Die Wiesenburg in Gesundbrunnen wird revitalisiert. Das denkmalgeschützte Areal soll Wohnen, Kultur, Kunst und Handwerk verbinden und bestehende Nutzungen sichern.

Eine historische Backsteinmauer der Wiesenburg rahmt den Blick auf neue Wohngebäude im revitalisierten Quartier in Gesundbrunnen.

Die denkmalgeschützten Mauern der Wiesenburg bleiben Teil der Revitalisierung des historischen Areals in Gesundbrunnen. / © Foto: Markus Löffelhardt

© Titelbild: Markus Löffelhardt

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Die Wiesenburg in Berlin-Gesundbrunnen soll zu einem vielfältig genutzten Standort weiterentwickelt werden, der Wohnen, Kultur, Kunst und Handwerk miteinander verbindet. Dabei steht die behutsame Revitalisierung des denkmalgeschützten Ensembles im Vordergrund, das seine historischen Strukturen bewahren und zugleich neue Nutzungen aufnehmen soll.

  • Bezirk: Berlin-Mitte
  • Adresse: Wiesenstraße 55, 13357 Berlin
  • Größe: rund 1,2 Hektar
  • Nutzung: Wohnen, Kultur, Kunst, Handwerk, Gewerbe
  • Status: denkmalgeschützter Bestand
  • Förderzeitraum: 2025 bis 2029
  • Kosten: 11 Millionen Euro aus Städtebauförderprogrammen

Die Wiesenburg zählt zu den historisch gewachsenen Orten im Wedding. Ursprünglich 1896 als Asylheim für obdachlose Menschen errichtet, wurde das Areal später von Gewerbebetrieben genutzt. Nach kriegsbedingten Schäden ab den 1960er Jahren entwickelte es sich zunehmend zu einem Standort für Künstlerinnen und Künstler sowie kreative und handwerkliche Nutzungen.

Revitalisierung der Wiesenburg in Gesundbrunnen

Das Land Berlin übertrug das rund 1,2 Hektar große Areal im November 2014 an die städtische Wohnungsbaugesellschaft degewo. Mit der Übertragung verband sich der Auftrag, Wohnbaupotenziale zu erschließen und zugleich bestehende Nutzungen zu erhalten und weiterzuentwickeln.

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Historische Backsteinbauten und moderne Wohnhäuser prägen die Revitalisierung der Wiesenburg im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen.

Auf dem Wiesenburg-Areal in Gesundbrunnen entstehen Wohnungen und Gewerbeflächen neben historischen Gebäudeteilen. / © Foto: Markus Löffelhardt

Wiesenburg in Gesundbrunnen: Wohnen, Kultur und Handwerk

Die erhaltene Bausubstanz steht unter Denkmalschutz. Deshalb verfolgt die Revitalisierung der Wiesenburg keinen vollständigen Neubeginn, sondern eine schrittweise Erneuerung des Bestands. Die Planung sieht vor, die bisherigen Nutzungen im denkmalgeschützten Bereich fortzuführen und auszubauen. Dazu gehören Räume für Kunst, Kultur, Handwerk, Bildung und kleinere Gewerbebetriebe.

Gleichzeitig reagiert das Projekt auf den Wohnungsbedarf in Berlin. Auf dem südlichen Grundstücksteil entstanden neue Gebäude mit 102 Mietwohnungen und etwa 500 Quadratmetern Gewerbefläche. Damit verbindet das Areal bestehende Strukturen mit neuen Nutzungen.

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Ein neu errichtetes Wohnhaus auf dem Wiesenburg-Areal grenzt direkt an historische Backsteinmauern des ehemaligen Asylheims in Gesundbrunnen.

Die Revitalisierung der Wiesenburg verbindet neuen Wohnraum mit denkmalgeschützter Architektur in Gesundbrunnen. / © Foto: Markus Löffelhardt

11 Millionen Euro für Revitalisierung des Wiesenburg-Areals

Die Senatsverwaltung nennt für die aktuelle Revitalisierung einen Förderzeitraum von 2025 bis 2029 und Gesamtkosten von 11 Millionen Euro, die aus den Programmen „Nationale Projekte des Städtebaus“ sowie „Lebendige Zentren und Quartiere“ finanziert werden. Sie sollen für die Sanierung des Altbaubestands bereitstehen.

Die Revitalisierung soll den historischen Charakter der Wiesenburg erhalten und zugleich nicht mehr nutzbare Bauteile wieder zugänglich machen. Der Förderbereich konzentriert sich auf Angebote, die für die Quartiersentwicklung wichtig sind und der Öffentlichkeit Zugang zur denkmalgeschützten Gesamtanlage ermöglichen. Damit bleibt die Wiesenburg in Gesundbrunnen ein Ort, an dem Wohnen, Arbeiten, Kultur und Handwerk räumlich nah beieinander liegen.

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Wiesenburg-Areal (Gesundbrunnen)

Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen; Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen; Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

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