Das Maybachufer in Berlin-Neukölln gehört offiziell zu den „coolsten Straßen der Welt“, das bestätigt das aktuelle Ranking des internationalen Stadtmagazins Time Out. Doch der Ruf des Kanalufers reicht weit zurück. Seit Jahren zieht das Viertel zwischen Reuterkiez und Paul-Lincke-Ufer Menschen aus der ganzen Stadt an, die hier essen, flanieren und den Blick aufs Wasser genießen.

Markt am Maybachufer Berlin

Der Markt am Maybachufer ist für seine günstigen Preise und das vielfältige Angebot bekannt – von frischen Lebensmitteln bis zu internationalen Speisen. Neben dem Internationalen Foodmarkt locken auch der Stoffmarkt und der Nowkoelln Flowmarkt viele Besucherinnen und Besucher an. / © Foto: Wikimedia Commons, Reinhold Möller Ermell, CC BY-SA 4.0

© Fotos: Wikimedia Commons, Reinhold Möller Ermell, CC BY-SA 4.0

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Das Maybachufer zählt nach Einschätzung des britischen Magazins Time Out zu den „coolsten Straßen der Welt“. Im aktuellen Ranking belegt die 1,5 Kilometer lange Uferstraße im Neuköllner Reuterkiez Platz sieben von insgesamt 31 bewerteten Orten, europaweit sogar Platz zwei. Damit ist sie die einzige deutsche Straße, die es in die internationale Liste geschafft hat. Ausschlaggebend seien laut Redaktion Faktoren wie Gastronomie, Kultur, Aufenthaltsqualität und Gemeinschaftsgefühl.

Das Magazin betont vor allem den traditionsreichen Neuköllner Wochenmarkt, der dienstags und freitags stattfindet und längst zu einem festen Bestandteil des Kiezlebens geworden ist. Händlerinnen und Händler verkaufen dort frische Kräuter, Böreks, Obst, Spezialitäten und Handwerk. Ergänzend lockt am Samstag der Stoffmarkt, während der „Nowkoelln Flowmarkt“ sonntags zu Secondhand-Stöbereien einlädt.

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Gleichzeitig dient das Ufer des Landwehrkanals als Erholungsort, besonders im Sommer. Menschen sitzen auf den Steinstufen, picknicken auf den Grünstreifen und beobachten das Treiben auf dem Wasser. Schon lange beschreiben Portale wie Likealocalguide und VisitBerlin das Maybachufer als einen der vielseitigsten und lebendigsten Orte Berlins.

Lebendiges Uferleben am Landwehrkanal: Warum das Maybachufer so beliebt ist

Laut Time Out spiegelt das Maybachufer Berlins aktuellen urbanen Wandel. Während Diskussionen um Clubsterben und veränderte Ausgehkultur die Stadt prägen, verlagere sich das Lebensgefühl stärker an den Kanal. Das Magazin beschreibt eine Atmosphäre aus klirrenden Bierflaschen unter Weidenbäumen, vorbeiziehenden Radfahrenden und flanierenden Gruppen am Wasser.

Die Redaktion hebt gastronomische Anlaufpunkte oder verschiedene Cafés und Imbisse hervor. Auch vegane Angebote wie Brammibal’s Donuts gehören zu den immer wieder genannten Treffpunkten, typisch für den Mix aus neuen Einflüssen und gewachsenen Kiezstrukturen.

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Beliebte Spazierroute am Kanal: Vom Kottbusser Tor bis zur Admiralsbrücke

Für viele Berlinerinnen und Berliner ist das Maybachufer längst mehr als ein Trend. Die Route vom Kottbusser Tor bis zur Admiralsbrücke gehört zu den beliebtesten Spazierstrecken der Stadt. Abends sitzen Hunderte Menschen auf der Brücke, am Paul-Lincke-Ufer oder direkt am Kanal, unabhängig vom Ranking.

Portale wie Likealocalguide beschreiben das Ufer seit Jahren als sozialen Treffpunkt, an dem unterschiedliche Gruppen zusammenkommen: Familien, Studierende, alteingesessene Neuköllner, Zugezogene, Touristinnen und Touristen. Die Mischung gilt als wesentlicher Bestandteil der besonderen Atmosphäre.

Vom Kiezklassiker zum Weltstar: Das Berliner Maybachufer im internationalen Fokus

Dass das Maybachufer international Aufmerksamkeit erhält, überrascht in Berlin kaum noch. Der Kiez ist über die Jahre zu einem Symbol für urbane Mischung geworden, zwischen Wochenmärkten, gastronomischen Angeboten, Wasserlage und öffentlichem Leben.

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Ob die internationale Auszeichnung das Viertel weiter verändert oder lediglich bestätigt, was viele längst wahrnehmen, lässt sich derzeit nicht sagen. Klar ist jedoch, dass das Ufer des Landwehrkanals zu den lebendigsten öffentlichen Räumen der Stadt zählt und nun auch offiziell zu den interessantesten Straßenräumen weltweit.

Quellen: Time Out, Tagesspiegel, Likealocalguide, VisitBerlin, Deutschlandfunk

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