit und Mobilität im Kiez.

Kontroverse Diskussion um Handjerystraße in Friedenau: Wegfall von Parkraum und mangelnde Beteiligung

Die Prinzregentenstraße grenzt direkt an die Handjerystraße im benachbarten Stadtteil Friedenau, wo bereits ein ähnliches Verkehrsprojekt umgesetzt wurde. Dort fiel das Echo gemischt aus: Während viele die neue Fahrradstraße als Gewinn für die Verkehrssicherheit sehen, kritisieren andere den Wegfall von Parkplätzen und die aus ihrer Sicht unzureichende Bürgerbeteiligung. Ob sich die Umgestaltung der Prinzregentenstraße als ebenso kontrovers oder breiter akzeptiert erweisen wird, bleibt abzuwarten.

Prinzregentenstraße/Waghäuseler Straße

Quellen: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Berliner Morgenpost, RBB, infraVelo GmbH

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