Das Hines-Hochhaus am Alexanderplatz kommt einen Schritt voran. Der Senat hat den Bebauungsplan für den geplanten 150-Meter-Turm beschlossen.

Die Visualisierung zeigt den Hines Tower am Alexanderplatz.

So sollte der Hines Tower am Alexanderplatz einmal aussehen. Inzwischen wird der dieser Entwurf jedoch nicht weiter verfolgt. / © Visualisierung: Hines Immobilien GmbH

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Seit vielen Jahren gehört das Hines-Hochhaus zu den großen offenen Projekten am Alexanderplatz. Entwürfe änderten sich, die Lage über den U-Bahn-Anlagen machte die Planung kompliziert und ein Baustart blieb aus. Nun hat der Berliner Senat eine zentrale Entscheidung getroffen. Bis tatsächlich gebaut werden kann, sind allerdings noch weitere Schritte nötig.

  • Bezirk: Mitte
  • Adresse: Alexanderplatz 3, 10178 Berlin
  • Projektstatus: Bebauungsplanentwurf vom Senat beschlossen
  • Bauherr / Vorhabenträger: Hines Immobilien GmbH
  • Geplante Höhe: 150 Meter

Das seit Jahren geplante Hines-Hochhaus am Alexanderplatz hat eine weitere planerische Hürde genommen. Der Berliner Senat beschloss am 25. August 2026 den Entwurf für den Bebauungsplan I-B4a-3. Damit steht das Baurecht allerdings noch nicht endgültig fest. Als Nächstes muss das Abgeordnetenhaus dem Plan zustimmen.

Der Beschluss betrifft das Grundstück Alexanderplatz 3 am östlichen Rand des Platzes. Dort soll Hines einen 150 Meter hohen Turm errichten. Das Projekt gehört damit weiterhin zu den größten geplanten Hochhausprojekten in Berlin. Anders als bei den bereits im Bau befindlichen Türmen am Alexanderplatz gibt es für das Hines-Projekt bislang jedoch keinen geplanten Bauzeitraum.

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Hines-Hochhaus am Alexanderplatz soll auf nördliche Teilfläche rücken

Ein zentraler Punkt des neuen Bebauungsplans betrifft nicht die Höhe, sondern den genauen Standort. Der geltende Bebauungsplan I-B4a aus dem Jahr 2000 sah das Hochhaus noch weiter innerhalb des Blocks vor. Hines errichtete auf einem Teil des Grundstücks später jedoch das Geschäftshaus „die mitte“. Deshalb passt die frühere Hochhausplanung nicht mehr zu den heutigen Grundstücksverhältnissen.

Der neue Plan verschiebt den 150-Meter-Turm auf die bislang unbebaute nördliche Teilfläche des Areals. Das angrenzende Bestandsgebäude bleibt erhalten. Nach Angaben der Senatsverwaltung ist dieses Gebäude 29,7 Meter hoch.

Hochhaus am Alex mit bis zu 77 Prozent Wohnungen

Auch die Nutzung ist noch nicht abschließend festgelegt. Der Bebauungsplan sichert einen Mindestwohnanteil von rund 2.400 Quadratmetern Geschossfläche. Gleichzeitig schafft er deutlich mehr Spielraum: Oberhalb des Sockelbereichs können nach dem aktuellen Senatsbeschluss bis zu rund 38.000 Quadratmeter Geschossfläche für Wohnungen entstehen.

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Nach dem aktuellen Planungsstand könnten damit bis zu rund 77 Prozent der Geschossfläche des Hochhauses für Wohnungen genutzt werden. Wie hoch der Wohnanteil tatsächlich ausfällt, steht jedoch noch nicht fest.

Damit hat sich gegenüber früheren Planungsständen ein wichtiger Punkt konkretisiert. Noch im Januar 2026 führte der Senat das Projekt in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mit einem Nutzungsverhältnis von etwa 95 Prozent Büro und fünf Prozent Wohnen. Der nun beschlossene Bebauungsplan hält die endgültige Verteilung dagegen ausdrücklich offen.

