Am 15. Juni startet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen eine berlinweite Kampagne mit dem Titel „Lebenswertes Berlin“. Sie will die Vielfalt stadtentwicklungspolitischer Maßnahmen sichtbar machen, die in vielen Kiezen den Alltag der Berlinerinnen und Berliner prägen.

Im Pankeviertel hat die GESOBAU AG kürzlich den Nachbarschaftstreff „Kleine Post“ eröffnet. Die Kampagne „Lebenswertes Berlin“ greift solche Beispiele auf, um zu zeigen, wie neue Orte der Begegnung zur Stärkung von Nachbarschaften und zur Verbesserung des städtischen Zusammenlebens beitragen. / © Foto: GESOBAU AG
© Kampagne / Titelbild: SenStadt/Milena-Zara
Ob „Wilmas Dorf“ oder „Hermanns Platz“: Mit großformatigen Motiven im öffentlichen Raum will die Kampagne „Lebenswertes Berlin“ zeigen, wie Stadtentwicklung im Alltag wirkt. Fünf Bildmotive greifen typische Situationen aus Berliner Quartieren auf und setzen dabei auf reale Orte und Menschen. Ziel ist es, die oft abstrakt wirkenden Maßnahmen greifbarer zu machen und ihre Wirkung sichtbar darzustellen.
Die Motive entstanden in Zusammenarbeit mit Menschen aus verschiedenen Bezirken, darunter Spandau, Marzahn-Hellersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln. Sie sollen stellvertretend für die Vielfalt der Kieze und die unterschiedlichen Projekte stehen, die dort umgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen Begegnungsorte, Nachbarschaftsinitiativen und öffentliche Räume, die das Zusammenleben prägen.

Im April öffnete mit dem „KIEZORT Brusi“ ein neuer Nachbarschaftstreff in der Brusebergsiedlung in Reinickendorf. / © Foto: HOWOGE
Städtebauförderung als zentrale Finanzierungsbasis: 150 Mio. Euro pro Jahr
Finanziell gestützt wird die Stadtentwicklung in Berlin unter anderem durch die Städtebauförderung von Bund und Land. Jährlich stehen dafür mehr als 150 Millionen Euro zur Verfügung. Die Programme gelten als zentrales Instrument einer integrierten Stadtentwicklung, das soziale und bauliche Maßnahmen miteinander verbindet.
Zum Einsatz kommen unter anderem Programme wie „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und BENN. Sie fördern den Ausbau sozialer Infrastruktur, unterstützen Kitas, Nachbarschaftszentren und Projekte im öffentlichen Raum. Damit sollen stabile Quartiere entstehen, in denen sich Bewohnerinnen und Bewohner aktiv einbringen können.

Der Berliner Senat fördert Stadtteile durch das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“. Während etwa die Wilmersdorfer Straße als Wirtschafts- und Handelsstandort gestärkt werden soll, wird die Brunnenstraße Nord mit Stadtnatur und Gemeinschaft weiterentwickelt. / © Foto: Wikimedia Commons, Tony Webster from Portland, Oregon, United States, CC BY 2.0
Kampagne „Lebenswertes Berlin“: Alltag in den Kiezen als zentrales Motiv
Ein weiterer Schwerpunkt der Kampagne liegt auf dem Engagement in den Kiezen. Die Bildmotive zeigen unter anderem Nachbarschaftsgärten, Spielplätze und Treffpunkte, die gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern entwickelt oder genutzt werden. Die Aufnahmen entstanden in unterschiedlichen Berliner Bezirken und spiegeln damit die räumliche Vielfalt der Stadt wider.
Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler betont, dass Stadtentwicklung die Menschen und ihr unmittelbares Lebensumfeld in den Mittelpunkt stellt. „Unsere Arbeit ist ein soziales Versprechen an die Stadt“, so Gaebler. Ziel sei es, Begegnung zu ermöglichen und das Engagement vor Ort sichtbar zu machen.




© Kampagne / Fotos: SenStadt/Milena-Zara
Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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