Der historische Industrie- und Gewerbegürtel in Oberschöneweide soll langfristig als Wirtschaftsstandort gesichert werden. Mit einem nun beschlossenen Rahmenplan legt der Bezirk Treptow-Köpenick Leitlinien für die weitere Entwicklung des traditionsreichen Areals fest.

Unternehmen, Eigentümer, Verwaltung und lokale Akteure waren an der Erarbeitung des Zukunftskonzepts für Oberschöneweide beteiligt.

Unternehmen, Eigentümer, Verwaltung und lokale Akteure waren an der Erarbeitung des Zukunftskonzepts für Oberschöneweide beteiligt. / © Foto: IMAGO / Bernd Friedel

© Titelbild: IMAGO / Schöning

ANZEIGE

 

Oberschöneweide soll auch künftig ein wichtiger Standort für Gewerbe, Forschung und Produktion bleiben. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick hat dafür den „Rahmenplan Historischer Industrie- und Gewerbegürtel Oberschöneweide“ beschlossen. Das Konzept soll Orientierung für die weitere Entwicklung des traditionsreichen Areals geben, vor dem Hintergrund steigender Gewerbemieten, wachsender Flächenkonkurrenz und zunehmender Leerstände.

Der Rahmenplan definiert Entwicklungsziele für die verschiedenen Teilbereiche des ehemaligen Industriegebiets entlang der Spree. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die besondere industrielle Prägung des Quartiers erhalten und gleichzeitig neue Perspektiven für Unternehmen und Nutzungen geschaffen werden können.

ANZEIGE

Oberschöneweide: Strategie für Gewerbe, Stadtraum und Spreeufer

Neben der Sicherung gewerblicher Flächen sieht das Konzept auch eine bessere Verbindung des Industrieareals mit dem umliegenden Stadtraum vor. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Aufwertung des Spreeufers sowie der stärkeren Vernetzung der einzelnen Bereiche des historischen Gewerbegürtels.

Die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen soll schrittweise erfolgen. Vorgesehen sind unter anderem Förderanträge beim Berliner Senat sowie der Einsatz bezirklicher Mittel. Der Rahmenplan dient dabei als strategische Grundlage, konkrete Projekte und Maßnahmen in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.

Das historische Kabelwerk Oberspree: Die von den Architekten entworfenen und gebauten Produktions- und Verwaltungsgebäude entsprachen einer völlig neuen Industriekultur, die sich in großen, luftigen und hellen Hallen und Büros mit vergleichsweise geringem Geräuschpegel niederschlugen.

Das historische Kabelwerk Oberspree: Die von den Architekten entworfenen und gebauten Produktions- und Verwaltungsgebäude entsprachen einer völlig neuen Industriekultur, die sich in großen, luftigen und hellen Hallen und Büros mit vergleichsweise geringem Geräuschpegel niederschlugen. / © Foto: IMAGO / Rolf Zöllner

ANZEIGE

Beteiligung von Unternehmen, Eigentümern und Öffentlichkeit

Die Erarbeitung des Konzepts erfolgte in einem mehrmonatigen Beteiligungsprozess. Eingebunden waren ansässige Unternehmen, Eigentümerinnen und Eigentümer, Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik sowie lokale Initiativen. Auch Bürgerinnen und Bürger konnten sich über die Beteiligungsplattform meinBerlin.de informieren und Hinweise zum Planungsprozess einbringen.

Den Abschluss der Beteiligung bildete eine Standortkonferenz am 5. Mai 2026 an der HTW Berlin. Dort stellte das beauftragte Planungsbüro LOKATION:S die finale Fassung des Rahmenplans vor. Künftig sollen weitere Austauschformate mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort folgen, um die Umsetzung zu begleiten.

Mit dem Beschluss setzt der Bezirk auf den langfristigen Erhalt eines Standorts, der seit mehr als 100 Jahren von Industrie und Gewerbe geprägt ist. Gleichzeitig soll die denkmalgeschützte Struktur des Areals bewahrt und an neue Anforderungen eines modernen Wirtschaftsstandorts angepasst werden.

ANZEIGE

Quelle: Bezirksamt Treptow-Köpenick

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.