Nach Jahren des Verfalls ist das Wikingerufer in Berlin-Moabit endlich saniert und erstrahlt als moderner Uferweg an der Spree. Die rundum erneuerte Promenade bietet nun wieder durchgehenden Zugang am Wasser – mit Sitzplätzen, Potenzial für Schiffsanleger und neuer Aufenthaltsqualität.

Die Spreepromenade am Wikingerufer ist zurück – sicher, modern und einladend. Nach einer aufwendigen Sanierung ist der Weg zwischen Gotzkowskybrücke und Wullenweberstraße wieder vollständig nutzbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Nach einer mehrjährigen Bauphase ist die umfassende Sanierung des Wikingerufers in Berlin-Moabit abgeschlossen. Die Ufermauer, deren Bestand ursprünglich aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammte, war aufgrund gravierender Alterserscheinungen nicht mehr standsicher.

Seit 2022 wurde auf einem rund 400 Meter langen Abschnitt zwischen Gotzkowskybrücke und Wullenweberstraße eine moderne, sichere Infrastruktur geschaffen, die den öffentlichen Raum an der Spree neu erlebbar macht – und von den Anwohnerinnen und Anwohnern rege genutzt wird.

Wikingerufer in Moabit: Sanierte Uferwand zwischen Gotzkowskybrücke und Wullenweberstraße

Die Notwendigkeit der Baumaßnahme ergab sich aus der strukturellen Instabilität der alten Uferbefestigung, die schon seit 2011 für den öffentlichen Zugang gesperrt war. Die neuen Bauteile umfassen eine Gründung aus überschnittenen Bohrpfählen, eine Ortbetonwand mit Verankerung sowie wasserseitige Sichtbetonfertigteile.

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Mit einer Höhe von acht Metern dient die neue Uferwand nicht nur der Ufersicherung, sondern gewährleistet auch die Sicherheit der Schifffahrt auf der Bundeswasserstraße. Die Fertigstellung der Bauarbeiten erfolgte mit mehrjähriger Verzögerung. Die ersten Planungen für das Projekt gehen zurück auf das Jahr 2015.

Die Kosten beliefen sich auf insgesamt fast 21 Millionen Euro, finanziert aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie aus dem Berliner Landeshaushalt.

Berlin-Mitte: Neugestaltung des Wikingerufers und Potenzial für Bootsanleger

Im Zuge der Sanierung wurde nicht nur die Uferwand erneuert. Auch die angrenzende Straße Wikingerufer erhielt ein neues Pflaster, darunterliegende Versorgungsleitungen wurden ausgetauscht, und die begleitende Promenade wurde mit einem neuen Gehweg sowie Sitzgelegenheiten ausgestattet.

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Damit wurde ein attraktiver Aufenthaltsort direkt am Wasser geschaffen, ein wichtiges Element für die städtebauliche und soziale Aufwertung des Quartiers in Moabit, wie es die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt nennt. Der Zugang zur neuen Promenade wurde barrierefrei eingerichtet.

Fußgängerfreundlicher Spreeweg zwischen Schloss Charlottenburg und Hauptbahnhof

Perspektivisch ist auch die Nutzung des Uferbereichs als Haltepunkt für Schiffsverkehr vorgesehen. So plant etwa die DHL, ihr solarbetriebenes Lieferboot künftig auch am Wikingerufer anlegen zu lassen.

Mit der abgeschlossenen Sanierung des Wikingerufers ist nun ein durchgehender Uferweg entlang der Spree entstanden, vom Schloss Charlottenburg über die Gotzkowskybrücke bis hin zum Berliner Hauptbahnhof. Für Fußgängerinnen und Fußgänger bedeutet dies eine deutliche Verbesserung der Wegeverbindung und einen neu zugänglichen Stadtraum entlang des Wassers.

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Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Berliner Morgenpost, DHL

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