Das Brücke-Museum in Dahlem steht vor einer umfassenden Erneuerung, und zieht damit ungewöhnlich viele architektonische Ideen an. Der Wettbewerb zeigt, wie stark die Zukunft eines vergleichsweise stillen Kulturortes die Fachwelt bewegt.

Das Bild zeigt den Eingang zum Brücke-Museum in Dahlem.

Im Südwesten Berlins, eingebettet in die Landschaft des Grunewalds, ist das Brücke-Museum ein wichtiger Ort für die Kunst des Expressionismus und die Gruppe „Brücke“. / © Foto: Wikimedia Commons, GodeNehler, CC BY-SA 4.0

© Titelbild: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0

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Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat für die Erweiterung und Sanierung des Brücke-Museum in Berlin-Dahlem einen europaweit offenen Realisierungswettbewerb ausgelobt und stieß damit auf breites Interesse. Rund 240 Architekturbüros reichten Entwürfe ein, um die Zukunft des Hauses architektonisch neu zu denken. Nach einer zweitägigen Sitzung wählte das Preisgericht nun 18 Arbeiten für die zweite Wettbewerbsphase aus.

Die große Beteiligung unterstreicht die Bedeutung der Aufgabe: Gefragt sind Lösungen, die den denkmalgeschützten Bestand respektieren und zugleich zusätzliche Nutzungen ermöglichen. Ausstellung, Depot, Verwaltung sowie Bereiche für Vermittlung und Forschung sollen künftig räumlich erweitert werden.

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Brücke-Museum in Dahlem vor Erneuerung: Auswahl für die zweite Phase

In der nächsten Bearbeitungsstufe werden die ausgewählten Entwürfe vertieft weiterentwickelt. Erst im September 2026 soll die abschließende Bewertung durch das Preisgericht erfolgen. Danach wird entschieden, wie sich der Museumsstandort künftig baulich präsentiert.

Die Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt betonte im Rahmen des Verfahrens die Bandbreite der eingereichten Konzepte. Das Verfahren zeige, wie unterschiedlich sich der sensible Umgang mit Bestand und Erweiterung interpretieren lasse.

Museum am Grunewald: Ein Haus im Grünen mit Geschichte

Das Brücke-Museum wurde 1967 nach Plänen des Architekten Werner Düttmann eröffnet. Am Rand des Grunewalds gelegen, ist es eng mit seiner Umgebung verwoben: Ein niedriger Baukörper, Sichtbeton, Ziegel und Holz bestimmen die Architektur, die bewusst auf repräsentative Gesten verzichtet.

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Seine Bedeutung ergibt sich vor allem aus der Sammlung: Das Haus beherbergt die weltweit größte zusammenhängende Kollektion der Künstlergruppe „Brücke“ und zählt zu den zentralen Orten des deutschen Expressionismus in Berlin.

Bruecke-Museum, Gebäude

Das Brücke-Museum in Dahlem: Architektonisch zeichnet sich das Gebäude durch seine bewusste Zurückhaltung aus. / © Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0

Wettbewerb für Düttmann-Bau: Zwischen Denkmalschutz und Erweiterung

Mit rund sechs Jahrzehnten Betrieb stoßen Gebäude und Infrastruktur zunehmend an funktionale Grenzen. Besonders fehlende Flächen für Lagerung, Forschung und Vermittlung prägen die Ausgangslage des Wettbewerbs. Gleichzeitig soll der Charakter des Hauses als zurückhaltender Kulturort im Landschaftsraum erhalten bleiben.

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Die Herausforderung besteht darin, den Bestand nicht zu überformen und dennoch zeitgemäße Anforderungen eines Museumsbetriebs zu integrieren. Landschaftsarchitektur spielt dabei ebenso eine Rolle wie der architektonische Umgang mit dem bestehenden Baukörper.

Die zweite Phase des Wettbewerbs läuft bis in den Sommer 2026, bevor Anfang September die endgültige Entscheidung fällt. Im Anschluss wird eine Ausstellung der Entwürfe die Ergebnisse öffentlich zugänglich machen.

Brücke-Museum

Quellen: Brücke-Museum, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

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