Für die „Urbane Mitte Süd“ am Gleisdreieck steht der Sieger des Architekturwettbewerbs fest. Das Büro KSP Engel setzte sich mit seinem Entwurf für zwei Neubauten am südlichen Rand des Parks durch. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen.

Visualisierung des Siegerentwurfs für die „Urbane Mitte Süd“ mit zwei unterschiedlich hohen Gebäuden, Sockelzone und öffentlichen Freiflächen.

Mit zwei unterschiedlich hohen Gebäuden und einer öffentlich orientierten Sockelzone will der Siegerentwurf einen neuen städtebaulichen Akzent am Gleisdreieck setzen. / © april studios

© Titelbild: april studios

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Am Gleisdreieck nimmt ein seit Jahren diskutiertes Bauvorhaben die nächste Hürde: Für den südlichen Teil der „Urbanen Mitte“ ist der Realisierungswettbewerb entschieden. Das Preisgericht kürte den Entwurf von KSP Engel gemeinsam mit nsp landschaftsarchitekten stadtplaner zum Sieger. Damit steht erstmals konkret fest, wie das Gebäudeensemble auf den beiden südlichen Baufeldern aussehen könnte.

Sieben Planungsteams hatten sich zwischen April und August 2026 an dem einphasigen Wettbewerb beteiligt. Den zweiten Preis erhielt Kleihues + Kleihues mit POLA Landschaftsarchitekten. Zwei dritte Preise gingen an Ortner & Ortner Baukunst mit st raum A sowie Baumschlager Eberle mit Luz Landschaftsarchitektur.

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Zwei Hochpunkte am südlichen Rand des Gleisdreiecks

Der Siegerentwurf sieht zwei Gebäude mit rund 49 und 25 Metern Höhe vor, die durch einen gemeinsamen Sockel verbunden werden. Auf rund 23.750 Quadratmetern Geschossfläche soll ein gemischt genutztes Ensemble entstehen. In den oberen Bereichen sind Beherbergungsangebote und temporäres Wohnen vorgesehen. Die unteren Geschosse sollen unter anderem Sport, Gastronomie und kleinteiliges Gewerbe aufnehmen.

Besonderes Gewicht legt der Entwurf auf den Übergang zwischen dem Park am Gleisdreieck und der neuen Bebauung. Nach Einschätzung des Preisgerichts zeichnet sich das Konzept vor allem durch einen klar ausgebildeten Sockel aus, der unterschiedliche Nutzungen bündelt und den öffentlichen Raum stärken soll. Die beiden Hochpunkte sollen sich zugleich in die bestehende städtebauliche Situation einfügen.

Nahaufnahme Urbane Mitte Spüd mit markanter Fassade und großen Fenstern

Die Fassadengestaltung setzt auf eine klare Gliederung und differenzierte Strukturen. / © KSP Engel

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Nach jahrelanger Planung beginnt die Konkretisierung

Die Entscheidung fällt nach einer langen Vorgeschichte. Der südliche Teil der „Urbanen Mitte“ erhielt im Februar 2026 durch den Beschluss des Bebauungsplans VI-140cab im Berliner Abgeordnetenhaus Planungsrecht. Mit der Veröffentlichung des Bebauungsplans im April war das Verfahren abgeschlossen. Damit konnte die konkrete Planung der beiden Gebäude beginnen.

Das Areal zwischen Trebbiner Straße, Deutschem Technikmuseum, Ostpark und Luckenwalder Straße ist Teil der größeren Quartiersentwicklung „Urbane Mitte Am Gleisdreieck“. Das Projekt wird seit mehr als einem Jahrzehnt geplant und war wiederholt Gegenstand politischer und öffentlicher Debatten. Der städtebauliche Masterplan geht auf einen Wettbewerb aus dem Jahr 2015 zurück.

