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In Potsdam ist im Wohnverbund Wieselkiez eine dritte Gemeinschaftswohnung eröffnet worden, um die soziale Betreuung und Integration der dort lebenden Menschen zu stärken. Die Räumlichkeiten sollen Begegnung ermöglichen, Beratung erleichtern und die Angebote für geflüchtete Familien und Menschen in Wohnungsnot erweitern. Der zusätzliche Platz reagiert auf die hohe Zahl an Kindern und Familien im Gebäude.

Neubau Gemeinschaftswohnungen im Wieselkiez

Die Gemeinschaftswohnung entseht im Rahmen des Sonderbauprogramms der Stadt Potsdam im Stadtteil Schlaatz. Der Neubau am Wieselkiez besteht aus zwei parallel angeordneten Wohngebäuden in Holztafelbauweise, deren warme Fassaden sich deutlich von der umliegenden Bebauung abheben. / © Foto: Benjamin Maltry

© Fotos: Benjamin Maltry

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Im Potsdamer Stadtteil Schlaatz ist eine weitere Gemeinschaftswohnung eröffnet worden, die künftig als Begegnungs- und Beratungsraum für die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnverbunds Wieselkiez dienen soll. Die Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, Brigitte Meier, übergab die Einheit gemeinsam mit Verantwortlichen aus der sozialen Arbeit an die Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH. Damit wird das bestehende Angebot deutlich ausgeweitet, denn die bisherigen Räume reichten angesichts der Bewohnerzahl nicht mehr aus.

Der Wohnverbund umfasst insgesamt 50 Wohnungen, die sowohl Menschen in Wohnungsnot als auch geflüchteten Familien zur Verfügung stehen. Rund 220 Personen leben aktuell im Gebäude, darunter etwa 140 Kinder. Die Stadt betont seit längerem, dass gerade Familien einen hohen Unterstützungsbedarf haben, von Beratung im Alltag bis hin zu Angeboten der sozialen Teilhabe.

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Potsdam erweitert soziale Infrastruktur: Dritter Begegnungsraum für den Wohnverbund Wieselkiez

Meier erklärte bei der Eröffnung, Integration könne nur funktionieren, wenn Begegnungen ermöglicht und Unterstützungsangebote gut erreichbar seien. Nach ihren Worten sei dafür eine enge Verzahnung mit dem Quartier notwendig. Man müsse interkulturelle Begegnungen fördern und Kooperationen mit lokalen Einrichtungen stärken, erläuterte sie. Genannt wurden unter anderem das Friedrich-Reinsch-Haus und das Bürgerhaus am Schlaatz, mit denen bereits seit Jahren zusammengearbeitet werde.

Auch die Sozialen Wohnhilfen verweisen auf die vielfältigen Bedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner. Bereichsleiterin Doreen Wagner sagte laut Stadt, entscheidend sei, wie man Menschen anspreche und in Prozesse einbinde. Sie habe im Wieselkiez viele Familien erlebt, die motiviert seien, sich zu integrieren und am Stadtteilleben teilzunehmen. Geschäftsführer Daniel Beermann betonte zudem die gute Zusammenarbeit mit Betreuenden und Behörden.

Steigender Bedarf: Neue Gemeinschaftswohnung unterstützt Kinder- und Familienangebote in Schlaatz

Mit der dritten Gemeinschaftswohnung reagiert die Stadt auf den zunehmenden Platzbedarf für Aktivitäten, die dort regelmäßig stattfinden. In den bisherigen beiden Räumen wurden bis an die Kapazitätsgrenzen Deutschkurse, Hausaufgabenhilfe, Beratungsangebote, Hilfen zur Haushaltsführung oder gemeinsame Kochabende organisiert. Die steigende Zahl von Kindern im Gebäude mache zusätzliche Angebote notwendig, heißt es aus der Sozialarbeit.

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Das Ziel sei es, soziale Isolation zu vermeiden und Teilhabe zu stärken. Wie die Stadt mitteilt, spiele dabei auch ehrenamtliches Engagement eine wichtige Rolle. Die Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH begleitet die Bewohnerinnen und Bewohner eng im Alltag, etwa bei der Arbeitssuche, bei formalen Fragen oder beim Aufbau von Kontakten in die Nachbarschaft.

Sonderbauprogramm ProPotsdam: Wieselkiez als zentraler Standort für barrierefreien Wohnraum

Der Wohnverbund Wieselkiez ist eines von mehreren Projekten im Sonderbauprogramm der kommunalen ProPotsdam GmbH. Die Gebäude entstanden auf einem früheren Garagengelände in Holztafelbauweise und umfassen barrierefreie Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen. Bereits 2024 war der Standort vollständig bezogen worden. Neben dem Wieselkiez ist auch ein Objekt in der Gluckstraße am Stern Teil dieser städtischen Struktur.

Mit der neuen Gemeinschaftswohnung soll die soziale Infrastruktur im Schlaatz langfristig gestärkt werden. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, Integration nicht nur baulich, sondern auch organisatorisch und sozial zu unterstützen und die Lebensbedingungen für Familien im Quartier stabil zu verbessern.

Quellen: Landeshauptstadt Potsdam, Pro Potsdam GmbH, Tagesspiegel

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