Anzeige

Der Umbau des ehemaligen Galeries-Lafayette-Gebäudes schreitet voran. Unter dem Namen „Lumina“ entsteht in Berlin-Mitte ein modernes Mixed-Use-Quartier mit Büros, Gastronomie, Wohnungen und einer Dachterrasse über der Friedrichstraße.

Beleuchtetes Foyer der Galeries Lafayette, Friedrichstraße, Berlin

Das Gebäude der Galeries Lafayette war einer der ikonischsten Bauten der 1990er Jahre in Berlin. / © Foto: depositphotos.com

© Foto: depositphotos.com
© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Jorge Láscar from Australia, CC BY 2.0

ANZEIGE

 

In der Friedrichstraße in Berlin-Mitte läuft der Umbau des ehemaligen Kaufhauses Galeries Lafayette. Das Gebäude aus den 1990er-Jahren, bekannt als Quartier 207, wird derzeit grundlegend neu konzipiert. An die Stelle des berühmten Luxus-Kaufhauses, das dort 2024 seinen Betrieb einstellte, soll nun ein Mixed-Use-Quartier mit Büroflächen, Gastronomie, Einzelhandel und Wohnungen rücken.

Das Konzept für die Umgestaltung stammt vom Architekturbüro Ateliers Jean Nouvel selbst. Das Büro hatte das Gebäude vor etwa 30 Jahren entworfen. Geplant ist eine Fertigstellung im Jahr 2027. Der neue Name „Lumina“ steht schon jetzt am neuen Eingangsbereich an der Ecke Friedrichstraße / Französische Straße.

ANZEIGE

„Lumina“: Büro-, Einzelhandels- und Gastronomie-Flächen mit Dachterrasse und Fahrradparkhaus

Laut den Angaben der Projekt- und Baumanagementgesellschaft Waterbound Real Estate (WBRE) umfasst das Projekt eine Bruttogeschossfläche von rund 56.500 Quadratmetern. Das Gebäude erstreckt sich auf vier Untergeschosse und sieben oberirdische Etagen.

Wo einst Mode, Delikatessen und Bücher verkauft wurden, soll nun ein vielfältiger Nutzungsmix entstehen. Im Erdgeschoss sowie in Teilen des ersten Untergeschosses sollen Handels‑ und Gastronomieflächen realisiert werden. Ab dem ersten Obergeschoss soll es moderne Büroflächen geben. Die entlang der Jägerstraße gelegenen Wohnbereiche vom ersten bis fünften Obergeschoss sollen laut WBRE erhalten bleiben. Ergänzt wird das Konzept durch ein umfassendes Fahrradparkhaus im ersten Untergeschoss sowie eine neue Dachterrasse mit Blick über die Hauptstadt.

Umbau der Galeries Lafayette: Büros statt Bibliothek

Ziel der Neugestaltung des Gebäudes ist es, „klarere Sichtachsen und neue Raumstrukturen“ zu schaffen, die den Anforderungen moderner Büro‑ und Gewerbenutzung gerecht werden, so WBRE. Ein weiterer zentraler Aspekt des Projekts ist Nachhaltigkeit: „Lumina“ strebt eine LEED-Platin-Zertifizierung an und richtet sich nach der EU‑Taxonomie für nachhaltige Gebäude.

ANZEIGE

Mit dem Umbau zu Büroflächen stand gleichzeitig fest, dass die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) nicht in das Gebäude einziehen wird. Der ehemalige Kultursenator Joe Chialo (CDU) hatte diese Idee ursprünglich verfolgt.

Umbau spiegelt Strukturwandel in den Innenstädten wider

Der Wandel des Quartiers in der Friedrichstraße spiegelt den aktuellen Strukturwandel in den Innenstädten wider: Große Warenhäuser stehen leer, neue Nutzungskonzepte entstehen. An vielen Stellen Berlins hat der Wandel bereits begonnen, an manchen ist er sogar schon abgeschlossen. So zum Beispiel beim alten Kaufhof-Gebäude am Friedrichshainer Ostbahnhof, das heute ein modernes Bürogebäude ist.

Das „Lumina“ ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Gebäude in zentralen Lagen derzeit transformiert werden. Abzuwarten bleibt, wie die Resonanz ausfällt – und ob das Mixed-Use-Konzept langfristig aufgeht.

Quellen: Waterbound Real Estate GmbH, Berliner Morgenpost

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.