An der Michaelkirchstraße in Berlin-Mitte entsteht ein Gebäudeensemble, das mit unterschiedlichen Formen und Oberflächen arbeitet. Aktuelle Aufnahmen des Projekts „Elements“ zeigen, wie gerundete Ecken, vertikale Fassadenelemente und großflächige Verglasungen zusammenspielen.

Eckgebäude von „Elements“ an der Michaelkirchbrücke mit großflächigen Glasfassaden, schrägen hellen Fensterrahmen und grauen Seitenflächen; davor Straße und Baustellenabsperrungen.

Zur Michaelkirchbrücke prägen großformatige Fensterfelder und schräg verlaufende Rahmen die Ansicht von „Elements“. Geschlossene graue Wandflächen bilden einen Kontrast zur verglasten Front. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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An der Michaelkirchstraße in Berlin-Mitte nimmt das Projekt „Elements“ zunehmend seine architektonische Gestalt an. Nach einer längeren Bauunterbrechung sind inzwischen wesentliche Teile der Fassaden sichtbar. Die aktuellen Aufnahmen zeigen ein Ensemble, dessen Gebäudeteile sich durch unterschiedliche Formen, Oberflächen und Fensteranordnungen voneinander abheben.

  • „Elements“ entsteht an der Michaelkirchstraße direkt am Spreeufer in Berlin-Mitte.
  • Der Entwurf von J. Mayer H. Architekten verbindet fünf unterschiedlich gestaltete Baukörper.
  • Wellenförmige Fassadenbänder, vertikale Lamellen und schräge Fensterrahmen prägen das Ensemble.
  • Büros, Wohnungen und Gastronomie sollen durch einen öffentlichen Uferweg ergänzt werden.

Architektur von J. Mayer H.: Fünf Baukörper mit unterschiedlichen Gestaltungsprinzipien

Der Entwurf des Architekturbüros J. Mayer H. umfasst fünf Baukörper auf einem rund 5.500 Quadratmeter großen Grundstück. Als konzeptionelle Grundlage dienen die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft, die nach Angaben der Planenden in die Material- und Fassadengestaltung einfließen.

Am gebauten Ensemble lässt sich vor allem das Nebeneinander verschiedener architektonischer Ausdrucksformen ablesen. Geschlossene, graue Wandflächen stehen neben großflächigen Verglasungen; kantige Gebäudekonturen treffen auf gerundete Ecken und plastisch gegliederte Fassaden.

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Fassaden am Spreeufer: Vertikale Stäbe erzeugen wellenförmige Konturen

Besonders auffällig ist ein Gebäudeteil mit hellen, unterschiedlich langen Stäben vor den Geschossebenen. Ihre Anordnung bildet wellenförmige Bänder, die sich über die Fassade ziehen. Dahinter bleiben Fenster, dunklere Wandflächen und geschwungene Balkone sichtbar.

Das regelmäßige Geschossraster erhält dadurch eine zweite, bewegter wirkende Ebene. Je nach Blickwinkel treten die hellen Stäbe oder die dahinterliegenden Glasflächen stärker hervor. Ein benachbarter Baukörper greift die vertikale Gliederung mit breiteren, bronzefarben wirkenden Lamellen auf.

Gewinkelter Gebäudeteil von „Elements“ mit hellen vertikalen Stäben in wellenförmiger Anordnung, gerundeten Ecken und Balkonen; im Vordergrund Bagger und Baumaterial.

Unterschiedlich lange, helle Fassadenstäbe bilden wellenförmige Bänder vor den Geschossebenen. Gerundete Gebäudeecken und geschwungene Balkone ergänzen die Gestaltung; die vorgelagerten Außenflächen befinden sich noch im Bau. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Michaelkirchstraße in Berlin-Mitte: Schräge Fensterbänder markieren die Gebäudeecke

Zur Michaelkirchbrücke zeigt sich eine andere Formensprache. Großformatige Fensterfelder werden von hellen Rahmen eingefasst, deren schräge Linien die ansonsten klaren Geschossebenen überlagern.

Die weitgehend geschlossenen seitlichen Wandflächen verstärken den Kontrast zur verglasten Front. So entsteht ein markanter Abschluss an der Straßenecke, während die übrigen Fassaden kleinteiliger gegliedert erscheinen.

„Elements“ und der öffentliche Spreeuferweg: Einbindung bleibt entscheidend

Vorgesehen sind überwiegend Büros, ergänzt durch Wohnungen, Studios und Gastronomie. Entlang der Spree soll ein öffentlicher Uferweg entstehen.

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Die aktuellen Fotos von ENTWICKLUNGSSTADT zeigen allerdings noch vorwiegend Baustellenflächen vor den Gebäuden. Wie das Ensemble auf Fußgängerinnen und Fußgänger wirkt, wird deshalb auch von der endgültigen Gestaltung der Erdgeschosszonen, Zugänge und Freiräume abhängen. Lang dürfte das tatsächlich nicht mehr dauern.

Blick nach oben zwischen drei Gebäudeteilen von „Elements“: links eine dunkle gegliederte Glasfassade, mittig graue Wandflächen mit Fensterbändern, rechts bronzefarbene vertikale Lamellen.

Im Zwischenraum der Baukörper wird die Vielfalt des Ensembles sichtbar. Dunkle Fassadenelemente und bronzefarbene Lamellen flankieren einen Gebäudeteil mit grauen Wandflächen und hell gerahmten Fensterbändern. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Nahaufnahme einer „Elements“-Fassade mit unterschiedlich langen weißen Stäben vor dunklen Fenstern und bronzefarbenen Flächen sowie übereinanderliegenden geschwungenen Balkonen.

Die Detailaufnahme zeigt die zweite Ebene der Fassade: Helle Stäbe unterschiedlicher Länge überlagern das regelmäßige Geschossraster. Dahinter sind Fenster, bronzefarben wirkende Flächen und geschwungene Balkone erkennbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Elements (Berlin-Mitte)

Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen , knippershelbig GmbH, Tishman Speyer, J. Mayer H. Architekten

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2 Kommentare

  1. M.Hillen 3. Oktober 2026 at 19:02 - Reply

    Verkopfte Architektur, viel Aufwand für viel Hässlichkeit und Unruhe.
    Gerade an der Spree würde ich mir elegante und schöne Architektur wünschen. Gerne auch in Form von Wolkenkratzern.
    Stattdessen impotente, biedere, verkopfte, verkrampfte Schonkost auf Provinzniveau. Könnte so auch in Vaihingen oder Bielefeld stehen. So stellt sich die Provinz aufregende Architektur vor.

  2. Anonym 4. Oktober 2026 at 13:03 - Reply

    Falls die Fassade schon fertig ist, dann sieht die Spreeseite mit dem Sichtbeton echt extrem deprimierend aus.

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