Gleisdreieck, Urbane Mitte

Der Park am Gleisdreieck heute: Rund um die Grünfläche stehen größere Veränderungen bevor. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Urbane Mitte Süd: Baubeginn für 2027 vorgesehen

Nach dem Abschluss des Realisierungswettbewerbs soll der Siegerentwurf nun weiter ausgearbeitet werden. Vorgesehen ist, dass die beiden Neubauten ab 2027 realisiert werden. Der südliche Abschnitt bildet damit den ersten konkreten Bauabschnitt der Quartiersentwicklung am Gleisdreieck.

Dabei sind erste Veränderungen im Umfeld bereits sichtbar: An der Luckenwalder Straße werden derzeit die beiden Vorderhäuser am Eingang der STATION Berlin abgerissen. Der Rückbau ist Teil der geplanten Neuordnung des Areals und zeigt, dass die Veränderungen rund um die „Urbane Mitte Süd“ am Gleisdreieck bereits begonnen haben.

Visualisierung des Siegerentwurfs für die „Urbane Mitte Süd“ am Gleisdreieck mit zwei Neubauten, einem gemeinsamen Sockel und angrenzenden Freiflächen.

Der Siegerentwurf von KSP Engel zeigt die geplanten Neubauten der „Urbanen Mitte Süd“ am Gleisdreieck mit zwei unterschiedlich hohen Hochpunkten. / © april studios

Visualisierung des Siegerentwurfs für die „Urbane Mitte Süd“ am Gleisdreieck mit zwei Neubauten, einem gemeinsamen Sockel und angrenzenden Freiflächen.

Der prämierte Entwurf ordnet zwei Hochpunkte in eine gemeinsame Sockelbebauung ein und soll den Übergang zum Park stärken. / © april studios

Quellen: Periskop, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

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24 Kommentare

  1. u.k 24. August 2026 at 10:02 - Reply

    eine schöne Stapelbox, so wunderbar begrünt. Das fügt sich sicherlich ganz harmonisch in die Landschaft dort ein

  2. M.Hillen 24. August 2026 at 13:31 - Reply

    Und wieder ein architektonischer Leckerbissen. Berlin, du bist so wunderbar!

  3. Nic 24. August 2026 at 14:16 - Reply

    bei dem Ergebnis möchte ich die anderen Entwürfe nicht sehen :-((

  4. Hai 24. August 2026 at 14:22 - Reply

    Klar das bei diesem Senat so ein schlechter Entwurf gewinnt, Hauptsache möbliertes wohnen für unbegrenzt miete
    Danke CDU für nichts

  5. Suppe 24. August 2026 at 14:26 - Reply

    Also es gibt auch schöne rechteckige Gebäude. Dieses wird voraussichtlich nicht dazu gehören.

    • phobos 27. August 2026 at 17:59 - Reply

      Sehr hübsch, so soll mein Sarg bitte auch aussehen.

  6. Bruker 24. August 2026 at 14:34 - Reply

    Wieder haben die Architekten in der Kindheit zuviel Lego gespielt. Wo ist die Begrünung? Wo ist der Klimaschutz? Und vor allem: wo sind bezahlbare Mietwohnungen??

    • LosteLinke 26. August 2026 at 18:49 - Reply

      Bezahlbare Mietwohnungn wird und sollte es niemals an so promintenten Orten geben. Wo ist eigentlich mein bezahlbare 200qm Jugendstil Villa am Kudamm?

  7. Ewald Karl 24. August 2026 at 15:04 - Reply

    Immerhin mal ein Beispiel, bei dem das Gebäude schon auf dem Rendering seine ganze Hässlichkeit offenbart.

  8. Werner Krcmar 24. August 2026 at 15:35 - Reply

    Die Gebäude am vorherigen Entwurf waren schon basic, aber das hier…
    Lieber den Platz so lassen wie es ist.
    Und dafür schwurbeln die 30j?
    Wahnsinn.

