Am nördlichen Michaelkirchplatz in Mitte beginnt der Umbau. Der Bezirk schafft neue Grünflächen, Tischtennis, Boule und bessere Regenwasserversickerung.

© Titelbild: IMAGO / imagebroker

 

ANZEIGE

In Mitte beginnt ein Umbau, der den nördlichen Michaelkirchplatz spürbar verändern soll. Ab dem 13. Juli 2026 starten zunächst Vorarbeiten. Danach folgen Abbrucharbeiten, die Gestaltung neuer Aufenthaltsbereiche und mehr Stadtgrün.

  • Bezirk: Berlin-Mitte
  • Ort: Nördliches Umfeld des Michaelkirchplatzes
  • Baubeginn: 13. Juli 2026
  • Fertigstellung: November 2026
  • Kosten: 380.000 Euro

Am nördlichen Michaelkirchplatz rückt der erste Bautag näher. Das Straßen- und Grünflächenamt Mitte beginnt am 13. Juli 2026 mit Vorarbeiten. Dazu zählen nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale Berlin vor allem Baubeschilderungen und Absperrelemente.

Danach starten die Abbrucharbeiten. Während der Bauzeit sperrt der Bezirk die Straße abschnittsweise für den motorisierten Verkehr. Wer dort täglich unterwegs ist, muss deshalb mit Einschränkungen rechnen.

ANZEIGE

Die Visualisierung des Bezirksamts Berlin-Mitte zeigt die Planung für den nördlichen Michaelkirchplatz in Mitte. Vorgesehen sind Regenwasserbeete, ein Bouleplatz, Tischtennisflächen, neue Wege, mehr Grün sowie eine angepasste Verkehrsführung im Zuge des Baubeginns.

Die Visualisierung zeigt die geplante Umgestaltung des nördlichen Michaelkirchplatzes in Mitte mit neuen Regenwasserbeeten, einem Bouleplatz, Tischtennisflächen und zusätzlichen Aufenthaltsbereichen. / © Visualisierung: Bezirksamt Mitte

Berlin: Bezirk Mitte baut den Michaelkirchplatz zu einem neuen Aufenthaltsort um

Der Umbau betrifft den Verkehrsbereich an der Kreuzung Michaelkirchplatz/Michaelkirchstraße. Dort soll aus bisher stark versiegeltem Straßenland ein wohnungsnaher Aufenthaltsbereich entstehen.

Der Bezirk plant zwei klar unterscheidbare Nutzungen: einen aktiven Bereich mit zwei Tischtennisplatten und einen ruhigeren Bereich mit einer Boule-Spielmöglichkeit. Sitzmöglichkeiten sollen den Platz zusätzlich für Begegnung und Erholung nutzbar machen.

ANZEIGE

Stadtplatz am Engelbecken: Versiegelte Flächen sollen in Aufenthaltsbereiche umgewandelt werden

Der Eingriff auf dem Stadtplatz unweit des Engelbeckens geht über neue Freizeitangebote hinaus. Versiegelte Flächen werden in grüne Aufenthalts- und Vegetationsflächen umgewandelt. Neue Regenwasserbeete sollen Wasser von der Straße aufnehmen und vor Ort versickern lassen. Bisher floss dieses Wasser laut Bezirksamt in die Mischwasserkanalisation.

Auch bestehende Grünflächen und Baumscheiben sollen größer und ökologisch aufgewertet werden. Damit verfolgt Mitte ein klares Ziel: mehr Versickerung, ein besseres lokales Mikroklima und mehr biologische Vielfalt im Stadtteil.

Baubeginn am Michaelkirchplatz folgt auf längere Planung

Die Umgestaltung entstand aus dem Entwicklungskonzept für die Michaelkirchstraße aus dem Jahr 2022. Das Umwelt- und Naturschutzamt des Bezirks Mitte hatte das Konzept beauftragt. Daran arbeiteten das Landschaftsarchitekturbüro bgmr und das Planungsbüro Gruppe Planwerk.

ANZEIGE

Bereits in den Jahren 2021 und 2022 wurden Varianten für den Grün- und Straßenraum diskutiert. Später passte der Bezirk diese Planungen an Entwicklungen rund um den Kiezblock Nördliche Luisenstadt an. Auch Ideen aus der Nachbarschaft flossen in das Projekt ein. Nach Angaben des Bezirksamts wurden in zwei öffentlichen Beteiligungsprozessen Wünsche zur künftigen Nutzung gesammelt.

Abschluss der Arbeiten am Michaelkirchplatz ist für November 2026 geplant

Der Michaelkirchplatz ist zugleich Teil größerer Veränderungen in der nördlichen Luisenstadt. Die Kiezblock-Planungen sollen dort den Kfz-Durchgangsverkehr reduzieren, die Verkehrssicherheit erhöhen und mehr Platz für Aufenthalt und Freizeit schaffen.

Die aktuelle offizielle Bauinformation nennt den 13. Juli 2026 als Beginn der Vorarbeiten. Der Abschluss ist ab November 2026 vorgesehen, wenn alles planmäßig verläuft. Danach soll der Bereich wieder öffentlich zugänglich sein.

Michaelkirchplatz

 

Quellen: Verkehrsinformationszentrale Berlin, Bezirksamt Mitte, Fördergebiet Luisenstadt Mitte

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

One Comment

  1. Eckart Müller 7. Juli 2026 at 18:21 - Reply

    Das hört sich gut an!
    „Versiegelte Flächen werden in grüne Aufenthalts- und Vegetationsflächen umgewandelt. Neue Regenwasserbeete sollen Wasser von der Straße aufnehmen und vor Ort versickern lassen.“ Ich würde gerne hier erkennen können, WO entsiegelt wird.

    Frohes Schaffen!
    Eckart

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.