Potsdam hat den Wettbewerb für die künftige Gestaltung öffentlicher Flächen am Griebnitzsee entschieden. Die prämierten Entwürfe sollen den sensiblen Uferraum zwischen Natur, Erholung und deutsch-deutscher Geschichte neu ordnen.

Griebnitzsee von oben, eingezeichnet sind die Uferflächen, die neugestaltet werden sollen

Bei den Planungen geht es um mehrere öffentliche Flächen am Südufer des Griebnitzsees, die künftig naturnah gestaltet und besser für Erholungssuchende zugänglich gemacht werden sollen. / © Grafik: Landeshauptstadt Potsdam

© Titelbild: Bbzl

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Der Griebnitzsee gehört zu den besonderen Landschaftsräumen Potsdams, und zugleich zu den umstrittensten. Jahrzehntelang war die Frage, wie viel des Ufers öffentlich zugänglich sein soll, Gegenstand von Diskussionen und rechtlichen Auseinandersetzungen. Nun nimmt die Stadt einen neuen Anlauf, die eigenen Flächen am Südufer langfristig aufzuwerten: Der freiraumplanerische Wettbewerb für die Gestaltung der öffentlichen Uferbereiche ist entschieden.

Gesucht waren Konzepte, die unterschiedliche Anforderungen zusammenbringen: mehr Aufenthaltsqualität am Wasser, ein behutsamer Umgang mit Natur und Landschaft sowie eine angemessene Einbindung der historischen Bedeutung des Ortes. Insgesamt 14 Landschaftsarchitekturbüros entwickelten Ideen für den gesamten Uferbereich einschließlich der Zugänge. Drei konkrete städtische Teilflächen wurden dabei vertieft bearbeitet.

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Griebnitzsee: Siegerentwurf verbindet Landschaft und Geschichte

Den ersten Preis erhielt das Berliner Büro bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau. Das Preisgericht hob vor allem die ruhige Gestaltung, die klare Erschließung und den sensiblen Umgang mit dem Ort hervor. Eine zentrale Rolle spielt dabei der historische Kolonnenweg, der als Zeugnis der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze erhalten und in die Gestaltung einbezogen werden soll.

Der zweite Preis ging an Lohaus Carl Köhlmos Landschaftsarchitektur und Stadtplanung aus Hannover, den dritten Preis erhielt Atelier Loidl aus Berlin. Anerkennungen wurden außerdem für die Entwürfe von POLA Landschaftsarchitekten sowie der Arbeitsgemeinschaft JUCA x LAMA vergeben.

Mit dem Wettbewerb verfolgt die Stadt nicht nur die Gestaltung einzelner Freiflächen. Bereits zum Start des Verfahrens war klar, dass die Ergebnisse auch als Grundlage für die weitere Entwicklung des gesamten Uferbereichs dienen sollen. Langfristig bleibt das Ziel bestehen, einen durchgehenden öffentlichen Uferweg am Griebnitzsee zu ermöglichen.

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Ausstellung und weitere Planung für das Griebnitzsee-Ufer

Die prämierten Arbeiten werden nach den Sommerferien öffentlich präsentiert. Vom 26. August bis zum 18. September 2026 können Interessierte die Entwürfe online sowie vor Ort im Bürgerhaus am Schlaatz einsehen.

Im Anschluss soll eines der ausgezeichneten Büros mit der weiteren Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung beauftragt werden. Die Umsetzung der ersten baulichen Maßnahmen wird nach aktuellem Stand frühestens im kommenden Jahr erwartet.

Griebnitzsee

Quellen: Landeshauptstadt Potsdam, Wikipedia

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