Das DDR Museum in Berlin-Mitte feiert 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Seit seiner Eröffnung hat sich das privat finanzierte Haus zu einem der meistbesuchten Museen der Hauptstadt entwickelt und vermittelt DDR-Geschichte mit einem besonderen Blick auf Alltag, persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Zusammenhänge.

Gruppenbild mit Quirin Graf Adelmann und Franziska Giffey,

Am 15. Juli feiert das DDR Museum sein 20-jähriges Bestehen mit Sonderführungen, einem DDR-Quiz und weiteren Veranstaltungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: depositphotos.com

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Das DDR Museum in Berlin-Mitte feiert 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Als Franziska Giffey bei der offiziellen Jubiläumsfeier durch die Räume des DDR Museums ging, wurde Geschichte für einen Moment auch persönlich: Die Berliner Wirtschaftssenatorin und ehemalige Regierende Bürgermeisterin sprach bei ihrem Besuch über Erinnerungen an ihre Kindheit in der DDR. Es war ein Beispiel für den besonderen Zugang des Museums, das sich nicht ausschließlich mit den politischen Strukturen der SED-Diktatur beschäftigt, sondern auch mit dem Leben der Menschen im damaligen Staat.

Seit dem 15. Juli 2006 vermittelt das Museum an der Spree DDR-Geschichte über Alltagsobjekte, nachgestellte Räume und interaktive Stationen. Besucherinnen und Besucher können eine originalgetreue Plattenbauwohnung des Typs WBS70 erkunden, sich mit der Funktion eines Trabis auseinandersetzen oder Einblicke in verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erhalten. Die Verbindung aus politischer Geschichte und Alltagserfahrung gehört bis heute zum Konzept des Hauses.

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20 Jahre Jubiläum: DDR-Museum gehört zu den meistbesuchten Museen Berlins

Zum 20-jährigen Bestehen kann das DDR Museum auf eine außergewöhnliche Entwicklung zurückblicken. Als privat finanziertes Museum hat sich die Einrichtung zu einer festen Größe in der deutschen Museumslandschaft entwickelt. Seit der Gründung besuchten mehr als zehn Millionen Menschen die Ausstellung. Damit zählt das Haus zu den meistbesuchten Museen Berlins.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Bildungsvermittlung. Jährlich nehmen mehr als 100.000 Schülerinnen und Schüler an Workshops, Zeitzeugengesprächen und Veranstaltungen teil. Ergänzt wird die Museumsarbeit durch einen eigenen Verlag, der Bücher, Spiele und Dokumentationen zur DDR-Geschichte herausgibt.

Das 2025 eröffnete Depot des DDR-Museums in Berlin-Marzahn.

Seit 2025 bewahrt das DDR Museum seine umfangreiche Sammlung im neuen Depot in Berlin-Marzahn auf. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Auch die Sammlung des Museums ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Seit 2025 verfügt das Haus über ein neues Depot in Berlin-Marzahn. Dort werden rund 360.000 bis 400.000 Objekte aufbewahrt, erforscht und teilweise auch bei Führungen zugänglich gemacht.

Die Entwicklung des Museums verlief nicht ohne Einschnitte. Beim AquaDom-Unglück Ende 2022 wurden auch Bereiche des Museums durch austretendes Wasser beschädigt. Nach der Sanierung wurden betroffene Bereiche neu gestaltet.

Filmreihe „Orte Ost“ zeigt historische Schauplätze in Ostdeutschland

Zum Jubiläum plant das DDR Museum verschiedene Veranstaltungen und neue Projekte. Dazu gehört unter anderem die Filmreihe „Orte Ost“, die sich mit historischen Schauplätzen in Ostdeutschland beschäftigt.

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Heute versteht sich das Museum als Ort der Erinnerungskultur, der unterschiedliche Perspektiven auf die DDR-Geschichte zusammenführt. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf staatlicher Repression, sondern auch auf den Lebensrealitäten der Menschen, die in diesem politischen System ihren Alltag gestalteten.

ENTWICKLUNGSSTADT gratuliert herzlich zum Jubiläum und wünscht weiterhin viel Erfolg für die weiteren Jahre!

Grafik zur Doku-Reihe „Orte Ost“ mit einer Karte der DDR, einer Zeitleiste und einer Straßenansicht aus Gommern. Die Folge behandelt die Ereignisse des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 in Sachsen-Anhalt.

Die Dokumentationsreihe „Orte Ost“ erinnert an den Volksaufstand von 1953 und erzählt die Geschichte des Aufbegehrens gegen die SED-Herrschaft aus der Perspektive der Stadt Gommern. / © Foto: DDR Museum

DDR Museum

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2 Kommentare

  1. Hartmut schneider 17. Juli 2026 at 16:24 - Reply

    Das Leben in der DDR war einfacher gewesen als das heute .

  2. Bernd Michalski 20. Juli 2026 at 18:37 - Reply

    Eine meiner Freiheiten in der DDR war, dass ich im Direktstudium Hochbau und im Fernstudium Bau-Design, für mich völlig kostenlos, studieren konnte.

    Eine weitere Freiheit war, dass ich mich für monatlich 60 Mark von jedem Arzt, Zahnarzt oder Physiotherapeuten behandeln lassen konnte.

    Eine weitere Freiheit war, das ich in einer Wohnung mit Gasheizung für monatlich 60 Mark Warmmiete wohnen konnte und die jetzt mit Fernwärme 733€ kostet.

    Eine weitere Freiheit war, dass ich als freiberuflicher Baukonstrukteur und Baudesigner ohne Stress meine Arbeit erledigen konnte.

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