An der Vulkanstraße in Fennpfuhl plant die HOWOGE ein neues Quartier mit bis zu 800 Wohnungen. Die heutigen Parkplatzflächen sollen neuen Gebäuden, Grünanlagen und einer Quartiersgarage weichen.

Die Straßenschilder Vulkanstraße und Landsberger Allee stehen vor dichtem Grün am nördlichen Rand von Fennpfuhl in Berlin-Lichtenberg.

Die Vulkanstraße trifft am nördlichen Rand von Fennpfuhl auf die Landsberger Allee. Entlang der Vulkanstraße plant die HOWOGE ein Quartier mit neuen Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Entlang der Vulkanstraße prägen breite Stellplatzflächen seit Jahrzehnten den Rand der Großsiedlung Fennpfuhl. Die HOWOGE will das Areal neu ordnen und dort ein Wohnquartier errichten. Der ausgezeichnete Wettbewerbsentwurf zeigt bereits sehr konkret, wie Gebäude, Freiräume und Mobilität zusammenfinden könnten. Doch gerade beim Thema Parkplatz bleiben entscheidende Fragen offen.

  • Bezirk: Lichtenberg
  • Adresse: Vulkanstraße, 10367 Berlin
  • Geplante Wohnungen: rund 600 bis 800
  • Projektstatus: Masterplan und Klärung des Planungsrechts

Wo heute Autos zwischen der Vulkanstraße und den bestehenden Wohnblöcken stehen, sollen künftig Wohngebäude und öffentlich nutzbare Freiräume entstehen. Das Untersuchungsgebiet zieht sich am östlichen Rand von Fennpfuhl entlang.

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Der Lageplan zeigt die geplante Quartiersentwicklung an der Vulkanstraße in Berlin-Fennpfuhl. Markiert sind die Flächen für neue Wohnungen entlang der Vulkanstraße zwischen Landsberger Allee und Herzbergstraße.

Der Lageplan zeigt das Plangebiet entlang der Vulkanstraße in Fennpfuhl. Die markierten Flächen erstrecken sich zwischen Landsberger Allee und Herzbergstraße. / © Grafik: HOWOGE

Vulkanstraße in Lichtenberg: Hundert Parkplätze weichen hunderten Wohnungen

Bereits vor dem aktuellen Wettbewerb hatte der Bezirk geprüft, wie sich der überwiegend als Parkraum genutzte Bereich bebauen lässt. Die HOWOGE führte darauf aufbauend von März bis Oktober 2025 einen städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb mit zwölf Planungsteams durch.

Den ersten Preis erhielten kister scheithauer gross architekten und stadtplaner aus Köln sowie Schaar Landschaftsarchitekten aus München. Ihr Konzept gliedert das Quartier in drei Baufelder. Die meisten Neubauten sollen sieben oder acht Geschosse erhalten. An einer zentralen Wegekreuzung sieht der Entwurf einen Hochpunkt mit 15 Geschossen vor. Rücksprünge, Kopfbauten und Durchgänge sollen die lange Gebäudefront entlang der Vulkanstraße auflockern.

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Ein weitläufiger, von Bäumen umgebener Parkplatz mit zahlreichen Autos liegt an der Vulkanstraße im Berliner Ortsteil Fennpfuhl.

Zahlreiche Autos nutzen derzeit die ebenerdigen Stellplätze an der Vulkanstraße. Wie viele Parkplätze nach dem Bau der Wohnungen erhalten oder ersetzt werden, steht noch nicht fest. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Wohnungen und neue Freiräume an der Vulkanstraße

Nach dem derzeitigen Stand plant die HOWOGE rund 600 bis 800 Wohnungen. Vorgesehen ist ein Mix aus Ein- bis Sechs-Zimmer-Wohnungen, wobei Drei- und Vier-Zimmer-Grundrisse den Schwerpunkt bilden sollen. Mindestens die Hälfte der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden.

Die Wettbewerbsaufgabe umfasste etwa 66.000 Quadratmeter Geschossfläche für Wohnen sowie ergänzende Gewerbe-, Einzelhandels- und Versorgungsangebote. Denkbar sind kleinere Läden, Dienstleistungen, ein Bäcker oder gastronomische Angebote.

