Tesla will die Produktion in Grünheide deutlich erhöhen und mehrere tausend neue Jobs schaffen. Parallel laufen Projekte in Köpenick und beim Bahn-Shuttle zur Gigafactory.

Ein Autokran und mehrere Arbeiter sind auf dem Gelände der ehemaligen Industriehalle in Berlin-Köpenick im Einsatz. Tesla setzt den genehmigten Umbau des Gebäudes weiter fort. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Tesla plant in Grünheide den nächsten Produktionshochlauf. Der US-Autobauer will noch 2026 weitere 1.000 Beschäftigte einstellen und die Fertigung ab Oktober auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche steigern. Damit rückt die Gigafactory Berlin-Brandenburg stärker in den Mittelpunkt weiterer Investitionen. Parallel entwickelt Tesla auch Standorte und Verkehrsanbindungen im Berliner Umfeld weiter.
- Gemeinde: Grünheide (Mark), Landkreis Oder-Spree
- Standort: Gigafactory Berlin-Brandenburg am östlichen Berliner Ring
- Projektstatus: Personalaufbau angekündigt
- Verbundenes Projekt: Batteriesicherheitslabor in Treptow-Köpenick, Friedrichshagener Straße 29 (Bauzeit: Februar bis Dezember 2026)
Ab Juli 2026 will Tesla die Produktion in Grünheide zunächst auf 6.200 Fahrzeuge pro Woche erhöhen. Wenige Monate später soll die Fertigung nach Unternehmensangaben auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche steigen. Das entspricht einem Plus von rund 20 Prozent. Um den Produktionshochlauf zu ermöglichen, hatte Tesla bereits mit der Einstellung von 1.000 neuen Mitarbeitenden begonnen.
Tesla Grünheide: Produktion soll weiter steigen
Mit der jetzt angekündigten Erweiterung sollen weitere 1.000 Arbeitsplätze entstehen. Insgesamt plant Tesla laut Tagesspiegel kurz- und mittelfristig 3.500 zusätzliche Stellen in der Fahrzeug- und Batteriefertigung. Damit könnte die Zahl der Beschäftigten in Grünheide auf mehr als 12.000 anwachsen. Ein großer Teil der Belegschaft stammt aus Berlin.
Die Gigafactory Berlin-Brandenburg ist weiterhin Teslas einziges Fahrzeugwerk in Europa und zugleich der größte Industriebetrieb der Hauptstadtregion. Die genehmigte Produktionskapazität beträgt 500.000 Fahrzeuge pro Jahr. Zuletzt bezifferte Tesla die installierte Kapazität auf mehr als 375.000 Fahrzeuge jährlich.
Rein rechnerisch entspräche eine Produktion von 7.500 Fahrzeugen pro Woche rund 390.000 Fahrzeugen pro Jahr und würde damit einen weiteren Schritt in Richtung der genehmigten Jahreskapazität von 500.000 Fahrzeugen bedeuten.

Vor der Industriehalle in Köpenick an der Friedrichshagener Straße parken auch am Abend noch die Autos der Tesla-Mitarbeiter. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Investitionen bei Tesla: Batterien, Köpenick und kurze Lieferketten
Neben der Fahrzeugproduktion bereitet Tesla in Grünheide auch die Batteriezellfertigung vor. Dafür sollen 1.500 Mitarbeitende aufgebaut werden. Ziel ist nach Unternehmensangaben, Lieferketten zu verkürzen und möglichst viel vor Ort zu produzieren. Ein genauer Starttermin für die Batteriezellfertigung in Grünheide wurde in den geprüften Quellen nicht abschließend genannt.
Auch Berlin-Köpenick spielt in Teslas Standortstrategie eine Rolle. An der Friedrichshagener Straße 29 baut Tesla eine frühere Logistikhalle zu einem Batteriesicherheitslabor um. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick erteilte die Genehmigung Mitte Februar 2026. Die Arbeiten sollen bis Dezember 2026 laufen. Vor Orst sind Bagger, Baumaterial und immer wieder ein Kran zu sehen. Was genau in den Hallen beim Umbau passiert, kommuniziert Tesla bisher nicht im Detail.
Das Projekt zeigt , dass Tesla seine Aktivitäten nicht auf das Werksgelände in Grünheide beschränkt. Mit zusätzlichen Standorten in Berlin entstehen weitere Bausteine für Entwicklung, Erprobung und den Betrieb der Gigafactory.
Tesla-Shuttle stärkt Anbindung nach Grünheide
Zur Entwicklung des Standorts Grünheide gehört auch die Verkehrsanbindung. Seit Anfang 2026 startet der Tesla-Shuttle nicht mehr am bisherigen Ausgangspunkt, sondern am Berliner Ostbahnhof. Die Verbindung führt über Ostkreuz und Erkner zum Haltepunkt Tesla Süd. Den Betrieb übernimmt die ODEG. Der Fahrplan richtet sich weiter an den Schichtzeiten der Fabrik aus. Das Angebot bleibt kostenlos und steht nicht nur Tesla-Beschäftigten offen. Damit bindet Tesla die Gigafactory enger an Berlin an.
Mit dem geplanten Produktionshochlauf, zusätzlichen Arbeitsplätzen, Investitionen in die Batterietechnik, dem neuen Labor in Köpenick und der verbesserten Verkehrsanbindung baut Tesla seine Präsenz in der Hauptstadtregion weiter aus. Die Entwicklungen zeigen, dass sich die Gigafactory zunehmend zu einem industriellen Zentrum entwickelt, dessen Auswirkungen weit über den Standort Grünheide hinausreichen.
Tesla-Batteriesicherheitslabor
Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg
Quellen: Tagesspiegel, Bezirksamt Treptow-Köpenick
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