Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit ist die neue Anschlussstelle Waltersdorf-Nord an der A117 freigegeben. Sie soll die Gewerbegebiete östlich des BER besser anbinden und zusätzliche Wege zum Flughafen schaffen.

Die neue Anschlussstelle Waltersdorf-Nord an der A117 ist seit dem 7. September 2026 freigegeben. / © Foto: jm/Gemeinde Schönefeld
© Titelbild: jm/Gemeinde Schönefeld
Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit ist die neue Anschlussstelle Waltersdorf-Nord an der A117 im Schönefelder Ortsteil Waltersdorf eröffnet worden. Am Montag, 7. September, wurde der neue Autobahnanschluss von Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel und Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach offiziell freigegeben.
Die Planungen für eine zusätzliche Anbindung reichen allerdings deutlich weiter zurück. Bereits 2006 entstand die Idee, die Gewerbestandorte östlich des Flughafens besser an das übergeordnete Straßennetz anzuschließen. Die Gemeinde Schönefeld trieb das Vorhaben aus eigener Initiative voran. Gleichzeitig soll die neue Verbindung den Verkehr in den umliegenden Ortsteilen reduzieren.
A117 bei Schönefeld: Neue Route zum BER
Auch für die Anbindung des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) spielt Waltersdorf-Nord eine Rolle. Über die Anschlussstelle und die Transversale, die sich derzeit in Planung beziehungsweise im Bau befindet, entsteht eine zusätzliche Verbindung zwischen der A117 und dem Flughafen. Bei starkem Verkehrsaufkommen auf der A113 könnte die neue Strecke damit künftig eine weitere Route zum BER bieten.
Mit der Freigabe ist zudem die Verbindung vom Autobahnanschluss bis zum Kreisverkehr an der Waltersdorfer Allee nutzbar. Die rund einen Kilometer lange Erschließungsstrecke führt durch den entstehenden Unternehmerpark und weiter über Kiefernweg, Am Kiessee und Bohnsdorfer Allee. Neben den Auf- und Abfahrten zur A117 wurden eine Kreisverkehrsanbindung an die L400 sowie zwei Brückenbauwerke errichtet.
28,6 Mio. Euro-Bau: Gemeinde Schönefeld trägt Großteil der Kosten
Die Gemeinde Schönefeld hatte den Bau der Anschlussstelle selbst initiiert und übernimmt deshalb grundsätzlich auch die Kosten. Bund und Land beteiligten sich nicht an der Finanzierung. Das notwendige Planfeststellungsverfahren wurde vom Land Brandenburg, vertreten durch den Landesbetrieb Straßenwesen, im Auftrag der Gemeinde durchgeführt. An Planung und Bau waren außerdem die Autobahn GmbH und die Deutsche Bahn beteiligt.
Nach dem Kostenstand von Dezember 2025 beliefen sich die Planungskosten auf rund 600.000 Euro. Für den Bau wurden rund 28,6 Millionen Euro veranschlagt. Einen Teil davon erhält die Gemeinde zurück: Rund 15,2 Millionen Euro der Baukosten werden von der DB InfraGO AG erstattet.
Quellen: Gemeinde Schönefeld
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