Die Mainova prüft die Erneuerung des Umspannwerks an der Ecke Heide-/Schopenhauerstraße, das längst den Anforderungen moderner Stromversorgung angepasst werden muss. Wann und wie die Anlage modernisiert wird, hängt von den noch zu überarbeitenden Plänen ab.

Vor etwa zwei Jahren hatten Mainova und NRM konkrete Pläne für die Erneuerung des Umspannwerks vorgestellt. Seit der Vorstellung dieser Pläne haben sich mehrere Rahmenbedingungen verändert und die ursprüngliche Planung wird derzeit umfassend überarbeitet. / © Foto: Mainova AG
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Das Umspannwerk an der Heide-/Ecke Schopenhauerstraße prägt seit über 50 Jahren das Nordend und Bornheim. Das graue, mit Waschbeton verkleidete Gebäude bildet einen zentralen Knotenpunkt für die Stromversorgung der beiden Stadtteile und sorgt dafür, dass Haushalte und Unternehmen zuverlässig mit Energie versorgt werden.
Inzwischen gilt das Werk jedoch als veraltet. Aus statischen Gründen ist eine Sanierung nicht mehr möglich, weshalb Mainova und ihre Tochtergesellschaft Netzdienste Rhein-Main (NRM) eine umfassende Modernisierung angekündigt haben, deren Umsetzung inzwischen überarbeitet wird und nicht wie ursprünglich geplant erfolgt.
Planungen von 2024: Neubau des Umspannwerks mit Grundstückstausch und vergrößertem Spielplatz
Vor etwa zwei Jahren hatten Mainova und NRM konkrete Pläne für die Erneuerung des Umspannwerks vorgestellt. Ursprünglich war vorgesehen, das bestehende Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, wobei die Kosten auf 35 bis 40 Millionen Euro geschätzt wurden. Bestandteil der ursprünglichen Planung war ein Tausch des Grundstücks mit dem angrenzenden Spielplatz. Der Grundstückstausch sollte die Bauphase verkürzen, da der Neubau auf der Fläche des Spielplatzes entstehen und ein Provisorium für die Stromversorgung während der Bauzeit entfallen könnte.
Nach Fertigstellung des neuen Umspannwerks sollte der Spielplatz auf einem größeren Areal, auf dem aktuell das Umspannwerk steht, wiedererrichtet und modernisiert werden, um Kindern und Jugendlichen zeitgemäße Spielmöglichkeiten zu bieten. Die Umsetzung war ursprünglich für die Zeit zwischen Mitte und Ende 2028 vorgesehen.
Überarbeitete Planungen und aktuelle Untersuchungen am Umspannwerk
Seit der Vorstellung dieser Pläne haben sich mehrere Rahmenbedingungen verändert. Ulrike Schulz, Sprecherin der Mainova, erklärte, dass die ursprüngliche Planung derzeit umfassend überarbeitet wird. Ob einzelne Elemente der damaligen Planung übernommen oder das Projekt vollständig neu strukturiert wird, ist derzeit noch offen. Neue Erkenntnisse sollen zu einem späteren Zeitpunkt dem Ortsbeirat und der Öffentlichkeit vorgestellt werden, um über den weiteren Verlauf der Modernisierung zu informieren.
Anwohnerinnen und Anwohner hatten Anfang des Jahres Arbeiten am Umspannwerk beobachtet. Schulz bestätigte, dass bis Mitte Januar der Untergrund untersucht wurde. Diese Bohrungen dienten der Erstellung eines Bodengutachtens, weitere Untersuchungen seien nicht auszuschließen. Damit wird die Grundlage für die weiteren Planungen geschaffen und die Beschaffenheit des Geländes detailliert erfasst.
Wie geht es weiter? Modernisierung des Umspannwerks und Spielplatzgestaltung noch offen
Die Mainova betont, dass die Planungen für den Neubau noch nicht abgeschlossen sind, und auch die Zukunft des angrenzenden Spielplatzes bleibt bislang offen. Wann und in welchem Umfang das Umspannwerk modernisiert und die Spielfläche neu gestaltet werden, hängt von den überarbeiteten Plänen ab.
Es bleibt also vorerst abzuwarten, wie sich die Ecke Heide-/Schopenhauerstraße in den kommenden Jahren entwickeln wird.
Quellen: Mainova, Frankfurter Neue Presse
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