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Mehrere weiße Fahrzeuge der HOWOGE stehen auf einem Parkplatz neben dem Gehweg an der Vulkanstraße in Berlin-Fennpfuhl.

Die HOWOGE will die heutigen Parkplatzflächen an der Vulkanstraße mit Wohnungen, Freiräumen und einer Quartiersgarage neu entwickeln. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Zwischen Neubauten und vorhandenen Hochhäusern soll eine zusammenhängende Grünraumfolge entstehen. Der Siegerentwurf spricht von mehreren „Kieznischen“, die als Zugänge, Treffpunkte und Verbindungen zum bestehenden Viertel dienen sollen. Eine zentrale Fläche soll einen öffentlichen Spielplatz aufnehmen.

Hinzu kommen Bewegungsangebote, Ruhezonen und nachbarschaftlich nutzbare Bereiche. Die Planer wollen vorhandene Baumstrukturen einbinden und Regenwasser nach dem Schwammstadtprinzip vor Ort versickern oder zwischenspeichern. Auch Rettungswege, Entsorgungsflächen, Fahrradräume und Unterflurcontainer gehören zum Konzept.

Die Visualisierung zeigt den geplanten Neubau an der Vulkanstraße in Berlin-Fennpfuhl mit mehreren Wohngebäuden, Grünanlagen, Fußwegen und Aufenthaltsflächen zwischen den neuen Wohnungen.

Die Visualisierung zeigt den Siegerentwurf für das geplante Wohnquartier an der Vulkanstraße in Fennpfuhl. Zwischen den Neubauten entstehen Grünflächen, Wege und öffentliche Aufenthaltsbereiche. / © Visualisierung: kister scheithauer gross

Vulkanstraße: Parkplätze als zentrales Konfliktthema

Die heutigen offenen Stellplatzanlagen bilden einen großen Teil der vorgesehenen Bauflächen und können bei einer Umsetzung des Quartiers nicht in ihrer bisherigen Form bestehen bleiben.

Der Siegerentwurf reagiert darauf mit einer Quartiersgarage, die zugleich als sogenannter Mobility Hub dienen soll. Dort könnten Autostellplätze, Fahrradplätze, Carsharing, Bikesharing und Ladepunkte gebündelt werden. Die Präsentationspläne untersuchen zwei Garagenvarianten mit bis zu 350 beziehungsweise 420 Stellplätzen. Auch eine Paketstation, ein Nahversorger oder kleinteiliges Gewerbe könnten Teile des Gebäudes nutzen. Dabei handelt es sich noch nicht um eine abschließend beschlossene Ausführung.

Die Parksituation an der Vulkanstraße wird sich mit dem Neubau also grundlegend verändern. Noch offen ist jedoch, wie viele bestehende Stellplätze endgültig entfallen, wie viele Plätze die Quartiersgarage tatsächlich aufnehmen wird und zu welchen Bedingungen Bestandsmieter sie nutzen könnten.

Mehrgeschossige Wohnhäuser und Hochhäuser in Fennpfuhl stehen bei blauem Himmel nahe der geplanten Neubauten an der Vulkanstraße.

Die bestehenden Hochhäuser prägen Fennpfuhl westlich der Vulkanstraße. Die neuen Wohnungen sollen die Großsiedlung künftig zum angrenzenden Gewerbegebiet abschließen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Vulkanstraße Lichtenberg

 Quellen: HOWOGE, C4C, Wettbewerbe Aktuell, Mein Berlin

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One Comment

  1. a.t. 16. Juli 2026 at 12:07 - Reply

    Richtig so… In vergleichbaren Randgebieten in Singapore, Malaysia und auch anderswo weichen dieses Parkplätze allerdings nicht, denn dort wurde halt oben nur raufgebaut und F1 blieb in seiner alten Funktion erhalten. Ja sicher, ist das in Teilen unansehnlich, aber eine optisch kluge Mischung wäre durchaus denkbar und allemal günstiger als Tiefgaragen.

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