Die VSG Altglienicke bekommt ein neues Stadion in Berlin. Alle Details zu Kosten, Plätzen, Baubeginn, Fertigstellung, Fantrennung und Nutzung der Willi-Sänger-Sportanlage.

Das Bestandsgebäude auf der Willi-Sänger-Sportanlage bleibt Teil des künftigen Stadionareals der VSG Altglienicke. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Die VSG Altglienicke soll auf der Willi-Sänger-Sportanlage in Baumschulenweg ein regionalligataugliches Stadion bekommen. Der Bezirk Treptow-Köpenick plant den Umbau für acht Millionen Euro. Der Baubeginn ist nach aktuellem Stand für Anfang Juni 2027 vorgesehen, die Fertigstellung bis Ende 2029.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Köpenicker Landstraße 186, 12437 Berlin
- Kosten: 8 Millionen Euro
- Baubeginn: Anfang Juni 2027
- Fertigstellung: Ende 2029
- Kapazität: insgesamt 3.199 Plätze
Die VSG Altglienicke wartet seit Jahren auf eine Heimspielstätte, die den Anforderungen der Regionalliga Nordost genügt. Der Verein spielt sportlich hinter Union Berlin und Hertha BSC aktuell die wichtigste Rolle im Berliner Fußball. Trotzdem trägt die erste Mannschaft ihre Heimspiele nicht dauerhaft am eigenen Standort aus. Zuletzt wich sie in das Karl-Friedrich-Friesen-Stadion nach Fürstenwalde aus, rund 50 Kilometer entfernt von Berlin.
Details zum Stadion der VSG Altglienicke: 3.199 Plätze in Baumschulenweg
Das neue Stadion für die VSG Altglienicke soll auf der Willi-Sänger-Sportanlage entstehen. Die Heimtribüne erhält 1.863 Plätze. Geplant sind 1.500 Stehplätze und 345 Sitzplätze, davon 185 überdacht. Hinzu kommen sieben Plätze für Pressevertreter, zwei Plätze für Stadionsprecher, fünf Plätze für die Polizei sowie jeweils zwei Plätze für Rollstuhlnutzer und Begleitpersonen. Die Gästetribüne soll 1.336 Personen aufnehmen.
Der Neubau muss die Vorgaben des Nordostdeutschen Fußballverbands erfüllen. Dazu gehören getrennte Bereiche für Heim- und Gästefans, separate Umkleiden für Schiedsrichter, ein Dopingkontrollraum, Stellflächen für Polizei, Rettungskräfte und Medien sowie barrierefreie Anlagen. Wegen der Bedingungen vor Ort sollen einzelne Vorgaben nur minimal abweichen. Das betrifft nach Angaben des Bezirks vor allem Fantrennung, Sicherheitskonzept, Umkleiden und Sanitärbereiche.

Die bestehende Laufbahn bleibt auch nach dem Umbau der Willi-Sänger-Sportanlage als Teil der Multifunktionsanlage erhalten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
VSG Altglienicke: Fantrennung, Flutlicht und neue Infrastruktur für das Stadion
Ein zentraler Teil der Planung betrifft die Erschließung. Der Bezirk will eine neue Haupterschließungsachse schaffen. Heim- und Gästefans sollen getrennte Zugänge mit Ticketverkauf und Personenkontrolle erhalten. Auch eine Zufahrt für Polizei und Presse ist vorgesehen. Zusätzlich entstehen getrennte barrierefreie Toilettenanlagen für Heim- und Gästebereiche.
Zur Ausstattung gehört eine neue Flutlichtanlage. Außerdem braucht der Platz selbst eine grundlegende Sanierung. Der Naturrasen weist nach Angaben des Bezirks keinen regelkonformen Schichtenaufbau mehr auf und hat mehrere Unebenheiten. Auch Wasser- und Stromleitungen sollen erneuert werden. WC-Häuser, Kassenhäuschen, Wegeflächen und Platzflächen kommen hinzu oder werden barrierefrei angepasst.

Vereinsgebäude der VSG Altglienicke sollen in das neue Stadionkonzept auf der Willi-Sänger-Sportanlage eingebunden werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Willi-Sänger-Sportanlage bleibt Standort für Schul- und Breitensport
Die Willi-Sänger-Sportanlage soll auch nach dem Umbau keine reine Fußballarena werden. Die Laufbahn bleibt erhalten. Teilweise sollen Fitnessgeräte dazukommen. Zusätzlich plant der Bezirk einen Multifunktionsplatz für Fußball und Volleyball, der zugleich als Pkw-Stellplatz dienen kann. Damit bleibt die Anlage für Schul- und Breitensport nutzbar.
Offen bleibt der genaue Fertigstellungstermin. Der Bezirk nennt bisher keinen verbindlichen Termin, weil Prüfzeiten der Bauplanungsunterlagen und die Bearbeitung des Bauantrags noch ausstehen. Nach aktuellem Stand rechnet die Verwaltung mit einem Baustart Anfang Juni 2027 und einer Fertigstellung bis Ende 2029. Für die VSG Altglienicke wäre das neue Stadion ein Schritt zurück nach Berlin.

Der Naturrasen der Willi-Sänger-Sportanlage soll im Zuge des Stadionneubaus für die VSG Altglienicke grundhaft saniert und die gesamte Sportanlage modernisiert werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Willi-Sänger-Sportanlage
Quellen: Berliner Morgenpost, Bezirksamt Treptow-Köpenick, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


