Die Berliner Verkehrsbetriebe bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor und treffen umfangreiche Maßnahmen, um Busse, Bahnen und Infrastruktur winterfest zu machen. Während die BVG zuletzt eine positive Zwischenbilanz zu ihrem Kurs „Stabilität vor Wachstum“ zog, zeigt der Wintercheck, wie stark Technik, Personal und Planung ineinandergreifen müssen, um einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen. 

JK Zug der BVG am Gleis

Ein spezieller Wartungszug sorgt dafür, dass die Stromschienen auch bei Eis und Schnee funktionsfähig bleiben. Er befreit die Kontaktflächen von Ablagerungen und hält den Betrieb auf Stromschienen die dem Wetter ausgesetzt sind stabil. / © Foto: BVG

© Titelbild: Wikimedia Commons, Leif Jørgensen, CC BY-SA 4.0
© Foto: BVG

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Der Winter steht vor der Tür, und damit steigen die Anforderungen an den Berliner Nahverkehr. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bereiten Fahrzeuge, Gleisanlagen und Betriebsprozesse systematisch auf Schnee, Frost und Glätte vor. Dadurch soll ein stabiler Betrieb gewährleistet werden, selbst wenn die Temperaturen sinken und widrige Wetterlagen zunehmen.

Bereits jetzt haben die internen Teams alle relevanten Anlagen überprüft und auf den Winterbetrieb umgestellt. Diese Vorbereitungen sind Teil eines ganzjährigen Wartungsprozesses. Doch im Winter greifen zusätzliche Maßnahmen, die sicherstellen sollen, dass Busse und Bahnen zuverlässig durch die Stadt kommen.

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BVG setzt auf 941 Weichenheizungen: So schützt Berlin sein Schienennetz vor Frost

Besonders empfindlich reagieren Weichenanlagen auf Frost. Die BVG nutzt deshalb ein umfangreiches Heizsystem: 309 oberirdische U-Bahn-Weichen und 632 Weichen bei der Straßenbahn verfügen über elektrische Heizungen, die je nach Temperatur automatisch aktiviert werden. Rund 500 Heizungen der Straßenbahn werden regelmäßig geprüft und wetterabhängig gesteuert.

Seit Anfang November laufen die Heizstäbe der U-Bahn im Wintermodus. Sie springen bei niedrigen Temperaturen selbstständig an und sollen verhindern, dass bewegliche Metallteile einfrieren. Damit sichern sie einen reibungslosen Betrieb gerade auf vielbefahrenen Abschnitten.

Spezialzug im Einsatz: Stromschienen-Schmierzug sichert Winterbetrieb auf den Linien U1–U3

Um den Betrieb auch bei Schneefall und Eisregen aufrechtzuerhalten, setzt die BVG laut eigenen Angaben, spezielle Wartungsfahrzeuge ein. Ein sogenannter Stromschienen-Schmierzug kommt vor allem auf den Linien U1 bis U3 zum Einsatz. Dort liegt die Stromschiene oben und ist besonders anfällig für Witterungseinflüsse. Mit Bürsten sowie biologisch abbaubaren Tau- und Schmierstoffen hält der Zug die Kontaktfläche frei.

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Trotz technischer Unterstützung bleiben manche Aufgaben Handarbeit. Werden Weichen durch Eisbrocken blockiert, die etwa durch Räumfahrzeuge eingeschoben werden, rücken Spezialteams aus. Sie befreien die Mechanik per Muskelkraft, ein Einsatz, der schnelle Reaktionszeiten erfordert. Daher plant die BVG plant solche Bereitschaften bereits vor dem Winter ein und sorgt dafür, dass in Stellwerken und Bahnhöfen alle nötigen Werkzeuge vorhanden sind.

1.500 BVG-Busse im Wintermodus: Flotte wird für die kalte Jahreszeit ausgerüstet

Neben der Schiene bringt die BVG auch rund 1.500 Busse in den Wintermodus. Die Fahrzeuge sind mit Ganzjahresreifen ausgestattet und verfügen über geprüfte Stand- und Zusatzheizungen. Die Wintervorbereitungen stehen im Zusammenhang mit dem laufenden Modernisierungskurs der BVG. Unter dem Leitmotiv „Stabilität vor Wachstum“ investiert das Unternehmen in Infrastruktur, Fahrzeuge und Personal.

Neue J- und JK-U-Bahnwagen, zusätzliche E-Busse und modernisierte Betriebshöfe sollen den Betrieb ab 2026 weiter verbessern. Der Wintertest zeigt, wie wichtig ein belastbares System für eine wachsende Stadt ist.

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Quellen: BVG

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