Hines-Hochhaus mit neuem Konzept und neuen Entwürfen

Damit unterscheidet sich das aktuelle Konzept deutlich von den frühen Vorstellungen für den Standort. Und auch bei der Architektur gibt es nun mehr Klarheit. Der Senat nennt ausdrücklich einen auf Grundlage des früheren Wettbewerbs weiterentwickelten Entwurf des Berliner Büros Kleihues + Kleihues. Damit zeichnet sich ein deutlicher Wechsel gegenüber der ursprünglichen Planung ab.

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Im Architekturwettbewerb hatte 2014 Frank Gehry den ersten Preis erhalten. Kleihues + Kleihues belegte damals den zweiten Platz, Barkow Leibinger den dritten. Mehr als ein Jahrzehnt später soll nun der Wettbewerbsbeitrag von Kleihues + Kleihues in überarbeiteter Form die Grundlage für das Hochhaus bilden.

Damit bekommt Kleihues + Kleihues am Alexanderplatz eine weitere zentrale Rolle. Das Büro verantwortet bereits die Architektur des 146 Meter hohen Hochhauses „The Berlinian“ am Alexanderplatz, das direkt an den Galeria-Komplex anschließt.

Auf dieser früheren Visualisierung des Büros Kleihues+Kleihues ist der zukünftige Hines-Tower bereits zu sehen. / © Visualisierung: Kleihues+Kleihues

U5 unter dem Grundstück machte die Planung besonders anspruchsvoll

Eine der schwierigsten Fragen betrifft seit Jahren den Untergrund. Im Bereich des Hines-Grundstücks liegen Anlagen der Berliner U-Bahn. Bereits früh beschäftigte deshalb die Frage, wie sich ein Hochhaus mit tiefen Gründungen errichten lässt, ohne die bestehende Verkehrsinfrastruktur zu gefährden.

Eine wichtige Grundlage schufen Hines und die Berliner Verkehrsbetriebe im Jahr 2021. Beide Seiten schlossen eine Grundsatzvereinbarung. Sie regelt nach Angaben des Senats unter anderem die Sicherung, Ertüchtigung und Überwachung der U-Bahn-Anlagen im Bereich des Bauprojekts. Außerdem übernimmt die Vorhabenträgerin die damit verbundenen Kosten.

Die Bedeutung dieser Vorgaben zeigt auch die Entwicklung auf dem benachbarten Baufeld. Beim Bau des heutigen Hochhauses „030BLN“ kam es zu Problemen am Tunnel der U2. Der Vorfall führte zeitweise zu erheblichen Einschränkungen im U-Bahn-Verkehr. Beim Hines-Projekt betrifft die unmittelbare Nähe dagegen vor allem Anlagen der U5.

Hines-Hochhaus: Abgeordnetenhaus muss dem Bebauungsplan noch zustimmen

Ein Baustart folgt aus dem Senatsbeschluss allerdings nicht automatisch. Der Bebauungsplanentwurf geht nun an das Berliner Abgeordnetenhaus. Erst dessen Zustimmung bringt das Verfahren dem endgültigen Baurecht näher.

So bleiben der Baubeginn und die Fertigstellung weiter offen. Nach Jahren wechselnder Planungsstände steht damit zwar fest, wo und in welcher maximalen Höhe Hines bauen können soll. Wie der 150-Meter-Turm im Detail genutzt wird und wann er tatsächlich über den Alexanderplatz wächst, muss sich jedoch erst in den nächsten Planungsschritten zeigen.

Hines-Hochhaus am Alexanderplatz
Hines plant am Alexanderplatz in Berlin-Mitte ein 150 Meter hohes Hochhaus. Der Berliner Senat hat im August 2026 den Bebauungsplanentwurf beschlossen.

Quellen: Senatskanzlei Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

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12 Kommentare

  1. Dobkowicz 25. August 2026 at 16:58 - Reply

    Der ganze Platz wird Verschandet über all müßen sone Klötzer stehen . Warum nicht gleich bei den Senat ins Wohnzimmer Bauen ???

