In Hamburg-Wandsbek realisiert die SAGA Unternehmensgruppe ein Neubauprojekt an der Stephanstraße. Dabei entstehen 141 öffentlich geförderte Wohnungen, die ab 2026 dringend benötigten Wohnraum schaffen sollen. ENTWICKLUNGSSTADT zeigt, wie das fast fertige Quartier mittlerweile aussieht.

In Hamburg-Wandsbek sind noch letzte Arbeiten in den Außenbereichen zu erledigen, doch ein Großteil der neuen Wohngebäude ist bereits fertig. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Die SAGA Unternehmensgruppe hatte im November mit Gästen aus Bezirkspolitik und Verwaltung das Richtfest für ein umfangreiches Wohnungsbauprojekt in der Stephanstraße gefeiert. In sechs Neubauten sollen bis Mai 2026 insgesamt 141 öffentlich geförderte Wohnungen bezugsfertig sein. Darunter sind auch zehn Wohnungen für Menschen mit besonderem Wohnbedarf vorgesehen.
Wohnungen für unterschiedliche Lebenslagen, Systembauweise soll Engpässe lindern
Geplant sind überwiegend 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen, die Singles, Paare und Familien ansprechen sollen. Alle Einheiten werden über einen Balkon, eine Loggia oder eine Terrasse verfügen. Etwa ein Drittel der Wohnungen wird barrierefrei gestaltet.
Neben 48 Stellplätzen für Autos entstehen rund 270 Fahrradstellplätze, was den aktuellen Mobilitätsanforderungen entgegenkommt. Die Anfangsmiete liegt bei einer Nettokaltmiete von 7,10 Euro pro Quadratmeter.
Neues Wohnquartier an der Stephanstraße: Neue Wohnhäuser fast vollständig fertig
Snezana Michaelis vom SAGA-Vorstand erklärte laut einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens, dass das Richtfest an der Stephanstraße bereits das siebte dieser Art im Jahr 2025 für die SAGA gewesen sei. Man wolle weiterhin Neubauvorhaben mit dem Bezirk Wandsbek umsetzen, um den Wohnungsmarkt zu entlasten.
Nur durch eine Ausweitung des Angebots lasse sich der Wohnungsmangel wirksam bekämpfen. Bei einem Besuch vor Ort wird schnell sichtbar, dass im künftigen Wohnquartier bereits ein Großteil der neuen Wohnhäuser fertiggestellt wurde, die Arbeiten konzentrieren sich derzeit auf die Außenanlagen sowie den Innenausbau.
Wohnen in Wandsbek: Kooperation zwischen Stadt und Wohnungsbaugesellschaft
Auch Wandsbeks Baudezernent Arne Klein betonte die Bedeutung des Projekts für den Stadtteil. Die enge Abstimmung zwischen SAGA, Bezirksamt, BUKEA und der Behörde für Stadtentwicklung sei ein Beispiel dafür, wie bezahlbarer Wohnraum entstehen könne.
Klein verwies zudem auf die umweltfreundliche Bauweise. Die Häuser entstanden im KfW-55-Standard und sollen mit extensiv begrünten Flachdächern und Photovoltaikanlagen ausgestattet werden.
Büro KMT Architekten entwarf die neue Wohnsiedlung im Hamburger Nordosten
Das Büro KMT Architekten verantwortet die Planung der drei- bis fünfgeschossigen Neubauten. Die Fassaden wurden, Hamburg-tyisch, mit roten Klinkerriemchen und Putz gestaltet. Versorgt werden die neuen Wohnungen über Fernwärme. Die vorherige Bebauung, bestehend aus einer alten Schule und drei größeren Gebäuden, wurde bereits seit 2018 zurückgebaut.
Für den Bezirk Wandsbek bedeutet das Vorhaben einen weiteren Schritt, um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu verringern. Das Projekt zeigt zugleich, wie öffentlich geförderter Wohnungsbau auch Anforderungen an Barrierefreiheit, Klimaschutz und moderne Mobilität miteinander verbinden kann. Ab Mai 2026 sollen die ersten Mieterinnen und Mieter in die neuen Wohnungen einziehen können.
Quellen: SAGA Unternehmensgruppe, NDR, KMT ARCHITEKTEN UND INGENIEURE
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