In der Werlseestraße in Friedrichshagen entstehen 17 geförderte Wohnungen in einem fünfgeschossigen Holzbau. Das Projekt „Die Werle“ verbindet sozialen Wohnungsbau mit gemeinschaftlichen Angeboten und einem besonderen Sanitärkonzept.

Gestapelte Holzpaletten stehen vor dem Straßenschild Werlseestraße an einer Wohnungsbaustelle in Friedrichshagen.

Baumaterial lagert an der Kreuzung Werlseestraße und Breestpromenade vor der Baustelle für 17 neue Wohnungen in Friedrichshagen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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In der Werlseestraße in Friedrichshagen nimmt ein ungewöhnliches Wohnungsprojekt Gestalt an. Hinter dem Baugerüst entsteht kein klassisches Mehrfamilienhaus. Die Genossenschaft selbstverwalteter Projekte verbindet geförderte Wohnungen mit Holzbau, gemeinschaftlich genutzten Räumen und einem neuartigen Umgang mit Wasser und Abwasser.

  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Adresse: Werlseestraße 12, 12587 Berlin
  • Projektstatus: Im Bau
  • Wohnungen: 17 geförderte Wohnungen
  • Baubeginn: Juni 2025
  • Fertigstellung: Ende 2026

Der fünfgeschossige Neubau an der Werlseestraße 12 hat inzwischen seine geplante Höhe weitgehend erreicht. Die GSP eG will dort 17 Wohnungen für knapp 40 Menschen schaffen. Die Einheiten umfassen 1,5 bis vier Zimmer und sind zwischen 37 und 86 Quadratmeter groß. Sämtliche Wohnflächen entstehen als geförderter Wohnraum. Für den Einzug wird nach Angaben der Genossenschaft ein Wohnberechtigungsschein der Stufen WBS 140 oder WBS 220 benötigt.

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Zwei Bautafeln informieren über das genossenschaftliche Wohnungsprojekt „Die Werle“ an der Werlseestraße 12 in Friedrichshagen.

Die Bautafeln zeigen den geplanten Neubau „Die Werle“ und nennen die beteiligten Unternehmen des Wohnungsprojekts in Friedrichshagen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Holzbau schafft geförderte Wohnungen in Friedrichshagen

16 der 17 Wohnungen sollen barrierefrei erreichbar und nutzbar sein. Drei Wohnungen reserviert die Genossenschaft gemeinsam mit dem Verein Xenion für geflüchtete Menschen.

Das Grundstück gehört dem Land Berlin. Die GSP erhielt es nach einem Konzeptverfahren der Berliner Immobilienmanagement GmbH im Erbbaurecht. Das Land bleibt damit Eigentümer, während die Genossenschaft das Grundstück langfristig nutzen und bebauen darf. Der aktuelle Entwurf stammt von Lager Schwertfeger Architekten.

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Friedrichshagen: Neubau setzt auf Grauwasser und Nährstoffrecycling

Das Gebäude soll den Energiestandard Effizienzhaus 40 Plus erreichen. Einen großen Teil der benötigten Energie und Wärme will die Hausgemeinschaft am Gebäude selbst und ohne fossile Energieträger erzeugen. Außerdem soll das Regenwasser auf dem Grundstück versickern.

Besonders ist das ressourcenorientierte Sanitärsystem. Die Anlage soll Wasser aus Duschen aufbereiten und erneut verwenden. Dadurch könnte der Trinkwasserverbrauch nach Angaben der Projektgruppe um etwa ein Drittel sinken. Zugleich soll das System Wärme zurückgewinnen und Nährstoffe aus dem Abwasser für eine spätere Nutzung in der Landwirtschaft aufbereiten.

Ein Baugerüst und ein gelber Kran stehen vor dem mehrgeschossigen Wohnungsneubau in der Werlseestraße in Friedrichshagen.

Der fünfgeschossige Holzbau an der Werlseestraße in Friedrichshagen hat seine geplante Höhe weitgehend erreicht. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Kiezcafé und Gemeinschaftsbüro an der Werlseestraße

Im Erdgeschoss plant die Genossenschaft ein Kiezcafé mit Veranstaltungsraum, Küche und barrierefreien Toiletten. Es soll auch Initiativen und Menschen aus der Nachbarschaft offenstehen. Hinzu kommen ein Gemeinschaftsbüro, eine teilweise öffentlich nutzbare Fahrradwerkstatt, ein Repair-Café und eine Abholstation für solidarische Landwirtschaft.

Private Autos sieht das Mobilitätskonzept nicht vor. Damit unterscheidet sich „Die Werle“ von anderen aktuellen Wohnungsbauprojekten in Friedrichshagen. An der Stillerzeile baut die landeseigene degewo beispielsweise 15 Wohnungen, deren Fertigstellung für das erste Quartal 2027 vorgesehen ist.

„Die Werle“

Quellen GSP eG, Bezirksamt Treptow-Köpenick

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