    • Baumbart 1. September 2026 at 00:37 - Reply

      Was darf es denn sonst sein? Eier, Stelen, Pyramiden, noch mehr Fernsehtürme, Windräder, ein AKW? Also der Senat ist eine Institution, bestehend aus der jeweiligen Regierung Berlins. Nein, von den Mitgliedern hat jeder sein eigenes Wohnzimmer. Nein, da passt all das nicht hinein.

      Du hattest jetzt 36 Jahre Zeit für Ideen. Nichts kam. Jetzt entstehen da eben Hochhäuser, wie schon in den 90ern geplant. Deine Reaktion ergibt deshalb als Berliner keinen Sinn. Wenn du wenigstens die Fassadenarchitektur kritisieren würdest, wäre ich bei einigen Projekten hier sogar bei dir. Cheers.

  2. Minimalist 25. August 2026 at 18:12 - Reply

    Einseitig One Comment!

  3. Peter 26. August 2026 at 08:30 - Reply

    Häßlicher geht es kaum noch….

    • Björn Leffler 26. August 2026 at 08:57 - Reply

      Lieber Peter, hier nochmal als wichtige Information: Die architektonische Gestaltung des künftigen Hochhauses ist noch nicht entschieden, die älteren Entwürfen werden nach aktuellem Stand nicht weiterverfolgt. Alle Visualisierungen bilden also einen Arbeitsstand ab, nicht den finalen Entwurf.

  4. Holger Lehmann 26. August 2026 at 08:41 - Reply

    Endlich kommt Bewegung an diese seit vielen Jahren abgesperrte Lücke, gut das der Entwurf von Frank Gehry abgewählt wird.

    • Baumbart 1. September 2026 at 00:25 - Reply

      Weshalb? Er war mal etwas Abkehr zum Klötzchen-0815, das auch jetzt am Platz entsteht. Aber warten wir mal ab, ob hier überhaupt etwas architektonisch Wertvolles entstehen wird.

  5. Fritze 28. August 2026 at 00:43 - Reply

    Das macht den Alex nicht angenehmer!
    Mit eine der bekanntesten No-Go Areas in Berlin, für Berliner jedenfalls.
    Und egal was man dort baut und wie es aussieht, alles wird besser als das Alexa!

    • Baumbart 1. September 2026 at 00:28 - Reply

      Du scheinst kein Berliner zu sein. Immer das Alexa. Dabei ist das Alexa mal nicht die der stupide Einheitsbrei aus Seelenlosigkeit, Klötzchen und Grau. Wahrscheinlich bist Wuppertaler, Essener oder kommst aus Eisenhüttenstadt. Ganz ehrlich, wem hier nur Alexa einfällt, lebt auf dem Mond, aber nicht in Berlin. Trostlos, deine Seele.

      • Torsten Behrend 5. September 2026 at 18:37 - Reply

        Sorry, ich bin Berliner, freue mich auf jedes weitere Hochhaus am Alex und anderswo. Das und Alexa finde ich trotzdem misslungen. trotzdem weil es so bunkerhaft wirkt. Dabei waren die Entwürfe vielversprechend und mich stört auch nicht die Farbe oder äußere Strucktur. Ich hötte mir nur wesentlich mehr Fenster gewünscht, auch wenn die für die Beleuchtung innen nicht gebraucht werden. In dieser exponierten Lage wäre das wesentlich schöner gewesen und ma könnte das auch noch mit wenig Aufwand umsetzen. Es sind ja entspechende Öffungen in der Fassade zu erkennen, aber die sind geschlossen. Dort hübsche Fenster rein und alles wäre gut.

        • Torsten Behrend 5. September 2026 at 18:39 - Reply

          sorry, für das überflüssige und im 2. Satz und sonstige Tipfehler….

    • Baumbart 1. September 2026 at 00:31 - Reply

      Ach übrigens, das Alexa ist kein Hochhaus. Weißt du natürlich als Nicht-Berliner nicht. Gut, dass ich dir das als Berliner erklären kann …

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