  9. M.F. 24. August 2026 at 15:37 - Reply

    Zitat Frau Kahlfeldt zum Siegerentwurf Büro KSP Engel:
    „Der Standort am Gleisdreieck stellt hohe Anforderungen an Architektur und die Einbindung in den Park. Der ausgezeichnete Entwurf begegnet diesem besonderen innerstädtischen Ort mit Robustheit und gestalterischer Kraft. Er entwickelt eine überzeugende Antwort auf ein Umfeld, das gleichermaßen durch Verkehrsanlagen, den Park, Denkmäler und urbanes Leben geprägt ist.“
    Gestalterische Kraft….?? Überzeugende Antwort…??
    Ohne Worte…

  10. Angela Laich 24. August 2026 at 16:43 - Reply

    Ein neues Anschauungsobjekt für den Mangel an gestalterischem, ästhetischem und umweltbezogenem Know How der Planer.
    Stapelboxensystem analog Postscheckamt.
    Die Copy-Paste Generation Architekten, die durch bevorzugt sterile, fantasielose, hygienisch abwaschbare Glas-dominierte und einen inakzeptablen CO2 Abdruck hinterlassende Entwürfe auffällt.

    Das Preisgericht belohnt, was Mode ist. Es möge sich schämen.

    Fächer wie Ästhetik, Artenschutz, Umweltauswirkungen müssen verstärkt in den Studiengang Architektur. Und das Zeichnen mit der Hand. Copy Paste am PC ist zu wenig… Den Preis für die Errichtung dieser Stapel-Boxen zahlen Umwelt, Stadtnatur und die AnwohnerInnen des Kiezes. Als ParkbesucherIn wird man optisch „erschlagen“.

    • Stefan Görlich 25. August 2026 at 21:45 - Reply

      „Der Standort am Gleisdreieck stellt hohe Anforderungen an Architektur und die Einbindung in den Park. Der ausgezeichnete Entwurf begegnet diesem besonderen innerstädtischen Ort mit Robustheit und gestalterischer Kraft. Er entwickelt eine überzeugende Antwort auf ein Umfeld, das gleichermaßen durch Verkehrsanlagen, den Park, Denkmäler und urbanes Leben geprägt ist“. Kahlfeld ist erkennbar in Sachen Architektenprosa bei Lüscher in die Lehre gegangen. Ich denke: Besser bliebe das Feld kahl.

    • Marcel S. 27. August 2026 at 19:25 - Reply

      Sehr geehrte Frau Laich

      Haben Sie Architektur studiert oder woher haben Sie Ihre Meinung? Handzeichnen hatten wir im Studium tatsächlich sehr viel, im Grundstudium war es quasi Pflicht, ausschließlich analog zu zeichnen und wir hatten sogar Aktzeichnen. Man hat uns die Architekturgeschichte von der Antike bis zur Moderne und besonders die italienische Renaissance in allen möglichen Facetten bis zum erbrechen beigebracht. Ich finde den Entwurf auch alles andere als Ansprechend aber solche Entwürfe entstehen nicht, weil Architekten heute angeblich das Verständnis von Ästhetik fehlt. Der Eindruck von Copy&paste entsteht vor allem dann, wenn der Fokus auf Wirtschaftlichkeit übermäßig viel Raum einnimmt.

  11. Michael 24. August 2026 at 17:50 - Reply

    Ich finde den Platz vor dem Gebäude super. Eine große gepflegte Betonfläche.
    Schon im Entwurfsvorschlag fehlt jedes Gefühl für sich verändernde klimatische Verhältnisse. Weiter so, es kann nur besser werden, schlimmer geht’s nicht mehr.

  12. Klaus Otto 24. August 2026 at 20:22 - Reply

    Im Wettbewerb um lukrative Hässlichkeit guter Durchschnitt, im Hindernisrennen rund um Klimawandel-Erfordernisse die Goldene Blindpese. Städtebauliche Prostitution hält.

  13. Stefan Bracht 25. August 2026 at 08:06 - Reply

    Den ausschließlich negativen Kommentaren kann ich mich nur anschließen. Es braucht einen Masterplan für die Stadt der Zukunft, die eine Antwort auf Klimawandel und soziales Zusammenleben hat. Die geplante Nutzung darf hinterfragt werden. Leben wir in Zeiten des Nomadentums, in denen die Städte nur noch für stark begrenzten Aufenthalt konzipiert werden? Wo werden die Menschen dann leben? In Sattelitenstädten am Rande der Stadt?

