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Rolls-Royce baut seinen Standort im brandenburgischen Dahlewitz weiter aus. Mit neuen Hallen will das Unternehmen zusätzliche Kapazitäten für Wartung und Montage von Flugzeugtriebwerken schaffen. Der Ausbau rückt auch die seit Jahren diskutierte Verkehrsanbindung erneut in den Fokus.

© Titelbild: depositphotos.com 

 

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Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce setzt den Ausbau seines Werks in Dahlewitz fort. Wie das Unternehmen mitteilte, entstehen auf dem Gelände südlich von Berlin mehrere neue Hallen, die vor allem für Wartungs-, Montage- und Prüfprozesse genutzt werden sollen. Die Erweiterung ist Teil einer längerfristigen Standortstrategie, mit der Rolls-Royce auf die steigende Nachfrage im zivilen Luftfahrtgeschäft reagieren will.

Der Baubeginn markiert einen weiteren Schritt in der Entwicklung des Werks, das seit den frühen 1990er-Jahren besteht und heute zu den wichtigsten Industriearbeitsplätzen im Landkreis Teltow-Fläming zählt. Nach Unternehmensangaben fließen zweistellige Millionenbeträge in das Projekt. Die neuen Flächen sollen schrittweise in Betrieb genommen werden.

Rolls-Royce: Bedeutender Industriearbeitgeber in Brandenburg

Am Standort Dahlewitz arbeiten derzeit rund 2.500 Beschäftigte. Das Werk ist auf die Entwicklung, Montage und Instandhaltung moderner Flugzeugtriebwerke spezialisiert und übernimmt innerhalb des Konzerns zentrale Aufgaben. In den vergangenen Jahren wurde die Anlage mehrfach erweitert, unter anderem durch neue Prüfstände und Fertigungsbereiche.

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Mit dem aktuellen Ausbau sollen Abläufe effizienter gestaltet und zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Standort auch künftig eine wichtige Rolle innerhalb des internationalen Produktions- und Servicenetzwerks spielen wird. Die Landesregierung bewertet das Projekt als Signal für die industrielle Stabilität der Region.

Verkehrsanbindung erneut Thema: Bündnisgrünen Brandenburg fordern neue Nutzen-Kosten-Untersuchung

Seit Jahren wird über eine Verlängerung der Berliner S-Bahn bis nach Dahlewitz oder Rangsdorf diskutiert. Mit dem Wachstum des Werks rückt erneut auch die Verkehrsanbindung in den Blick.

Bündnis 90/Die Grünen in Brandenburg sprechen sich dafür aus, frühere Untersuchungen zur S-Bahn-Anbindung unter veränderten Rahmenbedingungen neu zu bewerten. In einem Statement aus dem vergangenen November verweisen sie darauf, dass sich sowohl die Beschäftigtenzahlen als auch die verkehrlichen Anforderungen seit den letzten Prüfungen deutlich verändert hätten.

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Industriestandorte im Berliner Umland stärken

Ob die Pläne für eine bessere Schienenanbindung wieder aufgegriffen werden, ist zunächst offen. Frühere Nutzen-Kosten-Untersuchungen hatten gegen eine Umsetzung gesprochen. Gleichzeitig steigt mit jedem Ausbau die Zahl der Pendlerinnen und Pendler, was den Druck auf die vorhandene Infrastruktur erhöhen könnte.

Der Ausbau von Rolls-Royce verdeutlicht damit ein bekanntes Spannungsfeld im Berliner Umland: Industrieansiedlungen schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung, werfen aber zugleich Fragen nach Mobilität, Klimaschutz und langfristiger Planung auf. Wie diese Interessen zusammengeführt werden, bleibt abzuwarten.

 

Quellen: rbb, Pressebox, GRÜNE Brandenburg

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One Comment

  1. a.t. 4. Februar 2026 at 18:48 - Reply

    Läuft in Brandenburg. Jetzt brauchen wir nur noch den ganz großen Brecher in Fürstenwalde

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