Am Spreewaldplatz in Berlin-Kreuzberg wird das ehemalige Wellenbad umfassend modernisiert. Die Bauarbeiten zeigen sichtbare Fortschritte, doch nicht alle geplanten Maßnahmen können umgesetzt werden.
Baustellenschild zu den Arbeiten am Wellenbad am Spreewaldplatz

Das Wellenbad am Spreewaldplatz wird umfassend saniert. Nun teilten die Berliner Bäder-Betriebe jedoch mit, dass ursprünglich geplante Attraktionen wie ein Hubboden im Sprungbecken und eine modernisierte Sauna aufgrund gestiegener Kosten entfallen, um das Budget einzuhalten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Die Berliner Bäder-Betriebe haben im Herbst 2023 mit der umfassenden Sanierung des Wellenbads am Spreewaldplatz in Kreuzberg begonnen. Mit einer Investitionssumme von rund 42 Millionen Euro handelt es sich laut Betreiber um das größte Einzelprojekt in der Unternehmensgeschichte. Trotz der hohen Baukosten können nicht alle geplanten Erneuerungsmaßnahmen umgesetzt werden. Die Bauzeit ist mit mindestens dreieinhalb Jahren veranschlagt.

Das Gebäude selbst wurde im Jahr 1985 nach Entwürfen des Architekten Christoph Langhof eröffnet. Zahlreiche bauliche Elemente des ursprünglichen Designs werden im Rahmen der Sanierung entfernt oder ersetzt. Dazu zählt auch das bekannte Kaskadenbecken, das vollständig rückgebaut wird.

Geänderte Umbaupläne für das Wellenbad am Spreewaldplatz: Sauna und Hubboden entfallen aus Kostengründen

Ursprünglich sollten Wasserattraktionen, wie ein höhenverstellbarer Hubboden im Sprungbecken, Slacklines über dem Wasser und interaktive Spielelemente installiert werden. Diese sollten das Bad über den reinen Schwimmbetrieb hinaus als Freizeitort für verschiedene Zielgruppen attraktiv machen. Auch die bestehende Sauna sollte neu gestaltet und in ein modernes Wellnesskonzept überführt werden.

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Jetzt wurde jedoch bekannt, dass sowohl die Sanierung der Sauna als auch der Einbau des Hubbodens entfallen. Die Berliner Bäder-Betriebe begründeten diese Entscheidung mit gestiegenen Kosten. Ziel sei es, die Gesamtausgaben im vorgesehenen Rahmen zu halten.

Baukonzept der Modernisierung: Neue Rutsche, offene Bereiche und energetische Sanierung bleiben erhalten

Unabhängig von den Kürzungen bleibt die geplante Neugestaltung umfassend. Ein markanter Bestandteil wird ein zweigeschossiger Neubau mit einer breiten Rutsche, die vom Spreewaldplatz aus sichtbar sein soll. Ein versteckt gelegener Treppenturm im Hang erschließt den Einstieg in die Rutsche.

Außerdem wird die Fassade des Spreewaldbads umfassend saniert: Geplant sind eine energetische Ertüchtigung der Außenhülle, neue Fenster, Türen und Pfosten-Riegelfassaden sowie eine zusätzliche Dämmung der Wände. Auch das begehbare Gründach mit Liegewiese ist noch geplant.

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Städtebauliches Umfeld: Impuls für den Görlitzer Park und die Nachbarschaft

Die Sanierung des Schwimmbads ist eingebettet in eine größere Aufwertung des öffentlichen Raums rund um den Görlitzer Park. Bereits jetzt wird ein neuer Spielplatz gebaut, der als Ergänzung zur Freizeitnutzung im Quartier dient. Die Umgebung gilt als sozial und infrastrukturell herausfordernd, gleichzeitig ist sie durch ihre zentrale Lage stark frequentiert.

Die Berliner Bäder-Betriebe sehen in der Modernisierung des Spreewaldplatz-Bads einen wichtigen Beitrag zur sozialen und funktionalen Stärkung des Stadtteils. Auch wenn bestimmte Ausstattungsmerkmale wegfallen, soll das Bad ein offener, barrierefreier und zukunftsfähiger Ort bleiben, der unterschiedliche Nutzungen miteinander verbindet.

Quellen: Berliner Bäder-Betriebe, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

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One Comment

  1. Franz 29. Juli 2025 at 18:06 - Reply

    Möge man das Bad nach der Modernisierung vor den Kreuzberger Unbillen bewahren: viel Müll im Umfeld, ungepflegte Grünanlage im Umfeld, Grafitti ohne künstlerischen Wert (das gilt mE für die meisten Tags hier; leider sind solcheauch an den Fenstern/ Fronten zur Seite zum GörlitzerParkhin), usw. Im Moment geht der Spreewaldplatz leider etwas zugrunde. Die Wiese ist von Trampelpfaden belastet. Ab und an werden dort auch tagsüber Dtogen konsumiert. Vielleicht saniert man auch den Platz nach der Fertigstellung des Bades?

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