  14. Marco 25. August 2026 at 09:54 - Reply

    Die Kubatur wie in den 50er Jahren! Unglaublich hässlich!!! Was macht Ihr nur mit meiner Heimatstadt!

  15. Gabriela Germer 25. August 2026 at 12:07 - Reply

    Naja, schön und ansprechend sieht für mich anders aus.

  16. at. 27. August 2026 at 14:09 - Reply

    Egal, wer die jeweiligen Wettbewerbe gewinnt, ob KSP, O&O, Tschoban Voss, BSE, K+K oder wie sie alle heißen, du würdest niemals wissen, wer den gerade gewonnen hat, wenn es nicht rangeschrieben werden würde… Heißt: Alles eine Berliner Soße ohne Handschrift.
    Ich schau da in Teilen schon gar nicht mehr hin.
    Ist schon krass, wie man einfach nichts mehr will. Die Stadt nicht, die Architekten nicht, die Investoren nicht…einfach keiner. Null Kreativität, keine Lust mal auf ein Ausrufezeichen oder sonst irgendwelche Bringer. Hautsache, man hat sich bis zur Ermüdung daran abgearbeitet, ob die Teile noch 15m höher sein dürfen oder nicht. Alles blutleer bis ins Knochenmark… Haken dranmachen, das Salär nach Hause fahren und gut is… Furchtbar.

    • at. 27. August 2026 at 14:15 - Reply

      Da kämpfst du seit gefühlt ewigen Zeiten um das Projekt und dann läßt du dir so’n Zeugs hinbauen. Schwer zu begreifen.

  17. Marcel S. 27. August 2026 at 19:23 - Reply

    Haben Sie Architektur studiert oder woher haben Sie Ihre Meinung? Handzeichnen hatten wir im Studium tatsächlich sehr viel, im Grundstudium war es quasi Pflicht, alles mit Hand zu zeichnen und wir hatten sogar Aktzeichnen. Man hat uns die Architekturgeschichte von der Antike bis zur Moderne und besonders die italienische Renaissance in allen möglichen Facetten bis zum erbrechen beigebracht. Ich finde den Entwurf auch alles andere als Ansprechend aber solche Entwürfe entstehen nicht, weil Architekten heute angeblich das Verständnis von Ästhetik fehlt. Der Eindruck von Copy&paste entsteht vor allem dann, wenn der Fokus auf Wirtschaftlichkeit übermäßig viel Raum einnimmt.

  18. Chris 27. August 2026 at 21:56 - Reply

    Ich war bis jetzt kein Gegner der Bebauung „Urbane Mitte“. Jetzt bin ich es.
    Wie kann man heute noch so planen und bauen?
    Berlin koppelt sich architektonisch vollständig ab von der Welt, sogar von Projekten in Deutschland, wenn man zum Beispiel an Hamburg denkt. Dies hier ist ästhetisch eine einzige Zumutung.
    Das Problem in Berlin scheinen die „Experten“ der Preisgerichte zu sein. Es werden immer die mit Abstand langweiligsten Entwürfe ausgewählt. Das sagen übrigens auch etliche Architekten, manchmal vielleicht nur hinter vorgehaltener Hand.
    Aber Jammern und Klagen, oder auch der Galgenhumor einiger Kommentare hier, hilft überhaupt nicht mehr.
    Wir leben in einer Stadt, deren langweilige und bedrückende Stapelbox-Architektur unsere Zukunft prägen und auf uns alle zurückwirken wird.
    Es müsste sich eine Art ästhetischer Widerstand dagegen formieren!

  19. Isa 28. August 2026 at 09:53 - Reply

    Traurig, gestrig, grau. Einfalt und Härte.
    Bin vor 25 Jahren in diese Stadt gekommen.
    Möchte nur noch weg.

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